Deichbrand4

Danke, Deichbrand 2015 – Es war geil, nass und großartig!

Es war schön, es war heiß, es war nass und es war mit so einem geilen Line-Up besetzt, dass irgendwie alle durchdrehten: Bei Kraftclub kollabierten die weiblichen Fans, bei Bosse tanzten schätzungsweise 40 000 wie verrückt und die Show von Deichkind war wohl am sehenswertesten, da wollten alle hin!
Es ist einfach eines der geilsten Festivals, die es gibt, in diesem Lande – Deichbrand 2015!

Wenn Musiker, die ich sonst nur im Radio höre…, plötzlich auf Tour gehen, somit fast zum Greifen nah sind, dann ist es so, als wenn eine Art Gott erscheint und verstanden hat, was ich will oder fühle…

Ein Deichbrand-Fan

Kraftclub spielten am frühen Samstagabend. Was da los war, war, jedenfalls für mich, unvorstellbar. Als das Konzert begann, fingen gefühlt reihenweise die Girls an zu kollabieren. Die Security hatte mal wieder alle Hände voll zu tun, die Lage unter Kontrolle zu halten. Nach dem 2. Song kam Hilfe dazu. Schon irgendwie Wahnsinn, was Musik auslösen kann. Ein Fan erklärte mir das so: „Wenn Musiker, die ich sonst nur im Radio höre, mich mit ihren Texten touchen und erreichen, die plötzlich auf Tour gehen, somit fast zum Greifen nah sind, dann ist es so, als wenn eine Art Gott erscheint und verstanden hat, was ich will oder fühle!“ Verstehen muss man allerdings auch, dass das Ganze „nur“ eine Illusion ist. Denn meistens kommt ja kein persönlicher Kontakt zustande, obwohl sie, wenn sie es denn in die erste Reihe geschafft haben, dem Vorbild ganz nahe zu sein scheinen.

Bosse - Alle wollten mit ihm tanzen!

Foto: Jörn Ehrenheim. Bosse – Alle wollten mit ihm tanzen!

The Kooks - die britische Indie-Rock-Band aus Brighton blieb cool.

Foto: Jörn Ehrenheim. The Kooks – die britische Indie-Rock-Band aus Brighton blieb cool.

Kraftclub - Am Ende ihrer Show pfefferten sie eine mega Konfetti-Kanonensalve ab.

Foto: Jörn Ehrenheim. Kraftclub – Am Ende ihrer Show pfefferten sie eine mega Konfetti-Kanonensalve ab.

Alle Gigs werden im TV, wahrscheinlich auf EINS Plus HD zu sehen sein!

Foto: Jörn Ehrenheim. Alle Gigs werden im TV, wahrscheinlich auf EINS Plus HD zu sehen sein!

Bei Bosse sah es, was die Fülle des Arsenals anging, ähnlich aus. Jedoch geht der Sänger ganz anders auf sein Publikum zu oder auf dieses ein: „Heute wollen wir alle tanzen…!“ Oh ja, und das haben wir, fast den ganzen Gig lang. Ein Insider erzählte mir später, dass dieser lebensfrohe Sänger vor Jahren noch vor nur 7 Leuten gespielt, er ihnen dafür ein Leben lang freien Eintritt gegeben haben soll. Na, die werden sich nun sicher die Hände reiben, wenn der in Hemkenrode aufgewachsene mit seiner Band in ihrer Nähe auftauchen sollte.
Wie ich hörte, sollte man bei dem Sänger immer auf seine Schuhe achten, die er trägt. Dieses Körper-Accessoire hatte in diesem Jahr die Farbe Grün und es soll immer das Auffälligste sein, was er an hat.

V.l.n.r.: Kraftclub, Bosse und Errdeka. Letzterer nahm eine Fahrt von 8 Stunden auf sich, um auf dem Deichbrand zu spielen.

Foto: Jörn Ehrenheim. V.l.n.r.: Kraftclub, Bosse und Errdeka. Letzterer nahm eine Fahrt von 8 Stunden auf sich, um auf dem Deichbrand zu spielen.

Auf Deichkind hatten sich schon alle riesig gefreut. Bei bestem Sommerwetter lieferten sie ihre mittlerweile sehr bekannte Show ab, die wirklich abwechslungsreich daher kommt: Stagediving mit Schlauchbooten, roboterähnliche Tanzeinlagen, alte und neue Hits! Auf Kostümierungen stehen die Jungs wohl sehr, denn es war nicht ihre erste Darbietung in dieser Manier. Wenn man sich mal die History anschaut, waren die ersten Ansätze so eine Show zu präsentieren, schon ab dem Jahre 2000 erkennbar. Ein paar Jahre später, zum Beispiel auf dem Juicy-Beats-Festival, wurden die Bühnen schon bunter und heller. Jetzt allerdings ist ein Hoch an Unterhaltungswert sicht- und erkennbar, der vielleicht bald gar nicht mehr zu toppen sein wird…

Errdeka rappte im Palastzelt und räumte richtig ab! „Ich bin extra 8 Stunden gefahren, damit ich heute hier sein kann…“! Und die Fans dankten es ihm mit „Alle Hände hoooch!“
Wir freuen uns ja schon alle auf das Castival. Denn da kriegen wir Rap um die Ohren gepfeffert, bis die Doktoren kommen müssen!

Außerdem konzentriert sich das Leben um das oder eines des größten Musik-Karussell´s des Nordens: Camping im Grünen: Greencamp, das ist das Stichwort. Dazu mehr in meinem zweiten Teil!