Kuba – ein Kindergeburtstag mit BonBons, Kuchen, Schwein und Pool…

Kubanischer Kindergeburtstag für Französische Freundin

25.08. 2020
Cuba-CORONA-News aus erster HAND: Das, was die kommunistischen Gazetten, wie die Junge Welt berichten würden, wenn sie schrieben, dass neue Regeln oder Reformen dafür sorgen würden, die Wirtschaftskrise aufhalten zu können, solle auf gar keinen Fall stimmen, will meine französische Freundin, die immer noch vor Ort, in Havanna lebend, wissen: „Alles ist geschlossen, wir können auch NICHT zum Beach fahren und uns dort vergnügen. Im Gegenteil. Die Leute haben kein Geld…
Ich warte, dass sich die Grenzen öffnen, fliege dann deshalb erst einmal zurück nach Frankreich!“
Das schreibt die Studentin, die von der kubanischen Regierung sowas von enttäuscht zu sein scheint, dass die Überlegungen, dort überhaupt jemals wieder aufschlagen zu wollen, infrage gestellt werden…
Mein deutscher Kumpel, der eine Cubanerin geheiratet hat und regelmäßig Geld zu ihrer Mutter, auf die Sozialisten-Insel sendet, sagt genau das Gegenteil und behauptet, dass die Shops, in denen mit Valuta bezahlt werden kann, mit Waren bis zum überbersten voll seien und alles aus Mexico geliefert werden würde, was die Castro-Erben bräuchten.

012.08.2020.
Pfeift Kuba aus dem letzten Loch? Aktuelle News zur Corona-Lage:

Wenn in Hamburg vor dem Apple-Store 1000 Leute anstehen, dann gibt’s das neue I-Phone. Genau diese Situation in Havanna – dann gibt es meistens nichts zu essen. Diese kommunistische Misswirtschaft, wie es sie auch in der DDR gab, fällt den Roten Socken wieder einmal auf die Füße! Anderen, wie den USA dafür die Schuld zu geben, ist das Einfachste! So sehen es auch einige Gazetten, die auch diese jetzige Situation mit den ewigen Frasen schönreden und außerdem meinen, dass durch wieder einmal erneuerte „neue Reformen“, die im August 2020 in Kraft treten werden, genau alles für alle da sein solle, was jeder brauche. Die Wahrheit sieht anders aus:

Wir müssen immer dasselbe essen, Havanna ist erneut im geschlossenen Zustand…„. Derzeit habe ich zu meinen „Freunden“ in der Karibik durch Internet und Handys, die sie seit zwei Jahren durch die abgelegten Verbote des verstorbenen Fidel Castros haben dürfen, die ihnen also seit einiger Zeit erlaubt sind und mit denen sie selber Kommunikation in der ganzen Welt halten können, regen Informationsaustausch. Was sie mir berichten, sind wirkliche Schocker und genau das Gegenteil, was die sozialistischen Lager verbreiten. Denn CORONA macht derzeit (fast) die ganze Insel platt, wenn man den Schilderungen der Einheimischen und der seriösen TAZ glauben schenken mag, die Mitte Juli diesen Jahres noch einmal ausführlicher nachgehakt, gut recherchiert haben will…

Meine Freunde, Miguel (Habanese)

…und Carol (französische Studentin, 25, die für ein/zwei Jahre hier leben wird), denen es in Havanna durch die Blockade der USA, gepaart durch die Pandemie derzeit ein wenig schlechter ergeht, zumindestens was die Ernährung, also die Lebensmittelbeschaffung betrifft, klingen ratlos. Sie schreiben mir in einer der Nächte, in denen endlich mal das Internet funktioniert: „Wenn sie Hühnchen, Fleisch oder Waschpulver verkaufen, ist es einfach verrückt – vor dem Laden stehen ca. 200 Leute und sie gehen nicht weg, warten manchesmal den ganzen Tag lang, für Nichts..!“ Es sei gar nichts in den Märkten verfügbar, alle Regale leer. Sie hätten ein wenig Früchte, die sie sich von irgendwoher organisieren würden oder die man von den Bäumen geschüttelt hätte, wie Cocusnüsse, aber das wäre es dann gewesen. So entwickele sich ein irrer Schwarzmarkt, mit wahnsinnig erhöhten Preisen: „Unmöglich, da was zu kaufen, weil es einfach sooo teuer ist…! Wir essen immer dasselbe, Tag für Tag.“

Allerdings, und das ist neu, soll die Regierung jetzt neue Shops eingerichtet haben, in denen Kreditkartenbesitzer dort einkaufen gehen können, die sich mit Belieferungen aus Mexico, wie Tomaten, Spaghetti und sowas, eindecken können. Einheimische sollen da weiter in die Röhre schauen..: „Diese Super-Läden, in denen man besser was bekommen kann, sind kaum zu finden. Aber dadurch geht es uns jetzt ein klein wenig besser…“,sagt unsere Freundin.

