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Flashdance-Premiere – ein Muss für Musical-Fans!

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Das hat geflasht!!

Flashdance-Premiere. Hamburg, Mehr!Theater.
Dieses Musical ist einfach 80-er, eine Wucht! Es hat Liebe, Leidenschaft, Drama, tolle TänzerInnen, starke Stimmen und Musik, Musik, Musik – eben alles, was eine gute Geschichte, die live und vom Orchester begleitet wird, braucht. 
Gleich, so ziemlich am Anfang schon, ist das Tanzen erlaubt, hebt es mich fast aus meinem Sessel. Aber am Ende hält es niemanden mehr auf den Sitzen. Das „Vortanzen“ von „Alex“ hat sogar bei mir eine Gänsehaut ausgelöst, die ich nicht kontrollieren konnte. Das ist ein sehr gutes Zeichen.

Eine echte Überraschung: Ein A-Promi mischte den kompletten Blauen Teppich auf – Lilly Becker tauchte auf einmal mit Freundin Shermine Shahrivar auf. Plötzlich waren sie da und alles stürzte sich auf die Noch-Ehefrau von Boris, kurz nach dem Unterhaltsstreit, der verhandelt wird. „Mir geht es gut. Jetzt muss ich erstmal durchatmen…“, sagte sie zu RTL.

Und darum sage ich – ALLE Daumen hoch für Flashdance.
Und gerade deshalb, weil sich die Hauptdarstellerin ein paar Tage zuvor verletzt hatte, und ein Ersatz einspringen musste, der wunderbar funktionierte…!

So unterschiedlich sind Geschmäcker.
Das sieht die MOPO ganz anders. Was die da für ne Kritik abließ, kann ich gar nicht nachvollziehen. Was hat der „Reporter“ für ein Musical gesehen oder kennt er die Umsetzungen von Titanik und Co. nicht? Die Länge geht voll in Ordnung und füllt einen Abend gut, die Inszenierung ist klasse und die Besetzung geht ebenso ok. Denn sogar in der Pause sprachen mich Zuschauer an, ob ich wissen würde, wer diese eine bekannte und besondere Stimme sei… Ich wusste es:
Sie wollte einen Cowboy als Mann, brillierte als vergessene Stummfilmdiva Norma Desmond in der Lübecker Inszenierung von Andrew Lloyd Webbers Meisterwerk Sunset Boulevard und steht ab jetzt, 2018, wieder auf der Musical-Bühne: Für die Spielzeit in Hamburg übernimmt Sängerin und MusicalStar Gitte Haenning die Rolle der Hannah in FLASHDANCE – DAS MUSICAL in der Erstbesetzung.

Ob diese Mode in den 80-ern so gewesen ist? Blanka Luz jedenfalls, findet´s.

Das, mit gefühlt einfachen Mitteln umgesetzte Bühnenbild ist so schnell und rasant wandelbar, in diesem Tempo habe ich es noch nie gesehen. Und als kleiner Musical-Spezialist, der Rocky, König der Löwen, Hinterm Horizont, von und mit Udo Lindenberg, oder auch Kinky Boots, Cats und Co. gesehen hat, weiß er, wovon er spricht. Zwar tauchten ein paar Minifehler in der LED-Wand auf, wenn es zügig von der Fabrik in die Wohnung von Alex oder von dort in Harrys Club geht, die allerdings störten nicht oder fielen kaum auf. Denn das Tempo, mit dem die alten, musikalischen Klassiker abgedonnert wurden, machten alles wett. Das große Finale ist daher einfach traumhaft 80-er und lässt viele andere alt aussehen!

Wann kommt Harry Belafontes BEAT STREET als Musical auf die Bühne?

Erscheinungsjahr Film: 1983 – und 35 Jahre danach erobert das Flashdance-Feeling die deutschen Theater-Bühnen!
Weltpremiere des Musicals: Juli 2008 im Royal Theatre Plymouth – 10 Jahre nach der Welturaufführung kommt das Musical als modernisierte Inszenierung nach Deutschland.
What a Feeling! Den Film kennen (fast) alle, aber jetzt kommt das Musical nach Hamburg. Und genau das soll auch der Unterschied sein: Die Story wird zwar vom Inhalt her nachgespielt, aber als ein Musiktheater – Flashdance hatte mit Gitte Haenning eine tolle Premiere in der Hansestadt und tourt durch weitere Städte. 

