Ist der „JOKER“ wirklich so brutal, wie es verkauft wird?

CinemaxX Hamburg, Mittwochabend, 09. 10., 20:30, Vor-Premiere.
Hallo, Guten Tag. Darf ich was zum Film „JOKER“ sagen, ja? ICH bin nicht aus dem Kino gelaufen und wartete brav auf die bösen Stellen, die zum Verlassen des Saales führen sollten. Aber sie kamen nicht.

Auf jeden Fall legte diese Geschichte einen der besten Kinostart eines Oktober hin und sorgte bei Will Smith´s „Gemini Man“ für wohl eher schlechte Laune, wenn man die Einspielergebnisse beider Filme zugrunde legt.

Ob der Joker überforderte, was die Kinobesucher dazu sagen und wie ich den Film fand:

Film-Kritik: „Joker“

Und zwar bin ich der Meinung, dass sich die US-Boys mit Blumen pflanzen, anstatt mit Waffen putzen beschäftigen sollten. Denn wer bei so einem Film Paranoia schiebt und erwartet, dass die Killer nun massenweise die Kinos stürmen, um während der Vorstellung abzudrücken, irrt doch gewaltig! Eher sehe ich solche Meldungen als einen uncool-billigen PR-Gag, der nicht funktioniert.

Die Realität mit der „Jagd auf Juden“, mit dem zur fast selben Zeit stattfindendem Attentat/Amoklaufes eines Einzelgängers in Halle/Saale, mit der der Schütze den Holocaust offiziell verleugnet hat, holte uns eher viel schneller ein, als es uns lieb war. Während der Feierlichkeiten in Leipzig, zum geglückten Mauerfall vor 30 Jahren, machten diese News die Runde, spülten alle Nachrichtensendungen damit durch.

Joaquin Phoenix als der „Joker„.

Denn JOHN WICK oder

Das Schweigen der Lämmer, mit Anthony Hopkins, haben uns viel mehr erzittern lassen, als dieser Kurz-Lebenslauf von Arthur Fleck. Mit einer großen Ausnahme vom Schicksal von Natascha Kampusch, ist nach mehrfacher Ausstrahlung von Hannibal Lecter auch keiner losgelaufen und hat um sich geballert oder Leute von der Straße geklaut, um sie in einem Dreckloch verrecken zu lassen. DER GOLDENE HANDSCHUH, in dem als eher B-Movie und „Heimatfilm“ hergestellte Kracher, indem ja nun wirklich gemetzelt wurde, bis die Ärzte oder die Putzfrauen kamen, war da ebenso wesentlich brutaler und härter zugleich. Ist davor jemand weggelaufen? NEIN, nicht wirklich. Zwar bin ich bei diesem Fatih Akin-Thriller zwei Mal Bier holen gegangen, weil es wirklich ekelig wurde. Augen verschließen geht trotzdem nicht.
Daher ist dieser derzeitige Trubel um diese Story, wie der JOKER zu dem geworden ist, was er ist, verdammt ernst und lächerlich übertrieben, wenn wir Vergleiche mit anderen Produktionen anstellen!

Der „Joker“ tanzt.

Was Kinobesucher  sagen

Daher brauchte ich noch nicht mal Kinobesucher zu befragen, sondern einfach nur auf der Straße, vor dem CinemaxX Dammtor die Ohren zu spitzen, wenn sich die Zuschauer über dieses Thema unterhalten haben: „Wann wärst Du denn aus dem Kino gelaufen…“, fragt der Eine. Er, der Andere: „Gar nicht!“

Wie auch.

Etwa, als Arthur seine kranke Mutter im Hospital mit einem Kissen erstickt oder später den Talkmaster Franklin (Robert DeNiro) – der ihn kurz zuvor verspottete, dann in seine Show einlud und provokante Fragen stellte – während einer Live-Sendung erschießt? Wie lächerlich…
Kurz zuvor outet er sich vor dem Publikum und erzählt, drei Menschen in der U-Bahn gekillt zu haben. Allerdings geht dieses Geständnis durch diese Nebenläufigkeit fast unter, weil das Morden ein großes Geschäft des Kinos ist.

Hat der JOKER im Kino überfordert?

Sicher, der Film war nicht schlecht, eine gute Psychostudie eines kranken Mannes, der Hilfe gesucht hat, kaum welche bekam, weil die städtischen Gelder in diesen Bereichen nach und nach gestrichen wurden.
Nicht zuletzt durch den Schauspieler, Joaquin Phoenix, der extra für die Rolle 25 Kilo purzeln lassen haben soll, bekommt das Ganze eine unglaublich-erschreckende Würze. Diese sprichwörtliche Abmagerung wirkt tatsächlich so grausam echt, weil allein sein nude body, besonders nach der ersten Prügelei, sehr befleckt und verformt aussieht. Fettgegelte Haare, sein krass-verwegenes Gesicht, die aufgemalte „Maske“ und die damit erstellte Ausstrahlung tun ihr übriges, um diesen Charakter (er)leben zu lassen.
Dazu kommt diese Art und Weise der Abneigung und Ablehnung (s)einer Person, die der „Party-Clown“ immer wieder erfährt und seine Seele weiter zerstören lässt.

Warum Arthur unter uns ist

Dieser Ignoranz, der wir in allen Schichten der Menschen in Hamburg begegnen und der wir täglich ausgesetzt sind, ist nicht zu leugnen. Daher sollte man aufpassen, was man wem wie antut. Vielleicht dreht ja doch mal einer so durch, wie der Joker und läuft Amok. Und genau das ist der Punkt. Wo hat denn was an diesem Film überfordert? Eher war konsequent und glasklar nachvollziehbar, warum der arme Kerl so gehandelt hat, wie er es tat.

