Handbrot

Handbrotzeit – Warum dieses Rezept so beliebt ist

Es ist Handbrotzeit. EINEN Tag lang durfte ich bei der Produktion auf dem DEICHBRAND-Festival hinter den Kulissen mithelfen, wenn die beliebten Semmeln hergestellt werden. Schließlich bin ich als gelernter Bäcker verdammt neugierig und frage mich, warum dieses Brötchen seit Jahren so populär ist, interessiere mich für die Produktion und das, was da drin steckt. Aber auch das Nachmachen habe ich für mich entdeckt und will den Sattmacher in den eigenen vier Wänden haben:

Funktioniert das? Ich verfolge seit Jahren sehr konkret und Aufmerksam, besonders seit 2017, diese Backware und glaube, das Original stammt, wie auch die Thüringer Bratwurst, mal wieder aus Dresden, dem tiefstem Osten. Und warum dieses Produkt, nicht nur an Weihnachten sondern auch zur Festival-Saison so erfolgreich ist, die Leute hier jeden Tag Schlangestehen, um eines der warmen und dicken Brötchen, für mittlerweile 5,-€ zu kaufen, will ich ergründen.

Der Teig ist zum bearbeiten servierfertig.

(2017-2019). Handbrotzeit lud mich als Redakteur ein, mein Brötchen selbst zu backen: Der Teig ist zum bearbeiten servierfertig.

Essen aus ´m Laster, Burger vom Holzofen-Grill oder Brötchen aus einer echten Bäckerei auf Rädern – die Handbrotzeit gibt das Gebäck als den bekannten Klassiker: mit Schinken/Käse oder einer Champignons raus.
Ich bin einen ganzen Tag lang Praktikant bei einem Frischluftbäcker und schaue den Profis über die Schulter und packe auch selbst mit an, mache Teige, schneide den Käse richtig zu und träufele den Speck auf die „Rohlinge“, bevor die Dinger in den den geschoben werden. Knusprig gebacken kommen die fertigen Produkte wieder heraus und werden sofort verkauft.

Was ist das Geheimnis dieser Art an Bäckerei, ist es der Name, was so viele Feinschmecker auf vielen Festivals anlockt und täglich wechgehen, wie warme Semmeln?

Deichbrand 2018. Rein und raus mit dem Shit: In dem Handbrotzeitstand versuchte ich mich in meinem zuerst erlerntem Beruf: Bäcker!

Die handbrotzeit für zuhause?

Gar nicht so einfach. Zuhause das Zeug selbst zu machen, damit nicht immer angestanden werden muss, macht weniger Spaß, als es direkt auf einem Festival oder auf einem der Weihnachtsmärkte (SCHWERIN) zu genießen.

Teige sind auch meine Spezialität, als gelernter Bäcker kann ich mir mein eigenes Brötchen bei der Handbrotzeit machen.

Roggen einer guten Hausmarke,

…nehmen, dann den Teig in einer Schüssel zum Mischbrot kneten lassen. 45 Minuten abdecken, also ziehen lassen und anfangen zu formen. Dazu Mehl benutzen.
Dann den Schinken schneiden und die Baconwürfen anbraten. Jetzt alles, auch den Käse auf dem Brot verteilen. Den Klopper zusammenrollen, auf das Backbrett legen, nicht vergessen zu schneiden, auch Schlitze reinmachen, damit alles rauskriechen kann und dann in den Backofen schieben. Am Anfang natürlich mit 220°C backen, später ein wenig runter, auf 200°C gehen.
Und schwupps, fertig ist das Handbrot!

Die Dinger gehen täglich wech, wie warme Semmeln...

Am Festival-Stand. Die Dinger gehen täglich wech, wie warme Semmeln…

Es ist Handbrot-Zeit: Creme fresh dazu oben drauf und servierfertig ist mein erstes, selbstgemachtes Handbrot. WOW

Wir sind Überzeugungstäter, glücklich wenn es schmeckt. Wir wollen einen Laden, den Ihr gern besucht und in dem wir gerne arbeiten.
Alle unsere Speisen werden in unserer Ideenküche zusammen gedacht und frisch zubereitet. Wenn möglich verwenden wir Rohstoffe und Produkte aus regionaler Herstellung und arbeiten mit lokalen Unternehmen zusammen. Die meisten unserer Verpackungen sind biologisch abbaubar, die Brotschachteln bestehen aus Zuckerrohrfasern, Salatschüsseln aus Maisstärke, den Strom liefert Greenpeace Energy.“, so einer der Mitarbeiter zu mir.

Handbrotzeit in Leipzig

Wer das ganze Jahr, außerhalb der Festival-Saison, Handbrot essen möchte, muss nach Leipzig fahren. Dort, in der Nikolaistraße 12–14, findet ihr den einzigen und echten Laden, der seit 2013 täglich geöffnet hat. Bis April 2020 haben wir noch die Chance, in dieser Bastion Handbrot zu essen. Dann ist dort, vor Ort erstmal Schluss.
Wenn ich mal wieder dort bin, dann schaue ich vorbei!