Rindocks-Openingklein

Polizeieinsatz und Verwirr-Buffet auf Steakhouse-Opening

Rindock´s „Lohbrügge“r Landstraße 119. Mittwoch, 29.08.

Wieder Ärger um Shelvis – krasser Polizeieinsatz wegen zu lauter Mucke, Verwirr-Buffet mit Tzatziki zum Dessert, langes Rahmenprogramm und heiße Brasilian-Dancer statt Bollywood-Tänzerinnen – so irre und echt abwechslungsreich war das Steakhouse-Opening in Hamburg-Bergedorf!

Hat dieser Stadtteil so eine Party jemals vorher gesehen? Wenn Gute-Laune-Macher Mike Washington, der nach eigener Aussage seine Lizenz für das Shalimar wieder zurückhaben soll, seinen „Freundeskreis“ zu so einem Event einlädt, kann es schonmal sein, dass es ein wenig turbulenter zugeht und Stimmungskanonen für einen Höhepunkt sorgen, der eigentlich anders gemeint war:
Wegen dem Elvis-Imitator, der sich fast genauso, nämlich Shelvis nennt, gab es zum wiederholten Mal Ärger. Erst brach er zum Inder-Opening in meiner Nachbarschaft (Eimsbüttel) vor drei Monaten seinen Auftritt wegen zu leiser Mucke einfach ab, gestern jedoch durfte er zur Nachtruhe in einem Einzugsgebiet, nach 22:00 einfach die Anlage bis zum Anschlag aufdrehen und sorgte damit für empörte Anrufe und Klagen der Anwohner! Als eine halbe Stunde später die völlig abgenervten Beamten im Dreierpack eintrafen, hielten einige Fotografen einfach drauf, mussten nach mehrfacher Aufforderung die Bilder wieder löschen: „Entweder konfiszieren wir die Kamera oder drücken Sie jetzt den Knopf Delite!“, so die Polizisten bei diesem traumatisierenden Auftreten.
Und was sagt der Entertainer selbst dazu?: „Tut mir leid, dass ich so einen Einsatz ausgelöst habe, der Veranstalter hätte die Türen schließen müssen. Aber ich habe ja wohl die Stimmung zum Siedepunkt gebracht, oder…?“

Die Gesichter mussten in Zusammenhang dieser Berichterstattung entschärft werden, denn outen will sich dann doch keiner, mit dieser Wahrheit!

Wenn ich zu einer Steakhouse-Eröffnung eingeladen werde, freue ich mich doch auf ein richtig schön gegrilltes Stück vom Rind oder was weiß ich. Es gab zwar mit einem Buffet; einer Mischung aus Reis, Kartoffeln, Rotkohl und Schwein eine sehr schmackhafte und besonders reichhaltige Tafel, das Dessert war jedoch der Verwirr-Hammer schlechthin: Zur Roten Grütze wurde Tzatziki als Vanillesoßen-Ersatz gereicht. Hmmm, lecker! Ich bin ja immer für Neues, aber das…?

Wie hat mir die Eröffnung gefallen?
Nichtsdestotrotz – der Abend war so gesehen erst einmal ein schöner Erfolg, weil außer dem interessanten Schmaus das Rahmenprogramm verdammt abwechslungsreich und der Brüller war: eine Opern-Sängerin, die sogar Klassik drauf hat, eine Band, die voll unterhaltsam war, ein Feuerspucker, brasilianische Tänzer, unser „Krawall“-Shelvis und und und. Damit kann man schon um die Häuser ziehen.

Fazit.
Gerne hätte ich diesem Haus noch eine zweite Chance gegeben um meine Google-Rezension ein wenig verbesserungswürdiger zu machen. Aber die Macher um das Rindock´s glänzten nach meiner schriftlichen Anregung eher mit billigen Beschimpfungen auf Facebook, grenzend fast an rassistischen Beleidigungen, z. B. von Mike W., Kommentare, die meinen Bart und das Medium in das Lächerliche ziehen sollten und mehr. Dazu kommt noch, dass andere „Gäste“, die nur einmal die Stube am Rothenbaum besucht haben, mir fragwürdiges Publikum, welches sich in diesen Läden aufhalten soll, bestätigten. So setzt sich langsam ein Bild zusammen. Einige haben außerdem auch vermisst, dass die Anwohner, die gleich direkt dran alles mitbekamen, keine Einladung in die Briefkästen geworfen bekommen haben. Vielleicht hätten so aber Polizeieinsätze vermieden werden können.

Die Frage, die sich hieraus für mich ergibt: Was war da eigentlich vorher drin, warum wurde an der Inneneinrichtung kaum was geändert und wie lange wird sich diese neue Nummer an Ort und Stelle halten? Ich erahne, nicht zuletzt durch die große und weitläufige Location, die einen echten Scharm eines kleinen Märchen-Schlosses hat, ein großes Potential. Wenn die Macher gleichzeitig Ahnung von Entertainment, Pressearbeit und Gastronomie haben sollten, kann ich mir vorstellen, dass dieses Steakhaus von der Umgebung und darüber hinaus angenommen werden könnte. Ansonsten sehe ich aus verschiedenen Gründen schwarz und es dürfte nach meiner Erfahrung eher schwierig werden, dieses Schiff zu schaukeln. Man muss sich schon ins Auto setzen, um dieses Ziel anzusteuern, wenn genug Anreize jemanden dazu bringen sollten, das zu tun…