Justin Timberlake

Tourende: Justin Timberlake – mit 3D-Bühne Arena gerockt

Justin Timberlake beendete seine „Man of the Woods“-Welttournee und ich war dabei. Im Sommer 2018. Presse war so gut wie untersagt, aber da mussten dann eben die Handys herhalten, um den Star auch nach außen zu tragen. 2014 feierte Timberlake sogar bei seinem damaligen Deutschland-Auftakt in einem Kölner Nachtclub und gab 3000,-€ Trinkgeld! Wow. Einfach krass…
Warum es 2019 dieser Bericht seines Super-Gigs noch einmal auf die erste Seite geschafft hat? Weil das Konzert in Hamburg, mit ein paar groben Abstrichen, das Beste des Jahres 2018 war:

Hamburg, 08.08.2018.
Justin Timberlake in the town!! Eine irre 3D-Show, die technisch wirklich grandios war, ein Sound, der höchstens nur Mittelmaß erreichte und billige Teuer-Tickets vor der Tür, die mitten drin erlaubten – das war schon mega!

STRIKE. Einige Fans trugen das rote Halstuch, welches Justin Timberlake bei seinem Medley auf der Pepsi Super Bowl LII Halftime Show anhatte. Musikalisch ist dieser Meister des POP´s wahrscheinlich das Beste und Abwechslungsreichste, was es derzeit (nach Michael Jackson) auf dem Musikmarkt gibt. Ob Say Something / Midnight Summer Jam, Like I Love You, Rock your Body oder Man of the Woods – so hieß auch gleich seine aktuelle Tour – dieses Konzert hat uns alle getoucht!!! Denn dieser Mann ist immer noch ein unverschämter Performer, der außerdem an jeden einzelnen seiner Fans denkt.

Justin Timberlake in Hamburg auf der mittelstage. 

Absoluter Hamma – Diese Triple-3D-Show

21:10 ging es tatsächlich los. Die (fast) ausverkaufte Card-Arena schreit sich die Seele aus dem Leib, als die Band aufläuft. Der Sound hat auf halber Linie enttäuscht – zu laut, die Höhen zu hoch, keine Mitten am Start und die Bässe viel zu flach. Mit Ohrstöpsel ließ er sich dann trotzdem gut ertragen. Die Bühne selbst, also die erste Stage, war eigentlich gar nicht allzu groß. Eine einzige und große LED-Wand, wie es in den letzten zehn Jahren üblich war, entfällt. Cool war es deshalb, dass sich der ganze Spaß auf die volle Innenfläche der Arena verteilte, also Triple-3D! Drei megagroße und runde, unterbrochene Leinwände wurden immer wieder mal von der Decke heruntergefahren, auf denen Videos Live abliefen.

Justin Timberlake in Hamburg

Mit Innenraum-Ticket hautnah dabei

Wer ein Innenraum-Ticket hatte, so wie ich, der lebte den real (ab)laufenden Blick von vorne bis hinten, konnte überall dort dabei sein, wo auch der Moderator mit seinen Hits und neuen Songs aus seinem letzten Album hinrockte. Zwei volle Stunden tanzte sich der Superstar von der einen auf die andere und dann weiter, auf die dritte „Bühne“. Plötzlich wirbelt der Meister mit seinen Tänzern knappe 3 Meter vor mir entfernt, zum Anfassen nahe, mit einer fetten Einlage umher. Wow, was ist daaaas…? Immer wieder kommt Timberlake zu uns zurück, reicht die Hände. Immer wieder.
Irgendwann wurde es zur Hälfte der Zeit ruhiger, die Gitarren in die Hand genommen, ein echtes Lagerfeuer entfacht und Holzbänke ausgepackt. Wie in einem Wald, eben. Mit den Songs von Tracy Chapman und anderen konnten wir uns wieder abkühlen…

Video: Medley auf der Pepsi Super Bowl LII Halftime Show im Februar 2018.

Bitte noch einmal…

Kurz nach 23:oo verabschiedeten sich die US-Amerikaner nach einem verdammt schönen Auftritt und wünschten einen guten Heimweg. Ob Justin auch einen Abstecher ins Hooters auf den Kiez, so, wie Ed Sheeran machte, ist nicht bekannt. Schließlich hat der Popstar gleich zwei Tage hintereinander in Hamburg gespielt! Die Jagd war aber umsonst…
Presse, Fotografen erlaubt? Pustekuchen. Einige beklagten sich, dass sie keine Tickets mehr bekommen hätten. Man kann es auch noch vor der Tür probieren, reinzukommen. So wie ich erfuhr, soll es noch ein paar Restkarten an der Kasse gegeben haben.