MID ANC

Ausgecheckt: Marshall MID A.N.C. enttäuscht auf halber Linie!

4.6
MID A.N.C. enttäuscht einfach stark

Ausgecheckt und sehr enttäuschend:
Marshall MID A.N.C. versagt nicht nur mit der jämmerlichen Akku-Laufzeit, sondern (teilweise) auch beim SATURN-Service, der defekte Waren/Kopfhörer tauschen soll! Was ICH erlebte und warum für diese Head-Serie kaum eine Empfehlung unsererseits ausgesprochen werden kann, lest ihr HIER:

Was ist bloß los, mit Marshall und der „zuverlässigen“ Quali, die doch SOOO für den Namen sprechen soll? Nicht nur, dass, wie schon die im Vorfeld erlebten Fehler und Auflösungsprozesse der Hörmuscheln des Marshall Major II, nach einem Jahr für Verstimmungen sorgten. Nein. Die dadurch gesammelten Erfahrungswerte des danach gekauften MID sollten für weitere Verärgerungen verantwortlich sein. So konnte ich Prognosen für die Haltbarkeit für den NEUEN MID A.N.C. machen und vor dem Kauf (fast) warnen.

Nur Montagsgeräte?

Denn das man hier noch von „Montagsgeräten“ sprechen kann, wäre schon fahrlässig. Eher scheint die Produktionsserie fehlerhaft. Denn ein ganz großer Schwachpunkt dürfte die linke Hörmuschel sein, an der auch der kleine Joystick sitzt. Nach nicht einmal zehn Monaten im Gebrauch fiel beim Vorgängermodell mit lauten Knartzgeräuschen der komplette Sound aus, als wenn ein Kabelbruch dafür zuständig wäre. Ok, „…das Modell ist ausgelaufen, gibt´s nicht mehr…“, erfahre ich im SATURN. 20,-€ draufgelegt, und ich bekomme den super coolen Internet-Preis für den Nachfolger MID A.N.C., den mir der Mitarbeiter an dem Tag mal schnell durch seine Eigen-Initiative herausgesucht hat. Mega, denke ich noch. SO machen wir das.

MID A.N.C. – der Kopfhörer enttäuscht auf halber Line!

Was ist positiv?

Beim Auspacken freue ich mich über die edle Head-Phone-Tasche, die bei diesem Preis mit enthalten ist. Die ist ganz schick. Dazu gibts wieder nen Ladekabel und noch eines für die Benutzung ohne Bluetooth. Der gute und starke Bügel, der angenehme Tragekomfort, der an den Ohren nicht wehtut, gleichzeitig die ganze Umwelt komplett abschirmt und das Design sprechen wirklich für den MID, der sich natürlich so in der Öffentlichkeit und gerade in dieser Preisklasse, wunderbar präsentieren kann.
Außerdem sollen die „Frequenzen angehoben“ worden sein, um den Klang noch sauberer kommen zu lassen. Das hört sich bei Notorious B.I.G. und Co. sehr satt, klar und gut an, weil die  Ausgewogenheit der Tiefen, Mitten und Höhen sehr gut gelungen scheint. Das Telefonieren geht ein wenig besser, als beim MID-Vorgänger (war katastrophal), weil ein teureres Micro verwendet worden sein soll. Nebengeräusche werden so, besonders im „Zusammenspiel des Noice Cancelling“, besser unterdrückt und stören nicht mehr so schlimm. Ungewöhnlich sind die jetzt zwei Töne bei der Bedienung des Joysticks, die beim Weiterschalten der Musikstücke oder der Annahme von Gesprächen erklingen. Beenden des Telefonats geht nicht mehr über diesen Weg…

Jämmerlicher AKKU!

Was außerdem noch festzustellen war – „Dank“ der aktuellen A.N.C.-Funktion, die das „Rauschen“ unterdrücken soll, aber den Klang einfach basslastiger macht (reine Geschmacksache, braucht kein Mensch!), haben wir durch diese Neuerung entscheidende Nachteile zu erdulden. Denn die AKKU-Leistung leidet darunter sehr. Davon mal abgesehen, dürfte ein viel kleinerer eingebaut worden sein, als beim MID! Sie wird groß mit bis zu 30 Stunden auf der Verpackung angepriesen, die im realen Gebrauch totaler Schwachsinn ist. Egal, ob ich durch die NICHT-Benutzung des Schalters auf der rechten Muschel versuche, den Stromsammler länger am Leben zu halten, klappt das nie.
Der Vorgänger glänzte da mit einer gefühlten Wochenlaufzeit, bis dem Kraftspeicher die Puste ausging. Das hat Spaß gemacht. Beim MID A.N.C. sollte man TÄGLICH die Steckdose MEHRFACH aufsuchen, um den Saft wieder aufzuladen. Das geht zwar mit der Ladezeit (noch eben) ok, nervt allerdings richtig!
Punkte ABZUG!

Marshall MID A.N.C. – besonders linke Ohrmuschel ein großer Schwachpunkt.

Wieder linke Ohrmuschel defekt!

Dann die große Überraschung – schon von Anfang an knarzt und knackt die linke Muschel bei jedem Gang und Auftreten der Füße. Das schlägt sich aggressiv im Gehör nieder und stört den Sound gewaltig. Mist, das reicht!
Tauschen, bitte!!! Und zwar schon nach einer Woche.

SATURN mit Tausch überfordert!

Jetzt beginnt die große Herausforderung der SATURN-Mitarbeiter:
Da es auf der Rechnung nun zwei unterschiedliche Preisangaben (SATURN eigener und abweichend Internet) gibt, „schlägt“ mir ein Verkäufer in der Umtausch-Abteilung mit schon sehr lauter Stimme vor (wahrscheinlich um so Recht im Unrecht zu bekräftigen), den neu ausgesuchten Kopfhörer noch einmal an der Kasse zu bezahlen, um den dann durch den defekten NUR so tauschen zu können, um wiederum dann für diesen doppelten Kauf einen Gutschein von ca. 180,-€ in den Händen zu halten, der natürlich „nur“ im SATURN eingelöst werden dürfe.
ÄÄääh, verstand ich nicht. Da außerdem meine Taschen mit diesem Betrag eh nicht gefüllt waren, fragte ich nach einer anderen Lösung. Daraufhin brach der Sales-Manager seelisch und körperlich zusammen, fiel an seinem Platz mit gesenktem Kopf ein, wie ein nasser Sack und konnte/wollte nicht mehr kommunizieren

Fazit: Hackerangriff

Naja, ich schlug dann vor, in der Kopfhörer-Abteilung das Problem zu lösen. Da hatte man dann den Durchblick und konnte kompetent weiterhelfen.
Daraus lässt sich schließen, dass viele Köche den Brei verderben.
Und was zu MARSHALL, also zur Dr. Dre-APPLE-Konkurrenz zu sagen ist, fehlen mir fast die Worte, die trotzdem zu dieser schlechten Kritik führen. Wie kann man sich so die Kopf-Hörer verprellen, indem solche „Produkte“ gebaut werden?
Wirklich sehr schade!

Kurz nach der Veröffentlichung meiner Kritik, erfuhr ich wieder einmal verdächtig viele Hackerversuche, die die Seite lahmlegen sollten. Das hat konkret noch keiner geschafft. Auch diese beiden Protagonisten nicht.

Unser Fazit


Design/Soundqualität/Mobilität
7.9
AKKU-Leistung
2.2
Telefonieren/Bluetooth
4.9
Bedienung/Handhabung
6.5
Service/SATURN
4.2
Preis/Leistung/Haltbarkeit nach Erfahrungswert
2.1