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RBF 2017: Beth Ditto in der Großen Freiheit Hamburg

Beth Ditto spielte auf dem RBF 2017, Freitag um Mitternacht. Wie wir den Besuch der sich offiziell bekennenden Lesbe befanden, lest ihr hier. 

Denn sehr viel gibt es in der Tat nicht zu berichten, wenn ich mal ganz ehrlich sein darf. Nach dem Gig von Novo Amor schaute ich mir noch das Konzert von Beth Ditto in der Großen Freiheit an. Die Amerikanerin ist (fast) ebenso umgänglich, wie Tom Grennan. Das ist völlig ok. Zwischen ihren Songs versucht sie immer wieder einige Begriffe auf deutsch zu erlernen. Dabei braucht sie natürlich die Hilfe des Publikums. „Was heißt „Lover“ übersetzt? What? Diephaber..?“ Natürlich nicht, sondern ´Liebhaber`.
Außerdem hatte irgendjemand aus der Band Geburtstag, sodass fleißig Geschenke eingesammelt worden sind. Das fand ich echt als ein wenig übertrieben.

Aus ihren Gossip-Zeiten spielte sie „Move in the Right Direction“ und „Heavy Cross“. Die neuen Singles von ihrem aktuellem Album „Fake Sugar“ aus diesem Jahr, „Fire“ und „We Cold Run“ fehlten nicht. Aber – nach einer Stunde und fünf Minuten war Schluss mit dem Konzert.

Sehr cool kam die Gitarristin rüber, die allerdings ein wenig zu übereifrig ihre Saiten zupfte, denn mehrfach wurde sie von Beth höflich ermahnt, stillzuhalten, weil sie noch ´ne Geschichte zu erzählen hatte. Erst dann durfte weitergespielt werden.

Zugaben gab es nicht, was sehr schade war. Nur ein labiles: „In Hamburg sagt man Tschüss, oder?“ Ja, so ist es. Trotzdem hätte der Haupact des Tages ruhig länger gehen müssen, als 65 Minuten…

Was war sonst auf dem RBF 2017 los?
Wichtiger zu erwähnen ist, was sonst noch so auf dem Reeperbahn Festival passierte. Eine mehr oder weniger, sozusagene „Überraschung“ war, dass die Bazzookas mit ihrem gelben, holländischem Bus, auf dem Heiligengeistfeld eingesperrt wurden. All´ die Jahre zuvor hatten sie eine mega coole Werbung durch ihre irre Party und Präsentation auf dem Spielbudenplatz. Das ist vorbei. Verwunderlich, dass nicht noch der Rest der Reeperbahn komplett abgesperrt wird, damit gar keiner mehr in den Genuss kommt, zum N-Joy-Bus vordringen zu können…
Auf dem spielten unter anderem auch Tom Grennan, den ich noch zuvor auf einen lockeren und coolen talk und auf seinem Konzert im Docks treffen konnte. Das war geil!
Außerdem wanderten irgendwelche Kunstobjekte auf dem Kiez auf und ab, die undefinierbar waren. Was das sollte, habe ich nicht verstanden. Da kann man nur raten, was dahintergesteckt haben könnte.
Vor einem Jahr gab es noch die wirklichen Kunst und Hilfe-Aktionen, die wirklich was gebracht haben. Aber auch die sind entfernt worden und somit verschwunden. Irgendwie schade…