Prizeotel1

Eingecheckt: Eine schöne Nacht im Prizeotel St. Pauli. 

Stylisch gut durchdacht, freundlich, sauber – So economy-entspannt erlebte ich den Kiez noch nie. Mit der Lage geht´s nicht besser – gleich um die Ecke der Reeperbahn, gegenüber der Endo-Klinik, eröffnete vor zwei Wochen das mega große Prizeotel, von dem ich zuvor noch nie was gehört hatte. Dafür hatte es die Eröffnungs-Sause richtig in sich! Das Einzelzimmer kostet 69,-€, Frühstück ist in der Regel 11,-€ extra.
Jetzt checkte ich für ein WE in das Economy-(H)Otel (2 Sterne) ein und erlebte die einfachen Vorteile des Designs, welches von Karim Rashid kreiert wurde. Von hier aus starte ich meine Tour zum BBQ-Festival, welches gerade läuft, danach noch zum Absacker ins HOOTERS!

Schon der Hotel-Eingang ist abends angenehm beleuchtet, gibt das Gefühl von Wärme und Herzlichkeit. Hier sitzt der Empfang. Der Fahrstuhl bewegt sich nur mit eingebuchter Karte in die richtige Etage. In meinem Fall ist es die dritte. Im Flur gehen erst die Lichter an, als die Lift-Tür aufgeht und die Sensoren Bewegung feststellen. Das Schauspiel geht so weiter, bis ich an meinem Ziel angekommen bin. Die Gänge gabeln sich mehrfach nach rechts. In einem der ersten ist abends lautere Musik von draußen zu hören, weil die Kippvorrichtungen geöffnet zu sein scheinen.

Das Nichtraucher-Zimmer, ganz hinten durch, mit der Nummer 339, macht der Code die Tür auf. Der erste Blick – wow, sehr angenehm. Das Fenster geht zur Straße auf, gegenüber liegt das Krankenhaus. Wie in allen 256 weiteren Zimmern in diesem Ableger auch, ist meines alleine durch die farblich freundlich gehaltene Möbel, nämlich vom Touch her im grünlich-weißen Mix gehalten, ein Hingucker. Das gefällt. Alleine hinter der Plaste-Umrandung, in der der TV sitzt, leuchten kleine LED´s, die fast die halbe Fläche dahinter erhellen. Die nächste Lichterkette sitzt hinter der Kopfwand des Doppel-Bettes und genau am Fußende darunter. Durch gut greifbare Schalter lassen sich weitere Quellen, wie bewegbare Leselampen zu oder abschalten, so, wie es eben gefällt.
Die dicken Matratzen liegen sich sehr gut, sind nicht zu weich, nicht zu hart. Genaues Mittelmaß getroffen!

Die LED-Schreibtischlampe ist mit Bluetooth, Radio, Kopfhörer-Anschluss, stufenregelbaren Helligkeits-Modus, Micro und Lautsprecher einfach ein Alleskönner. Handy koppeln und darüber Telefonieren, das geht auch. Die linienförmig dreifach-belegte Stab-Leuchte von DIASONIC gibt richtig gut Power ab.

Das Bad ist funktionell und komplett übersichtlich gestaltet. Keine Wanne, dafür Dusche und das Waschbecken wieder farblich. Große Spiegel, helle Kacheln, alles gut.

Auf dem Schreibtisch liegt eine liebe Begrüßung per Karte bereit. Diese kleine Geste wirkt sehr. Dazu ein Prosecco in der Dose und ein Drink-Gutschein für die Bar im ersten Stock. Den löse ich doch gleich mal mit einem Red Bull/Wodka ein, komme gut in Stimmung und erlebe genau das, was ich an Hotels/Hostels so mag – die Kontaktfreudigkeit.

Die Schreibtischlampen-Funktionen: Da ist sogar ´nen Radio mit drinnen!

Hier, in der Lobby, gibts ja auch das Frühstück, von 07-11 Uhr. Die ist gefühlt genauso lang, wie das ganze (H)Otel und liegt über dem neuen LIDL. In einem Kommentar unter meinem Openingtext bemängelte ein „Gast“ sinngemäß, dass wohl vieles aus „billigen Plastikverpackungen“ komme. Kann ich so nicht feststellen. Mein Tisch ist reichlich gedeckt: Es gibt Ei, Käsesorten, wie Ementaler, Gouda und Camembert in Scheiben, Hausgemachtes Birchler Müsli, Obstmixe, Marmeladen und Co., Brote, Brötchen, Franzbrötchen, verschiedene Flakes-Sorten, Joghurts, Getränke und so weiter. Die fetten Kaffeemaschinen geben unter den unzähligen Sorten sogar Iced Schokolade aus. Wie coool!!
An den Bartischen integriert, gleich gegenüber der Sofaecken, gibts umdrehbare Steckdosen und usb-Anschlüsse zum safttanken. Das ist Bloggerideal.

Bloggertest locker bestanden: Am Schreibtisch mit gutem Licht lässt es sich gut denken.

Der Hammer – besonders am WE läuft nachts Security alle Flure regelmäßig ab und schaut über die Kameras, ob alles easy ist. Das gibt ein angenehmes Gefühl. Schließlich ist auf dem Kiez gerade richtig was los. Gegen 01:15 entdecke ich auf dem „Heimweg“ einen Bodyguard auf meiner Etage und frage allen ernstes, ob das Wort Sicherheit nur so auf seinem T-Shirt stehe oder ob er wirklich ein Ordnungshüter sei: „Wir patrouillieren bis morgens um 8 jede Etage ab und achten darauf, dass alles läuft…“

Und das alles in der Economy-Class, für zwei Sterne? Was erwartet mich dann bei Dreien?




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