Februar 2020 – EIN kubanischer Sommer in Havanna

Havanna, Januar/Februar 2020. Kurz vor den Schließungen der Flughäfen, Anfang März, kamen wir aus dem karibischen Inselstaat grade eben noch zurück. Dieser Geburtstag, den ich dort mit meinen „neuen Freunden“ erlebte, blieb mir in großer Erinnerung, von dem ich euch heute erzählen möchte:

Sie sind verspielt, der Lauteste hat immer Recht und sie sind wie erwachsene Kinder, weil sie manchmal nicht wirklich wissen, was sie tun – Kubaner. Anfang 2020 war ich kurz vor dem Lockdown, nach einer zehnjährigen Pause das erste Mal wieder im real existierenden Sozialismus als meinungsfreier Mensch da. Unter anderem verzichtete ich damals auf weitere Reisen in den Kommunismus, wegen Verfolgungswahn durch die PNR, also der kubanischen Geheimpolizei, die uns immer wieder jagte, so am normalen Aufenthalt auf der Insel zu hindern versuchte. 

Was ich dort aktuell 2020 erlebte, wird immer mal wieder durch meine Erzählungen berichtet.

Heute: Ein kubanischer Kindergeburtstag für unsere erwachsene französische Freundin.

In Havanna kann man billig reisen, wenn man die Tricks weiß, und ein One-CUC-Taxi bekommt, indem acht Leute Platz haben.

Aktuelles Vorwort:
Sie kamen mittlerweile aus der ganzen Welt nach Kuba, studierten in Havanna Tanz, Musik oder besuchten eine der „Sprachschulen“, um Spanisch zu lernen. Die Hauptstädter kommen sich so auch privat mit den „Ausländern“ näher, um die Chance zu nutzen, das Land endlich durch eine fiktive oder inszenierte „Familienzusammenführung“ verlassen zu können. Zwar ist das Reisen einfacher geworden und nach dem Tod Fidel Castros müssen die Einheimischen nicht mehr zu sehr unter ANGST und Repressalien leiden, wie es bis 2015 der heftige Fall war, jedoch ist es immer noch so, dass man als Tourist beklaut, beschimpft und bedroht wird, DROGEN den Alltag bestimmen (dazu mehr in meinen nächsten Storys). Anderseits ist die sozialistische Insel angeblich im Wandel und es sollen – wieder einmal – neue Reformen beschlossen und durchgesetzt werden, um die wirtschaftliche Krise, die JETZT schlimmer den je sein solle, überbrücken zu können.

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Der Strand von GUANABO, an dem es nur so vor Polizisten wimmelt. Sich hier frei zu bewegen, ist fast nicht möglich. Tänzer, Choreografen, Tattoo-Künstler: BD mit meinen „Freunden“ auf Kuba. Handys sind mittlerweile auch auf der Karibik-Insel Standard, nachdem der Tod Fidel Castros endlich für Lockerungen und Verbotsaufhebungen durch seinen Bruder, Raul, das Leben freier wurde!

Ein kubanischer Kindergeburtstag für unsere französische Freundin

Anfang diesen Jahres (Januar, Februar 2020) war auf KUBA von Corona-Tests keine Spur. Trotzdem ging es mir gesundheitlich sehr schlecht und es war zu vermuten, dass ich den Virus dort auskurierte.

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Mickey Mouse-Feeling: Mit meinen „Freunden“ auf Kuba: Auf einem echten Kindergeburtstag wird das Süßigkeiten-Herz heruntergerissen…

Gezwungenermaßen blieb ich in HAVANNA, der Hauptstadt des Sozialismus. Die Straßen stinken erbärmlich und, wie vor zehn, 20 oder 30 Jahren nach einem irren Ekel-Cocktail, der aus Katzenpisse, Hundescheiße (entschuldigen Sie bitte diese Ausdrücke) und Petrolium, mit denen die Autos da fahren, unfreiwillig den zusammengemixten Geruchs-Smog ausmacht, der einzuatmen ist!

