Handbrot

Handbrotzeit – Warum dieses Rezept so beliebt ist

Es ist Handbrotzeit. Ich glaube, das Original stammt, wie auch die Thüringer Bratwurst, mal wieder aus Dresden, dem tiefstem Osten. Und warum dieses Produkt, nicht nur an Weihnachten so erfolgreich ist, die Leute hier jeden Tag auf Festivals Schlangestehen, um eines der warmen und dicken Brötchen, für mittlerweile 5,-€ zu kaufen, will ich ergründen. 

Essen aus ´m Laster, Burger vom Holzofen-Grill oder Brötchen aus einer echten Bäckerei auf Rädern – die Handbrotzeit gibt das Gebäck als den bekannten Klassiker: mit Schinken/Käse oder einer Champignons raus. Ich bin einen ganzen Tag lang Praktikant bei einem Frischluftbäcker und schaue den Profis über die Schulter und packe auch selbst mit an, mache Teige, schneide den Käse richtig zu und träufele den Speck auf die „Rohlinge“, bevor die Dinger in den den geschoben werden. Knusprig gebacken kommen die fertigen Produkte wieder heraus und werden sofort verkauft.

Der Teig ist zum bearbeiten servierfertig.

Der Teig ist zum bearbeiten servierfertig.

Was ist das Geheimnis dieser Art an Bäckerei, ist es der Name, was so viele Feinschmecker auf vielen Festivals anlockt und täglich wechgehen, wie warme Semmeln? Ich habe da mal versucht, hinter die Kulissen zu schauen. Oder besser, Zuhause das Zeug selbst zu machen, damit ich nicht immer anstehen muss…Ich, als gelernter Bäcker, interessiere mich für die Produktion und das, was da drin steckt. Aber auch das Nachmachen habe ich für mich entdeckt und will den Sattmacher in den eigenen vier Wänden haben.

Roggen einer günstigen Hausmarke, den Teig in einer Schüssel zum Mischbrot kneten lassen. Dann 45 Minuten abdecken, also ziehen lassen und anfangen zu formen. Dazu Mehl benutzen.
Dann den Schinken schneiden und die Baconwürfen anbraten. Jetzt alles, auch den Käse auf dem Brot verteilen. Den Klopper zusammenrollen, auf das Backbrett legen, nicht vergessen zu schneiden, auch Schlitze reinmachen, damit alles rauskriechen kann und dann in den Backofen schieben. Am Anfang natürlich mit 220°C backen, später ein wenig runter, auf 200°C gehen.
Und schwupps, fertig ist das Handbrot!

Die Dinger gehen täglich wech, wie warme Semmeln...

Die Dinger gehen täglich wech, wie warme Semmeln…

Es ist Zeit – Creme fresh dazu oben drauf und servierfertig ist mein erstes, selbstgemachtes Handbrot.

Wir sind Überzeugungstäter, glücklich wenn es schmeckt. Wir wollen einen Laden, den Ihr gern besucht und in dem wir gerne arbeiten.
Alle unsere Speisen werden in unserer Ideenküche zusammen gedacht und frisch zubereitet. Wenn möglich verwenden wir Rohstoffe und Produkte aus regionaler Herstellung und arbeiten mit lokalen Unternehmen zusammen. Die meisten unserer Verpackungen sind biologisch abbaubar, die Brotschachteln bestehen aus Zuckerrohrfasern, Salatschüsseln aus Maisstärke, den Strom liefert Greenpeace Energy.“

Wer das ganze Jahr, außerhalb der Festival-Saison, Handbrot essen möchte, muss nach Leipzig fahren. Dort, in der Nikolaistraße 12–14, findet ihr den einzigen und echten Laden, der seit 2013 täglich geöffnet hat. Wenn ich mal wieder dort bin, dann schaue ich vorbei!