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Manu Chao – Der Stadtpark tanzt auf seiner Bühne

Hamburg. 10.06.2015, Stadtpark.
Innerhalb von wenigen Stunden war sein Konzert in Hamburg ausverkauft – Manu Chao tanzte im Stadtpark! Auch wenn der Sound nicht der beste sein mochte, das interessierte hier niemanden. Er riss die Massen mit, hüpfte und sang mit einer nicht tot zu kriegenden Power. In seinen Songs sprang er von einer Sprache in die andere, mal kamen die Texte auf english, mal in potugés oder spanisch. Nach dem 5. Lied holte Chao ca. 100 Fans auf seine Bühne und ließ sie tanzen, tanzen, tanzen.

Sein Auftritt erinnerte mich an Banda Eva oder Gilberto Gil. Letzterer versprühte ebenso diese brasilianische Leidenschaft und Lebensfreude. Man hatte aber so das Gefühl, dass es der frühere Oscar Tramor nicht lange in einer Stadt aushält. Zwar bedankte sich Manu Chao brav bei den Hamburgern, weil sie ihm so die Treue halten, jedoch hätte der Sänger auch noch ein oder zwei weitere Konzerte in der Hansestadt geben können, so groß war die Nachfrage nach den Tickets. Mein Nachbar hatte über das Netz einen Tag zuvor noch eines für 50,-€ bekommen und war somit richtig happy.

Genauso viele, wie sich in der Freiluftbühne befanden, campten teilweise mit Kind und Kegel vor der Tür. Einen halben Kilometer lang wurde die Rasen- in eine Grill- und Partyfläche verwandelt. Das Wetter spielte schließlich mit.

Es geht los... Manu Chao betritt die Bühne.

Es geht los… Manu Chao betritt die Bühne.

Manu Chao durfte ab 22:00 keine Zugaben mehr geben.

Manu Chao durfte ab 22:00 keine Zugaben mehr geben.

Alles kommt vom Herzen... Immer wieder.

Alles kommt vom Herzen… Immer wieder.

Ausverkauft: Stadtparkt.

Ausverkauft: Stadtparkt.

Der Franzose vereint verschiedene Stile, wie zum Beispiel Reggae und Ska miteinander. Und trotzdem klingen seine Songs wie brasilianische Volkslieder, die er seit seiner Kindheit gesungen haben mag. Was überhaupt nie abwertend klingen soll, eher im Gegenteil. Die Fans kennen seine Texte, singen sie unaufhaltsam mit, spüren seinen Spirit und  springen auf dem trockenen Rasen umher, sodass es staubt, bis der Arzt kommt.

Zwischendurch machte der 1961 in Paris geborene nur zwei Mal kurz Pause, hielt durch coole, dazwischen eingespielte Rhythmen die Spannung immer aufrecht, bevor es dann wieder richtig zur Sache ging. Der persönliche Kontakt zu den Fans ist ihm sehr wichtig. Und so schüttelte Manu in der ersten Reihe so viele Hände, wie es nur möglich war, klopfte mit seiner rechten Faust immer wieder auf sein Herz, forderte so auf, nur das zu tun, was man wirklich will.

Um Punkt 22:00 Uhr war dann Schluss. Die geplante dritte Zugabe durfte nicht mehr stattfinden, die Band nicht mehr auf die Bühne zurück. Nachtruhe, schade. Bis dahin war das Konzert eine große Party. Ich hätte noch 10 Stunden mithüpfen können, auf der Bühne, mit Manu Chao!



    • Jörn Ehrenheim

      Das war´s wirklich. Und das Video ist ja ne Hammer-Impression!!! Echt klasse und genauso ist es gewesen. Ich muss knapp hinter Dir gestanden haben, denn diese Position ist mir bekannt… ;-))


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