Passt auf, Arthur ist unter uns! Die große Unterstützung der Menschen, die er am Ende während der Befreiung aus dem Polizeiauto erfährt, spricht deshalb eine ängstliche Sprache – der „Joker“ ist NICHT allein!
Kritik ENDE.

JOKER – das Hauptplakat.

Die Story um den Joker

Für immer allein in der Menge, sucht Arthur Fleck nach Anschluss. Doch während er die verrußten Straßen von Gotham City durchstreift und mit den graffitiverschmierten Zügen des Transitverkehrs durch eine feindselige Stadt voller Spaltung und Unzufriedenheit fährt, trägt Arthur zwei Masken. Die eine malt er sich täglich für seine Arbeit als Clown auf. Die andere kann er niemals ablegen; sie ist die Verkleidung, die er trägt, in seinem vergeblichen Versuch, sich als Teil der Welt um ihn herum zu fühlen und nicht wie der missverstandene Mann, den das Leben immer wieder niederstreckt. Aufgewachsen ohne Vater, hat Arthur eine zerbrechliche Mutter, zweifellos seine beste Freundin, die ihm den Kosenamen Happy gab. Dieser Spitzname brachte in Arthur ein Lächeln hervor, das allen Schmerz dahinter zu verbergen weiß. Doch jedes Mal, wenn er von Teenagern auf der Straße drangsaliert, von Anzugträgern in der U-Bahn verspottet oder einfach nur von seinen Arbeitskollegen gehänselt wird, entfernt sich der soziale Außenseiter einen Schritt weiter von seinen Mitmenschen.

Joaquin Phoenix spielt den „Joker„, der wegen seiner Krankheit Lach-Krämpfe bekommt!

Todd Phillips ist Regisseur,

Co-Autor und Produzent von „Joker“, der originalen Vision des Filmemachers von dem berühmt-berüchtigten DC-Schurken; eine Ursprungsgeschichte durchdrungen von den traditionelleren Mythologien der Figur, aber dennoch deutlich außerhalb dieser liegend. Phillips‘ Studie über Arthur Fleck, eindringlich porträtiert von Joaquin Phoenix, zeigt einen Mann, der darum kämpft, in Gothams zerrütteter Gesellschaft seinen Weg zu finden. Sehnsüchtig danach, das Glück auf seine Seite zu ziehen, versucht er sich als Stand-up-Comedian. Doch schnell findet er heraus, dass jeder Scherz stets auf seine Kosten zu gehen scheint. Eine düstere, allegorische Charakterstudie, in der Arthur – gefangen in einer Abwärtsspirale aus Gleichgültigkeit und Grausamkeit und letztlich Verrat – eine Fehlentscheidung nach der anderen trifft, die zu einer Kettenreaktion von eskalierenden Ereignissen führen.

Joaquin Phoenix spielt den „Joker„.

Der dreimal für einen Oscar(R) nominierte

…Phoenix („The Master“, „Walk the Line“, „Gladiator“) spielt die
Titelrolle an der Seite des Oscar-Preisträgers Robert De Niro(„Wie ein wilder Stier“, „Der Pate: Teil II“). Weitere Rollen übernehmen Zazie Beetz (TV-Serie „Atlanta“, „Deadpool 2″), Frances Conroy (TV-Serie „American Horror Story“, Hulu-Serie „Castle Rock“), Brett Cullen („42 – Die wahre Geschichte einer Sportlegende“, Netflix-Serie „Narcos“), Glenn Fleshler (TV-Serie „Billions“, „Barry“), Bill Camp („Red Sparrow“, „Molly’s Game: Alles auf eine Karte“), Shea Whigham („Aufbruch zum Mond“, „Kong: Skull Island“), Marc Maron (TV-Serie „Maron“, „GLOW“), Douglas Hodge („Red Sparrow“, TV-Serie „Penny Dreadful“), Josh Pais (der demnächst anlaufende „Motherless Brooklyn“, „Abgang mit Stil“) und Leigh Gill (HBO-Serie „Game of Thrones“).

The „Joker“ und der Showmaster Franklin (Robert DeNiro)

Oscar-Kandidat Phillips

…(„Borat“, „Hangover“-Trilogie) inszenierte nach einem Drehbuch, das er gemeinsam mit dem für einen Oscar nominierten Autor Scott Silver („The Fighter“) schrieb, basierend auf den DC-Charakteren. Die Produktion verantworteten Phillips und Oscar-Kandidat Bradley Cooper („A Star Is Born“, „American Sniper“) unter ihrem Joint Effort Banner und Oscar-Kandidatin Emma Tillinger Koskoff („The Wolf of Wall Street“). Michael E. Uslan, Walter Hamada, Aaron L. Gilbert, Joseph Garner, Richard Baratta und Bruce Berman waren als Executive Producers beteiligt.

Zum kreativen Team

…von Phillips gehörten Kameramann Lawrence Sher („Godzilla II: King of the Monsters“, „Hangover“-Trilogie), Produktionsdesigner Mark Friedberg („Beale Street“, „Selma“), Filmeditor Jeff Groth („War Dogs“, „Hangover 3″) und der mit einem Oscar ausgezeichnete Kostümdesigner Mark Bridges („Der seidene Faden“, „The Artist“). Die Musik stammt von Hildur Guðnadóttir (HBO-Serie „Chernobyl“, „Sicario 2″).

Warner Bros. Pictures präsentiert zusammen mit Village Roadshow Pictures, zusammen mit BRON Creative, eine Joint Effort Produktion, einen Todd Phillips Film, „Joker“. Der Film startet am 10. Oktober 2019 in den deutschen Kinos. Den Verleih übernimmt Warner Bros. Pictures Germany, a division of Warner Bros. Entertainment GmbH.