Halloren Kugeln

(N)Ostalgie Halloren Kugeln – Volkspralinen sind zurück

Sweet&Easy – Schon im Sommer des letzten Jahres habe ich im Schweriner Aldi die Halloren Kugeln (wieder)entdeckt, die sich dort als Dauerware platziert hat. JETZT sind sie auch im Westen angekommen!

Schön, dass Ostprodukte wieder zurückkommen, vor der Verstaubung gerettet wurden. Auch wenn wir von ihnen lange genug hatten, weil sie für Hungersnöte, Bückware, Planwirtschaft und somit für Rote Socken-Kommunismus während der harten DDR-Zeit standen, erleben doch einige ein großes oder schleichendes Comeback. Einige Sachen, wie die Halloren Kugeln, waren einfach ein Gedicht. Aldi Nord nahm jetzt in allen Filialen diese Ost-Pralinen als Werbung ins Programm. Rucki Zucki waren sie auch schon wieder vergriffen, und das für 0,75-Cent pro Schachtel.

Halloren Kugeln – die Volks-Pralinen aus der DDR.

Früher, in der Ost-Zone, nur in einer Version erhältlich gewesen, gibt es sie jetzt sogar im Verkauf in vier Sorten: Stackiatella, Eierlikör, Schokolade und der Klassiker. Aber es gibt noch viel mehr Mixes aus der Halloren-Werkstatt.

Die damalige Volks-Praline war zu DDR-Zeiten für jeden erschwinglich, jedoch nicht immer verfügbar. Während es andere Produkte für viel Geld NUR im sogenannten DELIKAT gab, musste man sich von diesem süßen Dessert, welches man am liebsten zu einer Tasse Kaffee genießen sollte, ein ganzes Regal auf Vorrat anlegen.

Zutaten

Wir sind eigentlich die Zutaten verteilt? ZUCKER ist der Hauptanteil, dann folgen Vollmilch, Glukosesirup oder manchmal auch Butter. Die Rezeptur und Zusammensetzung ist sicherlich, wie auch bei Coca Cola, ein kleines Geheimnis. Aber eines dürfte klar sein; gegenüber dem damaligen Original, wird sich wegen der jetzigen Vielfalt einiges an Rohstoffen ergänzt haben oder dazugekommen sein. Fakt ist, dass jede Kugel eine Zuckerbombe sein wird und deshalb Kalorien ohne Ende liefern wird. Von den 75g Kohlenhydraten, sind 65g von 100g pure Weiß-Kristalle!

Halloren – die Story

Heute gibt es sie weiterentwickelt, in verschiedenen Sonder-Editionen und Saison-Auswahlen. Aber die Firmengeschichte ist weitaus länger, als eine Ost-Dekade. Zu Hitlers-Zeiten sollte der (Ver)Kauf der Schokokugeln sogar boykottiert werden, weil die Besitzer fälschlicherweise als Juden gehalten wurden.
1804 gegründet, wurde sogar um 1905 ein erster Börsengang gewagt. 1952 greift sich der Kommunisten-Staat die Fabrik und lässt die Produktion wieder zu und offiziell laufen. Es entwickeln sich die wahrscheinlich Lieblings-Pralinen Erich Honecker, weshalb auch der Rest des Volkes sie genießen dürfen – daher der Name „Volks-Pralinen“!