Deichbrand ´19 – Nachtalk, Impressionen, Bilder

In dieser Bilder-Galerie, die hier oben im Slider durchläuft, zeige ICH meinen persönlichen Blickwinkel über mein Lieblings-Festival, das DEICHBRAND, welches ich seit mehreren Jahren besuche. Auch 2019 schaute ich über den Tellerrand hinaus, in das Land und „auf“ die Leute, die (nicht nur aus dem Dorf Wanhöden) mit eingebunden sind, waren und es sein werden. Ohne sie wäre so ein Spektakel nicht so viel Wert gewesen. Zum Beispiel hatte sich an der Tankstelle Paul Mitchell mit einem selbstgebauten Barber-Stand aus Holz präsentiert, für eine lumpige Spende den Schnitt-Sessel freigemacht, um deine Bärte in Schuss zu bringen. Echt eine gute Idee.

Und so ist ein Festival, welches ich mit 6! Stunden Schlaf in vier Tagen (ohne Drogen, wohlgemerkt) durchhielt, darum etwas Besonderes und sowas, wie ein schöner Ausnahmezustand, den man in Hamburg keinesfalls finden wird…

Es ist wie ein Flug nach Asien oder irgendein anderes Ziel auf der Welt – immer im Dauer-Jetlag und bevor wir gelandet sind, ist das Festival auch schon wieder vorbei. ´Bitte verlassen Sie das Gelände, wir räumen (auf)!`

Deichbrand-Bilanz

Das Deichbrand ´19 selbst zieht schon am Samstagabend ein „grandioses“ Fazit und sagt: „Wir hatten furchtbares Glück, dass die Gewitterzellen (fast) an Wanhöden vorbeigezogen sind, bis hin zur Nordsee…“ Einen heftigen Schauer bekamen wir jedoch schon ab und mussten uns ne Weile irgendwo unterstellen…

Und wenn vier Tage lang mit knapp 60 000 Leuten gefeiert wird, dann sind alle in Alarmbereitschaft. Gerade was das Wetter betraf: „Wir hätten immer sofort auf die Gewitter reagieren können. 22:00 Uhr war klar, dass sich die auf der Nordsee, 40 km weiter austoben und den Deichbrand nicht erreichen.“ Schwein gehabt!

Mit ´nem Donut zu den Donots – Im Adidas-Sportanzug Fitness gemacht.

Das Dorf ist immer mit einbezogen. Bauer Bernd öffnete auch in diesem Jahr wieder seine Scheune, um die Festival-Freunde mit seinem Breakfast zu versorgen. Früh´ frühstücken die Kühe. Gleich gegenüber schmiert das Team um den Bauernhof-Besitzer Schrippen: „Allein für Samstag haben wir 700 Stück bestellt…“, spricht Claudia, eine Freundin, die aushalf und weiß, wo der Hammer hängt…

CRO auf dem LED-Schirm. Der Roapper machte eine coole Show…

Gab es besondere Vorfälle?

Eigentlich nicht. Dieses Ereignis spricht wirklich für seine Friedlichkeit und das Zusammenkommen lieber Fans, die außer der Camping-Liebe eine Leidenschaft zur Mucke ausleben, gefühlt ohne dreckige Hilfsmittel.

Breakfast by Bauer Bernd ist zum Klassiker des Festivals geworden…

Und – sonstige Beliebtheit?

Im Palastzelt tummelten sich die interessanten Newcomer, wie JUJU oder Nura (früher SXTN) und sorgten für volle Hütten. Auf den Hauptbühnen spülten uns CRO oder gerne Marteria den Regen weg. Alle Ferienhäuser besetzt, Zeltplatz voll? Kein Problem für die flexiblen Bewohner des Dorfes. Irgendwie musste keiner draußen bleiben, denn alle halten zusammen!

Deichbrand – Electric Island. Als Charlotte de Witte „auflegte“, war die Elekto-Insel voll wie nie…

Und genau das ist der Grund, warum dieses Festival seit Jahren nicht nur bei mir vollste Beliebtheit erlangt hat, sondern auch dieses Mal MEIN persönliches Lieblings-Musik-Treffen war, welches es in Deutschland gibt.

Der gesamte Ablauf der Gigs lief komplett, bis auf die Absage von Feine Sahne Fischfilet im Vorfelde, reibungslos. Alle waren gut versorgt und mit dem Durchlauf voll zufrieden…

Am Ende war es, wie oben beschrieben, viel zu schnell vorbei. Noch Tage danach liege ich nachts lange wach, kann nich einschlafen, weil die schönen Bilder immer wieder an mir vorbeilaufen. Am liebsten möchte ich meinen Seesack packen und zurückfahren, an den Deich…