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…und die BonBons und das Spielzeug muss eingesammelt werden, weil es Glück bringt…

Genau deshalb wollten wir uns einen besonderen,

…schönen Tag machen. Und zwar am „Strand von HAVANNA“, der offiziell aber in GUANABO liegt. Den erreichen wir locker mit einem ONE-CUC-TAXI, welches „nur“ in bestimmten Straßen abfährt (Insider-Tipp). Mit im Boot sind Tänzer, Theater-Leute und neuerdings auch Künstler. Apropos Art – organisiert und durchgeführt hat diesen Spaß mein dort bester einheimischer Kumpel, Miguel, der mit seinem provisorisch eingerichteten und „illegalem“ Home-Tattoo-„Studio“ mittlerweile richtig Schotter machte. Der kannte die Party-Prozedur noch aus seiner Kindheit und finanzierte das Event auch großzügig fast alleine. Und das ist genau das Stichwort: die Kubaner sind durch die Generationen und sozialistische Auf-die-Fresse-Kultur nie erwachsen geworden, sehen die Welt als eine Spielwiese an. Daher können sie so schön und unbeschwert feiern, wie sie es immer tun und taten – eben wie Kinder.

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Kuba – ein Kindergeburtstag mit BonBons, Kuchen, Schwein und Pool. Miguel, der Organisator der Show, mixt die Cocktails…

Der Kinder-Geburtstag. Die Party. Ein Tag.

Für diesen Tag wurde ein ganzes Haus am Strand gemietet, welches einen Swimmingpool hatte. Und als wenn es der Zufall so wollte, war der Vermieter für mich ein alter BEKANNTER. Denn es ist sicher vier Jahre her, da war CARLOS und die Dance-Show HAVANA-NIGHTS in Europa, auch in HAMBURG, mit ihrer witzigen Diebstahl-Story zu Gast, auf der auch ICH meine Kuba-Geschichten live und vor Publikum erzählen durfte. DIE wird es übrigens nie wieder so geben.

Die „Poolbar“ wurde sofort in Beschlag genommen, um die Früchte für die harten Cocktails in den Alk zu schnibbeln. Die Frisbee-Scheibe war das einzige und aktuelle Sportgerät, mit dem wir die spielhungrigen und laut bellenden Hunde der Haus-Herren auf Trab hielten, wenn wir das Ding langsam und gekonnt über den Pool von einem Ende zum anderen schweben ließen.
Die Mucke kam aus einer drittklassigen Bluetooth-Handy-Box, die irgendjemand mitgebracht hatte. Egal, denn es funktionierte.

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Kuba – Kindergeburtstag: Mit dem Feuerzeug wird das Werk angezündet: Dieser Kuchen ist auf der Insel sehr beliebt und wird nur zu besonderen Anlässen bestellt.

Selbst gebackener Kuchen oder lieber

…den süßen vom Bäcker in der Nebenstraße, das Schweinefleisch, schnell und durch Beziehungen aus der Fabrik geliefert, Spiele, wie: Die Reise nach JERUSALEM oder Topfschlagen machen so einen KIDS-BD für Erwachsene fast perfekt.

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Carlos, einer der Tänzer von Havana Nights vermietete das Geburtstags-Haus.

Das coolste jedoch sind aber die BonBons, die an der Decke hängend und in einem luftballonartigen Mickey-Mouse-Papierherz verspielt versteckt werden. Auf Kommando müssen dann alle danach greifen und es zerrupfen. Was dann herausfällt, sind Trillerpfeifen, Schokolade oder Kaugummi, wird aufgesammelt und gehört Jedem…

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Etwas unscharf und ich mit fettem Bauch – Tänzer Carlos, der das Haus vermietete und Redakteur Jörn Ehrenheim, der einen erwachsenen Kinderbegurtstag redaktionell begleitete…

Dieser Tag hat uns alle sehr glücklich gemacht und ich war dankbar, dabeigewesen zu sein. Weg von all den Sorgen, die uns rundum umgaben, war das ein richtiger positiver Kick, der alle auf andere Gedanken brachte. Denn eines ist klar: Kubaner sind „Überlebens“-Künstler, wenn es darum geht, Krisen im Kopf wegzuspülen.

Ausblick und in den nächsten Storys.
Demnächst oder in einer meiner nächsten Folgen: Reisewarnung Kuba – worauf sie sich auf gar keinen Fall einlassen dürfen, um als Fußgänger sein Ziel in den Straßen Havannas erreichen zu können, welche Rollen Drogen spielen und warum die Polizei da weg schaut, wer ist gut, wer betrügt und warum der Lauteste immer Recht haben muss!