Lilly Becker auf der Premiere Flashdance in Hamburg: „Mir geht es gut…!“

Die große PV zu diesem tollen Event gab es schon Ende Januar. Da haben wir alle aber Sch(w)ein gehabt, dass eine frische und junge Agentur dieses Musical-Event betreut, nämlich 2Entertain Germany und kein alter Hase! „Warum sich Stage Entertainment nicht die Rechte an diesem Stück gesichert hat, wissen wir nicht, das ist natürlich Glück für uns!“, so einer der Veranstalter auf der Pressekonferenz. Darum sind auch Vicky Nöjesproduktion glücklich, dass sie mindestens bis 2020 in Deutschland mit Flashdance unterwegs sein werden. Das erfreut ungemein und darum gab es auch eine tolle Pressekonferenz, auf der alle Fragen zum neuen Start des Musicals in Hamburg und Deutschland geklärt und professionell beantwortet wurden. Einen kurzen Ausschnitt LIVE gab es ebenso zu sehen. Das war schon großes Kino, was da on Stage gebracht wird!

Die berühmte Wasser-Szene aus Flashdance.

Denn 1984 muss es gewesen sein, als dieser Film auch bei uns in der Ostzone, ebenso wie Beat Street, der durch Harry Belafonte erst die Erlaubnis erhielt, in den Kinos laufen zu dürfen. Auf Videokassette sah ich ihn Anfang der Neunziger auf jeden Fall und erinnere mich, natürlich auch die Tanzszene mit dem Wasserfall!

Gitte Haenning auf der Pressekonferenz zu Flashdance, welches in Hamburg im September Premiere haben soll.

Gitte Haenning auf der Pressekonferenz zu Flashdance, welches in Hamburg im September Premiere hatte.

Dirty Dancing habe ich als Musical in Hamburg gesehen. Da war genau das Problem, was auf der Pressekonferenz angesprochen wurde; der Film wurde auf der Bühne nachgespielt. Und das habe ich gemerkt. Da nickte in den Reihen vor mir der ein oder andere mal eben ein. Wie auch das Stück „Titanic„, versank auch dieses Stück ebenso in der Bedeutungslosigkeit. Das soll bei Flashdance anders sein. Und darauf habe ich mich sehr gefreut.

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FLASHDANCE gehört zu den Kultfilmen der 80er Jahre, der das Genre des Tanzfilms nachhaltig geprägt hat. Eingängige Disco-Klassiker wie Flashdance – What a Feeling, Gloria und Maniac in Verbindung mit aufregenden Tanzszenen und der Geschichte eines Traums ziehen auch über 35 Jahre nach seiner Kinopremiere 1983 Jung und Alt in ihren Bann. Die mitreißende Bühnenadaption des Films von Adrian Lyne mit Songs von Produzent Giorgio Moroder und Keith Forsey, die für den Titelsong sowohl einen Oscar sowie einen Grammy erhielten, kommt jetzt als moderne Bühnenadaption auf Tournee nach Deutschland, präsentiert von 2Entertain Germany und in Co-Produktion mit Vickey Nöjesproduktion. Sänger und Songschreiber Tom Hadley (Spandau Ballet) und Filmregisseur Robert Cary schrieben das Buch zu FLASHDANCE – DAS MUSICAL, die ergänzend komponierte Musik stammt aus der Feder von Robbie Roth, für die Songtexte zeichnen sich Robbie Roth und Robert Cary verantwortlich. Für die schwedische Produktion, die 2014 bis 2015 in Stockholm zu sehen war, wurde die Originalversion, die 2008 in England Premiere hatte, überarbeitet, technisch modernisiert. Mit zeitgemäßen Tanzsequenzen und neuen, technischen Raffinessen ausgestattet, holt diese Show nicht nur den Fan der 80er Jahre, ab, sondern bringt Musical-Fans jeden Alters zusammen.

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Szene aus Flashdance bei der Premiere in Hamburg/Mehr!Theater.

Hannah ist die Mentorin der Hauptfigur Alex Owens. Eine Frau, geboren um zu Tanzen, und obwohl sie schon in den 70ern ist, ist ihre Leidenschaft und ihre Wärme dem Tanzen gegenüber ungebrochen – trotz dem einen oder anderen körperlichen Makel. Alex und Hannah lernen sich kennen als Alex zarte 9 Jahre ist und auf einer Schulaufführung auftritt. Hannah erkennt sofort das tänzerische Talent, das in diesem Mädchen schläft und geweckt werden muss.

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Sie selbst ist derzeit als Tanzlehrerin auf Tournee durch die Lande und entschließt sie Alex ein Darlehen zu geben, damit sie Johnstown verlassen kann. Es entwickelt sich eine schon fast familiäre Beziehung zwischen den beiden. Der Charakter der Hannah sprüht vor Humor und besticht durch die bodenständige Sichtweise, die sie an Alex weitergibt.

Am 20.09.2018 war Premiere, im Mehr! Theater und läuft nur kurz bis zum 10.10.2018.

Unser Fazit


Inszenierung
9
Choreografie
8.9
Musik
9
Gesang
8.9
Stimmung
9.2