IMG_20201122_141018

Auf eine Gulasch-Kanone in Schwerin Zippendorf!

Meck-Pomm, 22.11.2020.
Reppiner Burg, Gundels Garten, Wirtshaus zur Eiche – Der zweite Lockdown bricht grade so manchen Gastronomen das Genick, auch in Schwerin. Aber was kann man tun, um sich das Hirn freizuschaufeln? Reisen, und zwar legal und in der Natur!! Dazu eignet sich Meck-Pomm einfach gut.

Schweriner Schloss im November und von der Parkseite.

Schwerin, 22.11.2020.

Die Landeshauptstadt hat zwar ebenso

…(fast) alles dicht gemacht, um CORONA entgegen zu wirken. Allerdings finden wir, wie zu DDR-Armee-Zeiten Retro-Gulasch-Kanonen, mit denen das Wirtshaus zur Eiche versucht, sich aus dem „Schlammassel“ herauszuarbeiten. Schließlich ist die Zimmervermietung (Einzel-: 62,-€, Doppel-: 84,-€) komplett zum erliegen gekommen. „Wir haben schon lange keine Reisenden mehr unterbringen können…“, klagt die Pächterin.

In der Schweriner Innenstadt bleibt heute der ein und andere Teller leer und „die Küche kalt“ …

Das Thema VIRUS ist auch hier täglich eines, welches ohne Pause von allen ausdiskutiert wird. Grade machte ja auch hier die Runde, dass die Regeln bis zum 20. Dezember des Jahres verlängert werden sollen. Das, so die Wirtin, gehe voll an die Existenz und sorge für ein wenig Panik, denn der Stromanbieter solle keinerlei Verständnis mehr aufbringen wollen…!
Als wir eine Erbsen-Suppe aus der Kanonen-Küche bestellen, kommt uns der gut riechende Dampf entgegen, indem die Köchin direkt und für kurze Zeit verschwindet. Hier ist richtig was los und die Spaziergänger stehen Schlange.
Wir dürfen sogar draußen sitzen und sie verzehren: „Wenn jemand fragt, dann sind wir eine Familie…!“ Die Freundlichkeit haben wir Ossis bis heute NICHT verloren!!!

Schwerin. Die Reppiner Burg ist eine Halb-Ruine, die 1907 schon errichtet wurde…

Wir wandern weiter.

Und wenn wir schonmal am Zippendorfer Strand sind, schauen wir bei Gundels Garten vorbei. Hier ist das Schilf, welches das private Grundstück ein wenig versteckte, komplett weggerodet worden. So ist die Gastro sogar von der Seite zu sehen. Ebenso ist hier alles dicht, und zwar komplett. Von Frühjahr bis in den Herbst hinein, saßen und aßen wir zu gerne den leckeren, selbstgebackenen Kuchen. Einfach ein Traum, diese Kulisse. Im Sommer schwammen wir sogar mit Amphicars an den Strand, die für richtiges Aufsehen sorgten. Aber das ist wieder eine ganz andere und separate Story wert.

GUNDELS Garten liegt schon fast im Winterschlaf und hat die Schotten dicht gemacht.

Die Reppiner Burg liegt gleich, und sozusagen, hinter Gundels Garten. Man gehe ein ganzes Ende in den Wald hinein und lässt sich durch die Wanderwege führen, dann kommt das alte Gemäuer direkt auf einen zu. Hier stellt sich irgendwann die Frage; wer hat dieses Ding und warum bauen lassen? Gut, sie steht genau am Schweriner See und man hat einen wunderbaren Ausblick, sogar auf die Inseln Kaninchenwerder und Ziegelwerder, die sich vor jedem Besucher breit machen.

Das Schweriner Schloss von der Niklot-Seite, die nach monatelanger Restaurierung derzeit wieder zugänglich ist.

Aber welchen Zweck hatte dieser Standort, auf dem diese Halb-Ruine 1907 errichtet wurde?
Ein Friedrich-Wilhelm-Denkmal gibt da ein paar Antworten, die, wie auf einer Schnitzel-Jagd, gefunden werden können.

Schwerin Zippendorf. Wahnsinn. Hier ist das Füttern der Schwalben und Möven noch erlaubt und die Luft ist kurortverdächtig…

Die Hauptattraktion ist und bleibt ja

…das Schweriner Schloss, welches sogar den Niklot, nach langen Renovierungsarbeiten, wieder freigegeben hat. Der Schloss-Garten ist einfach, auch wenn die gelben Blätter fallen, eine wahre Sehenswürdigkeit. Nach dem Wegbruch der Sozialisten ist diese Sehenswürdigkeit ein echtes Touri-Magnet geworden. Und zwar besonders wegen der Restaurierungsmaßnahmen und der alljährlich, sommerlichen Schloss-Festspiele, die wir noch 2019 zu ANATEVKA besuchten. Hier spielte Gustav-Peter Wöhler die Hauptrolle.