Major II Kopfhörer taugen nichts

Nach 4 Monaten: Marshall MAJOR II löst sich auf

6.2
nach 4 Monaten dahin

Mitte Januar gekauft, schon am 7. Mai desselben Jahres lösen sie sich auf!

Das ist ein echter Skandal, wie ich finde: Major II Kopfhörer von Marshall gehen richtig aus dem leim. Warum? Das frage ich mich voller Enttäuschung wirklich.
Denn – könnt ihr euch daran erinnern, dass ich voll euphorisch nach diesem Kauf schwärmte und froh war, eine Apple-Alternative, nämlich die von Dr. Dre (the biggest one) gefunden zu haben? Aber die neueste Entwicklung geht natürlich mit den Bewertungs-Punkten voll nach unten, das ist doch klar!
Und so schrieb ich im Januar darüber:

Ist Major II von Marshall Klasse oder nur Mittelmaß?

Nach langem Hin und Her habe ich mich für einen weißen Bluetooth-Kopfhörer von Marshall entschieden, der in der Preisklasse um 100,-€ im Januar 2018 gelegen hat. Es handelt sich hier um den Major II, der auch vom Aussehen wirklich gut ins Auge sticht und meinen Geschmack damit voll getroffen hat. Erfüllt dieser Kleine auch die musikalischen Herausforderungen? Das teste ich hier nach bestem Gewissen:

Denn nachdem mein so geliebter Fake Beats by Dr Dre, the biggest one, auf irgend einem Klo auf Malta liegengeblieben ist, suchte ich schnell nach einer Alternative. Sicherlich kann ich diese Dinger für 16,-$ auch auf I-Offer bestellen und zuschicken lassen, aber das war mir dann doch zu heiß. Die Originale sind 350,-€ teuer und unter APPLE-Hand. Schon ein schlechtes Zeichen, weil die wegen der fehlerhaften Hard- und Software-Produkte für mich nicht geeignet sind. Außerdem hat der Hersteller ja zugegeben, Geräte ausgehen zu lassen, wenn man sie bei 5°C aus der Tasche holt… Einige Funktionen, wie auch die Lautstärkeregelung für Android (darauf achtet APPLE) sind daher komplett geblockt. Das heißt also, dass der Sound so leise ist, dass man das Ding voll in die Tonnen treten können dürfte!

Im Hörtest: Bluetooth-Kopfhörer von Marshall: Major II.

Im Langzeit-Hörtest: Bluetooth-Kopfhörer von Marshall: Major II.

Der Akku.
Zurück zum Marshall. Nachdem ich das Stück ausgepackt habe, ist der Akku schon von Hause aus halb voll. Mit dieser Ladung komme ich fast eine ganze Woche aus. Es scheint also zu stimmen, das ca. 30 Stunden ohne Pause mit Musikhören und Telefonieren möglich sein könnten. Das Aufladen geht über ein Mini-USB relativ einfach. Nachdem er leer war, lasse ich den Major eine Stunde an der Steckdose, die ich mit dem mitgelieferten Kabel nutze. Das reicht, um für die nächsten Tage genug Saft zu haben.

Der Sound.
Zuerst muss ich sagen, dass mich die Lautstärke echt umhaut. Es ist nicht so, wie beim Beats von APPLE; eine Sperre bei gefühlten 50 Dezibel drin, die man versuchen muss, mit viel Geschick auszuhebeln. Dann höre ich genauer hin, benutze meinen EQ in meinem Handy, um daran zu regeln. Der Punkt dabei ist nämlich der, dass der Major II mit einem basslastigem System ausgestattet wurde. Der kleine Nachteil bei dieser Sache ist, dass die Mitten und Höhen bei bestimmten Streamen, wie mal eben zwischendurch die Nachrichten auf der Mediathek schauen, echt pappig, wie in einem Trabant 601 klingen! Das ist wirklich schade und eine echte mittelschwere Katastrophe.
Mein Live-Lieblingsalbum von Bob Marley „Babylon By Bus“, aus dem Jahre 1978, welches ich zu Hause auf CD, mir jedoch auch auf Napster geladen habe, hört sich dafür trotzdem sehr fantastisch an.

Bluetooth.
Die Verbindung mit meinem neuen Huawei 6cPro klappt wirklich ohne murren. Die neue Technik, die da beschrieben wurde, kommt hier voll zum Einsatz. Denn mindestens zehn Meter kann ich vom auf dem Tisch im Restaurant liegen gelassenen Handy weggehen, ohne dass die Verbindung einknickt. Erst als mehrere Mauern dazwischen liegen, bricht der Funk ab.

Der Sitz.
Der Bügelhalt ist ok, mehr einfach nicht. Die Hörmuscheln sind NICHT ohrumschließend. Das stört mich nur bedingt. Die Abschirmung der Außengeräusche geht trotzdem noch ok. Das „Leder“ ist so weich, dass ich bei langen Fahrten mit Bus oder der Bahn den Marshall nie vom Ohr nehme. Irgendwann fangen sie dann doch an zu drücken und ich muss mal ne Pause machen.

Der Joystick.
Witzig, aber echt nervig. Eine echt flippige Idee ist der kleine Joystick, der die Bedienung am linken Hörer eigentlich gut vereinfachen soll, weil er auf diese Touchfunktion verzichtet. Damit springe ich von einem Song zum nächsten, regele die Lautstärke oder nehme Telefongespräche an. Manchesmal klappt die Annahme eines solchen mit dem Joystick nicht, sodass ich es doch mit dem Handy machen muss. Ich hoffe, dieser Fehler ist behoben, wenn ich das Ding neu koppele. Der Nachteil ist, dass sich ein Kragen oder Schal an dem Ding stoßen oder verhakeln kann. Möglich ist dann, dass der Major sich nicht hält und vom Kopf fliegt.

Telefonieren.
Das geht sehr gut. Annahme mit einem einfachen Mitteldruck am Joystick. Ich bin auf der anderen Seite sehr gut zu verstehen, weil ein gutes Micro eingebaut scheint. Ich höre dagegen meinen Gegenüber wieder sehr pappig. Ich sage nur: Ausstattung eines Trabant 601. Das gibt natürlich Abzüge, mindestens in der B-Note. Wer lieber Sprechen mit Kabel mag, kein Problem. Das mitgelieferte muss nur an die Klinke dran und schon geht auch das.

Haltbarkeit.
Nach 5 Monaten löst sich die Verklebung, die die Hörmuschel mit dem Gehäuse halten soll, gnadenlos auf. Der Kopfhörer geht, im wahrsten Sinne des Wortes, richtig auseinander. Das gibt nachträglich natürlich Abzüge in der B-Note, gewaltig. Jetzt gehe ich mit den kaputten Dingern zurück zum SATURN, wo ich sie herhabe und vermute mal, die werden eingeschickt und irgendwann bekomme ich heile wieder.

Mein Fazit.
Eine schicke und coole, kleine Alternative, um für unterwegs immer ungestörte Musik oder Nachrichten dabei zu haben. Der Sound geht manchesmal nicht ok, meistens doch schon. Wenn der aber Bombe gewesen wäre, hätte diese Ausgabe meinen vollsten Respekt verdient. So gehts „nur“ ins Mittelmaß, was Mitten und Höhen und den Komfort betreffen.

Unser Fazit


Design
7
Bedienung/Handhabung
7.7
Sound
5.6
Akku/Bloototh
9
Telefonieren
6.6
Haltbarkeit nach 6 Monaten:
1.1