Danke, Deichbrand – Impressionen, Musik, Bilder

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Danke, Deichbrand 2018. Es war wieder das Hitze-Wetter-Staub-Festival und Musik-Highlight des Jahres!

Zwei Tage nach Ende klebt mir immer noch ein wenig Glitzer im Bart, schmecke ich den Sand auf meiner Zunge und hatte in meinem Leben noch nie so wenig Schlaf. Und all das OHNE Drogen! Es war laut, es war heiß, es war staubig. Die Hitzewelle beginnt zwar erst jetzt, aber die Temperaturen um 24°C ließen uns, wenigstens tagsüber, schon ordentlich schwitzen. Meistens bekommen viele am zweiten Tag körperliche Schwierigkeiten. Ich habe dafür meine eigene Medizin entdeckt: Das Kater-Frühstück auf dem Aldi Rooftop! Das bringts. Nicht nur das. Einige der Food-Ketten, die sich in die Doppel-Schachtel-Garagen eingemietet hatten, erwähnten Rückgänge der Einnahmen. Es sollen zwar mehr Leute als letztes Jahr Tickets gekauft haben, genau das hätte jedoch den Umsatz durch die Anwesenheit des Discounters ordentlich geschmälert. Deshalb erhöhten z. B. die Handbrotzeit die Preise nicht und ließen das warme Käsebrötchen bei 5,-€ stehen. Immerhin, das macht eben so satt, das reicht für den ganzen Tag.

Casper so gut wie nie, auf dem Deichbrand 2018.

Musikalisch war es einfach fantastisch, was das Deichbrand da aufgefahren hat: Alligatoah ließen alles bestuhlen, um auf ihre Theater-Tour anzulehnen, Casper war ja wohl der „Abreißer“ des Festivals und die Toten Hosen verzichteten ein wenig „arrogant“ (so meinen es (Nicht)Fans der Band) auf die Presse. Wer dagegen mal wieder voll die Leudde auf seine Seite gezogen hat, war Bosse. Der Typ ist so glaubhaft und ehrlich, alles nimmt man dem 35-jährigen ab. Vor zwei Jahren sprang der Rocksänger noch in die Massen und ließ sich Stagedivingen. Überrascht haben mich SDP, die fünf megagroße Bälle über den Köpfen der Crowd springen ließen, gegen den Wind gesteuert…

Das Deichbrand-Village war so groß, wie noch nie. Sogar auf den Bauernhöfen wurden die Zelte ausgepackt. Beim Bauer Bernd sitze ich seit zwei Jahren und frühstücke Kaffee und Remouladenschnitte, begrüßte seine Kühe und durfte sogar einen kleinen Talk mit dem Wanhödener führen. Mein Leben auf der 14. Ausgabe dieser Sause findet nämlich zum kleinen Teil auch im Dorf statt. Die Bewohner finden es klasse und bestaunen die Ankömmlinge, die mit ihren Wohnwagen und Co. anreisen. Sie sitzen am Straßenrand und machen dieses Ereignis zu einem der ihren, laden zur Bratwurst, Tee und Kuchen ein, bevor es auf die Campingplätze mit der Feier weiter geht.

Danke, Deichbrand! Es war wieder einmal das Highlight des Jahres, nicht nur für mich. Ihr seid tolle Gastgeber, mittlerweile tolle Umsetzer und voll geil! Diese Bilder-Gallery zeigt es noch einmal und gibt einen kleinen Eindruck aus meinem Blickwinkel. Habt mich machen und walten lassen, das ist das Ergebnis: