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Film-Tipp: Tennis-Drama um Björn Borg und John McEnroe 

ICH habe einen tollen Blu-ray – Tipp für euch!
Genau dieses Match habe ich gesehen! Live, im West-TV! Ich kann mich an diese Sensation noch genau erinnern, denn solche Highlights waren wirklich Mangelware. 

Ob US-Open, Wimbledon, Grand Slam oder Australien Open – ich schaue heute noch gerne Tennis.
Zu Zeiten des angehenden Becker-Booms trafen Björn Borg und John McEnroe einige Male aufeinander.
Was ich daran noch weiß, ist einer der schlechtesten Kommentatoren, der besonders während einiger Becker-Lendl-Spiele im Deutschen TV damals schon nervte. Das, was der nun endlich abgetretene Beckmann für den Fußball war, stellte nicht Gerd Szepanski dar. Wenn man nämlich Glück hatte, dann bekam man ihn, hatten wir alle Pech, dann gab es eine der langweiligsten Schnarchnasen der West-Tv-Geschichte, die uns vor das Gehör gesetzt wurde! Sowas hat zu der Zeit schon viel kaputt gemacht. Und dieses Thema ist heute, gerade im Ballsport oder sogar im Eishockey, immer noch ein sehr großes: Eurosport war da z. B. zur Winter-Olympiade großartig, ARD/ZDF (mit Tom Bartels und Co) nur Mittelklasse. Zu (damals) PREMIERE oder heute SKY umschalten ging deshalb nicht, weil es diese Bezahl-Kanäle um die 80-er Jahre nicht gab…

Dazu kommt ja, dass ich mir genau dieses (Film)Match noch einmal auf youtube angesehen habe, allerdings mit amerikanischem Kommentar. Das wirkt heute noch so dramatisch und cool, eben wie im Film. Die haben es einfach drauf!

Erschreckend realistisch kommen die gespielten Charaktere an die Originale heran. BORG und seine Frau siehen so echt aus, dass ich denken könnte, die Regisseure haben sich wirklich in die Zeit von damals zurückgebeamt. Abgeleuchtet werden außerdem das Umfeld der beiden Spieler, wie die persönlichen Konflikte, die sich um sie herum bildeten. Der Knaller dabei ist einfach die Druckbewältigung, deren die Profis ausgesetzt waren und die es mit Hilfe von Trainern oder Psychologen zu bewältigen galt. Während Borg in der Jugend verdammt wild und ungezügelt war, zeigte genau das McEnroe als Erwachsener auf dem Spielfeld immer noch. Die Fluchszenen und Beleidigungen schienen, auch auf den Pressekonferenzen, oft kein Ende zu nehmen. Teilweise ist das in der Verfilmung gut umgesetzt worden. Die Gesten und Handlungen sind wirklich wiederzuerkennen. Einige Ballwechsel sind genauso nachgespielt worden, wie es sie damals gegeben hat.

Das Grand Slam Turnier in London gilt als eines der größten Sportereignisse weltweit. Packend erzählt BORG/McENROE die wahre Geschichte der beiden Tennislegenden Björn Borg und John McEnroe, die sich 1980 auf dem prestigeträchtigen Rasen ein bis heute unvergessenes und als eines der besten Spiele aller Zeiten geltendes Match lieferten.

1980: Das traditionsreichste Tennisturnier, die Wimbledon Championships, steht vor der Tür und für den besten Tennisspieler der Welt soll es ein Triumphzug werden. Björn Borg (Sverrir Gudnason) kann zum fünften Mal den Titel holen. Jedoch hat seine lange, schon im Kindesalter begonnene Karriere Spuren hinterlassen. Obwohl er erst 24 Jahre alt ist, fühlt Borg sich erschöpft und ausgebrannt, leidet unter Ängsten. Davon ist John McEnroe (Shia LaBeouf) noch weit entfernt.

Der 20jährige aufstrebende Star will Borg vom Thron stürzen und ist fest entschlossen, Wimbledon zu gewinnen. Doch mehr und mehr fühlt er sich, ebenso wie Borg, als wäre er in einem Käfig gefangen. In der Öffentlichkeit sorgt McEnroes aufbrausendes Temperament immer wieder für Schlagzeilen und die Medien stilisieren den Zweikampf immer weiter hoch: der coole Borg gegen den verzogenen McEnroe. Nach und nach müssen die beiden Gegner erkennen, dass ausgerechnet ihr größter Rivale der einzige sein könnte, der versteht, was sie durchleiden…

Seit Februar auf DVD und Blu-ray
sehenswertes Tennis-Drama



  1. Rudi

    Wer das Match „BORG / McENROE“ sieht muss unweigerlich an

    Battle of the Sexes – Gegen jede Regel 2017 denken. Ein Film der an die Schlacht der Geschlechter auf dem Court, beeindruckend, mit herausragenden Schauspieler erinnert. Wer dieses Match nicht gesehen hat kann es hier erleben.

    1973 befindet sich die Profi-Tennisspielerin Billie Jean King als Weltranglistenerste auf dem vorläufigen Höhepunkt ihrer Karriere. Doch die vielen Turniersiege und der Ruhm sind nicht alles für sie, denn King, setzt sich außerdem mit Vehemenz für die Gleichberechtigung von Frauen ein. Bobby Riggs hingegen hat seine besten Jahre schon lange hinter sich und außerdem mit seinem Chauvinismus zu kämpfen. Der ehemalige Champion möchte es noch einmal wissen und den Ruhm alter Tage wieder aufleben lassen. Dazu ist er sogar bereit, seine ganze Reputation aufs Spiel zu setzen. In der Öffentlichkeit vertritt er bezüglich der Geschlechterdebatte die entgegensetzte Meinung zu der von King und so kommt es zum unvermeidlichen Zusammenprall in einem Tennismatch der Geschlechter, das als „Battle Of The Sexes“ in die Geschichte eingehen soll.


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