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Rihanna – Enttäuschung über zu kurzes Konzert

Hamburg, Volksparkstadion, Samstag, 09.07.2016.
Enttäuschend – Foto- und Filmverbot, keine Zugabe, wenig Show, mittelmäßiger Sound!
„Nur“ 85 Minuten spielte Rihanna in Hamburg. 

Einige traurige Gesichter und ordentliches Wirwarr um Rihanna-Konzert.

Was hat sich dieser „Weltstar“ nur dabei gedacht!? Normalerweise müsste ich auch eine (kleine) Berichterstattung blockieren, denn was war das denn, bitteschön? Ein unvergesslicher Abend, wie Radio Hamburg berichtet? Aber ja, nämlich in negativem Sinne, so wie ich es meine. Ausverkauft geht anders. Ich hatte n Ticket in der Hand, für 109, 65-€. Es waren bei diesen unverschämten Preisen natürlich noch sooo viele Plätze frei, als ich während des Beginns ihrer ANTI World Tour in die Runde schaute. Wenn ich mal die Vergleiche mit „Muse“ (hatte ne 3D-Bühne mitgebracht und „Udo Lindenberg“ (spielt mal eben 3 Stunden!) zurate ziehe, muss ich feststellen, dass ich doch ein wenig über die zu kurze Konzertdauer nicht nur verwundert, sondern mega enttäuscht war. Fotografen waren nicht erlaubt, wollte die Sängerin oder ihr Management nicht. Warum? Das wurde nicht genau, um nicht zu sagen, gar nicht beantwortet. Aber das war den Fans in der vordersten Front egal, die durften ihre Handys zücken, Fotos machen, filmen, wie ihnen lustig war. Und schon landen alle Daten im Netz! Wo, frage ich allen ernstes, ist da mittlerweile der Unterschied festzustellen? Ich vermute da echt ein schlechtes Gewissen, denn das, was wir zu sehen und hören bekamen, glich ehrlich eher einer kleinen Farce!

20:40, Rihanna kommt im weißen Kaputzenmantel raus. 22:05, da hat es aber schon ein Ende, das eher lahme Konzert.

In weißem Kaputzenmantel? Ja! Das hatte den Touch, als wenn sie entweder zu einem Box- oder Judokampf antreten wolle. Immerhin schien es, als würde sie live singen. Das haben ja andere Künstler auch schon anders gebracht. Die Show haute mich überhaupt nicht vom Hocker. Die Süddeutsche Zeitung titelte schorf: „Rihannas wirre Schaumparty“. Denn außer gefühlt irre vieler Klamottenumzüge und einer simulierten Berglandschaft, die mit 3 oder 4 großen Ballons als Deko dienten und irgend son künstlicher Schaum, der da irgendwie von der hinteren Bühnendecke herunterkletterte, war da nix. Das fand ich schade und mega langweilig. NUR einen kurzen Gänsehautmoment verspürte ich, als zu Diamonds (Lyrics) alle Handys die alten Feuerzeuge ersetzten und für viele, viele Lichtpunkte sorgten.

War das wirklich euer Ernst?

Als ich dachte, ´so, jetzt kann es ja losgehen`, da verabschiedete sich die Entertainerin schon mit den Worten „Thank you so much!“. Ungläubigkeit machte sich breit, als der Abspann auf der super kleinen und schwebenden LED-Anzeige lief und die Abbauer schon anfingen, die ersten Teile der Bühne zu demontieren. War das wirklich alles? Viele dachten, Rihanna kommt mit einer Zugabe noch einmal raus. Pustekuchen. Schluss und vorbei!

Zuvor wurde auf der NDR-Seite (die übrigens nicht mehr online ist) angekündigt, dass das Showende so ca. gegen 23:00 Uhr sein würde. Aber das stimmte einfach nicht. Außerdem versuchten viele, sehr lange im Vorfeld, ihre Tickets, die sie gekauft hatten, wieder loszuwerden, oft ohne Erfolg. Als von Das Ding.de bekannt gemacht wurde, dass The Weeknd für die Europa-Tour abgesagt hatte, wollten einige nicht mehr zum Rihanna-Konzert kommen. Was ich echt ´n Ding finde!

Fazit?

Wenn ich für dieses Konzert hätte was bezahlen müssen, würde ich nieee wieder zu Rihanna gehen. Wenn ich die Front-Of-Stage-Tickets nicht geschenkt bekommen, oder besser gesagt, nicht gegen einen kleinen und sozialistischen Getränke-Obolus ausgelöst hätte, wäre ich da erst gar nicht hingegangen. Allerdings, so war es eine ganz andere Sache, weil ich neugierig war, weil ich mitreden wollte, weil ich ihre Musik bis dahin eigentlich mochte…
Eigentlich.