Kiew.

Kiev – Die ganze Stadt ist (nicht nur) IENKI IENKI

KIEV – 30 Jahre Mauerfall. IENKI IENKI-Mode trifft auf neue, billige Plattenbauweise.
Eine Woche Kiev: WIE hat sich die Stadt verändert, wie verwirklicht sich die neue Generation, wo finde ich Tipps für Bars, Cafés und Restaurants, alte Märkte? ICH stöberte in den Straßen und suchte Menschen, die das Leben prägen, neue Orte, an denen sich die Chicks treffen und Restaurants, in denen sich die Ukrainer tummeln.

Seit dem Wegjagen des alten Präsidenten vor fünf Jahren, da explodiert die Innenstadt förmlich, was Szene-Läden, Trend-Restaurants, neue Glastürme und Wolkenkratzer betreffen.

Ich treffe durch einen interessanten Zufall Vladimir (Name geändert), der noch einen original alten Wolga fährt. Dieses alte Stück fällt zwischen all den Luxus-SUV´s, die sich durch die Straßen quälen und an den Seiten rumstehen, total auf. Auf kein Bild will er, weil sich der Ukrainer nicht als Model fühlt. Jedoch erzählt er, dass er sich kein anderes Auto leisten könne, dieser ja immer noch laufe und seine Dienste erfülle. Wenn er noch ein paar Jahre warten würde, könnte der Oldie vielleicht noch ein paar Rubel mehr Wert sein, versuche ich zu ermuntern…

Ein echter Wolga-Fahrer, der mit seinem Oldie durch Kiew fährt.

Old Kiew erlebt eine

…komplette Auferstehung. Die alten „Massage-Studios“ werden nach und nach abgerissen, an jeder Ecke werden die maroden Alt-Bauten kernsaniert, gleichzeitig ragen aus dem fernen Hintergrund neue Billig-Bauweise-Plattenbauten aus den Hinterhöfen hervor, die sich um ihr Hoheitsgebiet zu prügeln scheinen. Wie in ein Glied reihen sich in Old Kiew neue und individuelle Restaurants nebeneinander, als wenn sie in einem großen Wettbewerb miteinander stehen würden. Am liebsten hätte ich sie alle aufgesucht und ausprobiert, denn das Preis-Leistungs-Niveau ist einfach sehr gut.

2014 begannen Künstler die farblich eintönigen Wände der Häuser mit Gemälden zu übertünchen, um so ein wenig Freundlichkeit auf das triste Grau-In-Grau-Sichtfeld der Kommunisten zu bringen. Das hat was mit der Lebendigkeit der City gemacht und so ein wenig mehr Offenheit gezeigt.

Kiew. An dem Metro-Ausgang, mitten in Old Kiew, da trifft man sich zu einem Drink an der Parovoz Speak Easy. 

Die ganze Stadt ist (nicht)

…mehr nur IENKI IENKI! Der Style ändert sich. Komplett IN ist nicht mehr der, mit diesen glitzernden Daunenjacken, die mit warmhaltenden Gänsefedern ausgestopft sind, sondern besonders die jungen Mädels setzen coole Akzente mit Boots, kombiniert mit weiten Hosen oder Woll-Jacken in kack-braun Mustern und Schnitten, die man schon in den Siebzigern gerne gesehen hat.
Man findet sie sehr häufig, gerne in der Woche, an dem METRO-Ausgang 2 (Ploshcha Lva Tolstoho), so gegen oder ab 17 Uhr, auf ein Bierchen oder Cocktail der Eigenmarke im oder vor dem Parovoz Speak Easy, in der VELYKA VASYLKIVSKA str. 18.

Kiew. Das Parovoz Speak Easy. 

Die neue Generation

…trifft sich jetzt in den Trend-Cafés der Innenstadt! Gleich an der alten Bushaltestelle der Stadtion Shota Rustaveli str., gegenüber des Labels FASHIONISTA auf der anderen Straßenseite, da treffen sich die Mode-Chicks mit ihren teuren Handys, flachen Mini-Laptops und Mode-Fotografen, die ihre ausgesuchten Models in Szene setzen, in der Milk-Bar, die unter dem Restaurant TOUCH Zuhause ist. Wenn es das Herbst-Wetter zulässt, dann zeigen die Mädels, mit ihren Freundinnen, stolz bei einem Spaziergang durch den Stadt-Park, in der Nähe des Hauptbahnhofes, ihre aktuellen Klamotten-Errungenschaften…
Gleich gehts weiter, mit Kiew.