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KOVACS in Hamburg – soul is in the music

Mit Glatze, Hut und Pelzmütze – die Tigerin Sharon KOVACS steuerte, zum zweiten Mal in diesem Jahr, Hamburg an. Das Mojo, eine intimere Location als das Grünspan, eine mega Club-Atmosphäre, in der sie ihre Band aufspielen ließ. Die Bühnen-Show war neu, sie verzichtete komplett auf Bond-Songs, aber die Mystic bleibt.

Als die Vorband abbaut, wird eine Schattenwand weiter nach vorne bewegt. Die ersten Stücke werden komplett hinter dieser gespielt. Das alles ist nicht neu, jedoch sieht wirklich exotisch aus. Die mystischen Züge bleiben. So kann ich die Augen schließen und mich nur auf the voice konzentrieren.

Meine Nachbarin sah die Sängerin das erste Mal und war ein wenig verwirrt. Sie meinte, dass zu ihrer Stimme doch lieber ein Abendkleid oder eine andere Garderobe passen würde. Genau das finde ich nicht, denn diesen Stilbruch mag ich ja gerade sehr. Muss denn immer und alles in einer Norm liegen? Nein. Und außerdem ist diese Power-Frau mit Hut oder Pelzmütze ein echtes Unikat! Ihre Stimme ist einzigartig interessant. In ihr liegt so ein eleganter, rauer Sound, der mit Grace Jones und anderen Rauhbein-Künstlern zu vergleichen ist. Ich könnte ihr stundenlang zuhören, wenn sie die großen Vorbilder covert.

Als echt bondwürdig befinde ich die Sängerin mit ihrem Kurzhaarschnitt immer noch. Wie bekannt, hat nun ein anderer das Rennen um den Titelsong im neuen Agententhriller gemacht. Das macht die Niederländerin aber nur noch sympathischer.

Eine schöne Zugabe gaben sie noch, um sich mit den Worten, wie: „Mehr Songs haben wir nicht. Aber, wir kommen wieder. Gebt uns mehr Zeit, dann gibt es neues.“, zu verabschieden.

Ich mag es, wenn jemand anders ist, als die anderen. Sowas, wie KOVACS gibt es nicht noch einmal. Sie tourt gerade durch Europa, war auch in Frankreich und Belgien unterwegs.
Auf Wiedersehen. Bis zum nächsten Mal!