Koh Rong – warum Thai-Food und Hippie-Festivals In sind

Koh Rong Teil II – Island on Paradise. Eine Insel im Wandel, zwischen Hippie-Feeling und (Paris) Hilton?
Noch sind sie sorglos, noch leben sie in den Tag und in die Nacht hinein, so, wie es ihnen gefällt, noch spüren wir den Ibiza-Spirit der 80-ger, den die Hippies der Neuzeit und die Gestrandeten auf Cambodias zweitgrößter Insel versprühen! Aber wie lange noch? Denn ja, es ist immerhin ein Gerücht, trotzdem könnte es bald wahr werden, was hier geplant ist:
Ein International Airport soll inmitten vom Paradies dafür sorgen, dass die Reichen und Schönen mit großen Airbussen oder Privatjets landen können, um sich an kilometerweit extra riesen groß errichteten Golfplätzen zu ergötzen!
(ich berichtete darüber)

Aber – bis es soweit ist, schildere ich euch, wie es derzeit, im Januar 2016, dort aussieht und das sich der Besuch noch einmal wegen zwei Dinge, nämlich Siggi´In´s Thai-Food (Made With Love) und des neuen Fire-Festivals gelohnt haben.

Es ist gleich nach Silvester diesen Jahres. Koh Rong ist ein Massen-Anzugs-Magnet geworden.

Das Highlight, gleich zu Beginn des Jahres, war das Fire-Festival, welches zum ersten Mal stattgefunden hat. Die „Hippies der Gegenwart“, so nenne ich sie mal, hatten es ins Leben gerufen, verdienen damit ein wenig Geld, um leben zu können. Gleich drei! Wochen lang zelebrierten sie Workshops, Events und Konzerte, um die Leute, die kommen und gehen, an den sogenannten Police-Beach zu locken. Mit einem alten Boot stranden die Organisatoren und die Band, die sich langsam aufbaut. Das Openig muss schließlich gebührend gefeiert sein. In den nächsten Jahren könnte das so fortgeführt werden. Obwohl ja am Hauptstrand so oder so täglich dasselbe Programm stattfindet, will man jetzt durch das neu ins Leben gerufene Festival mehr Aufmerksamkeit bekommen. Unterschied – Die Neuzeit-Hippies kleiden sich nicht so streng, wie die der sechziger-siebziger Jahre. Sie sind eine Art Aussteiger und leben jedoch genau nach dem damaligen Motto, welches sich auch heute immer noch problemlos in der Welt umsetzen lässt: Love, Peace and more!

Ich habe mit einem gesprochen, der seine ganze Liebe und Leidenschaft auf die Teller bringt:

Siggi´In´s Thai-Food-Küche (´Made With Love`, so steht es auf der Speisekarte) ist ein wahrer Genuss-Hammer. Die Leute müssen Geduld mitbringen, wenn sie sich von ihm während der Prime-Time bekochen lassen wollen. Ungefähr 2 Stunden lang kann es dann von der Bestellung bis zum fertigen Essen dauern, und zwar nur deshalb, weil der Mann einen Namen hat und alle nur bei ihm verweilen wollen!
8 Jahre lang kochte Siggi in Manhattan. Irgendwann kam er in Turbulenzen, musste seinen Platz aufgeben. Eine Freundin holte ihn nach Koh Rong, sorgte dafür, dass er hier eine Hütte, in eine mittlerweile Scene-Kitchen umfunktionieren konnte: „´Made With Love` kommt daher, weil ich hier meine ganze Liebe hineingesteckt habe. Vom Anfang, bis zum Bedienen der Leute, die bei mir bestellen, steckt meine ganze Erfahrung drin…“, meint der Koch zu mir.
Und das macht er alles alleine, ohne Assistenz oder Hilfe. Eine wahnsinnige One-Man-Show, die den ganzen Tag nur am wirbeln ist. Das bewundert jeder, finden (fast) alle cool! Es kommt vor, dass der 50-jährige an einem Abend 135 Portionen brutzelt: „Das geht dann an meine Grenzen und ich mache einen Tag lang zu!“ Wem das zu lange dauert, der kehrt lieber bei der China-Familie ein, da kostet’s (nur) die Hälfte und geht wesentlich schneller, weil auch mehr Köche am `Brei´ umherwirbeln.

Der dritte Teil kommt in Kürze, bleibt dran…