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SAFARI – MATCH ME IF YOU CAN – Satire zu Partnersuche

Hamburg, 24.08.2018, CinemaxX3.
SAFARI – MATCH ME IF YOU CAN ist eine Satire auf die Dating-Apps, die voll mit männlichen Hochstaplern ist, die wiederum alles daran setzen, mit um sich erfundenen Geschichten, ausgedachten Traumberufen punkten zu können, damit das ein oder andere Mädel ins Bett zu kriegen. 

Wie das Hamburger Publikum bei der inoffiziellen Lokal-Premiere, einen Tag nach der Münchener Europa-Premiere auf diesen Film reagierte und wo die heiße After-Show-Party war, das lest ihr hier:

Obwohl es in dieser Stadt brandgefährlich ist, über so einen Film zu schreiben und F-Wörter zu benutzen, weil es dann wieder sein kann, dass man aus der einen oder anderen verklemmten Agentur fliegt, versuche ich es trotzdem einmal, frei nach Schnauze!

ICH zitiere aus dem Streifen: „69 kenne ich, was ist 71?“ Ja, ähhm, kurz nachgeschlagen: „…zusätzlich mit zwei Fingern im Hintern…“ Oder der hier: „Frau mit Erfahrung sucht Mann mit Pferdeschwanz… Frisur egal!“

SAFARI – MATCH ME IF YOU CAN ist eine leicht bis krass überspitzte Darstellung einer Partnersuche in München, die ich voll auf die anderen großen Problem-„Hauptstädte“ übertrage, weil sie mit einer deftigen Prise Humor, genau nach meinem Geschmack übersät wurde, so richtig und verdammt viel Spaß machte! Bei witzigen Wortspielen und Versuchen der (Anal)yse, warum das Männliche in die Weibliche will, lachte sich das (fast) ausgebuchte Kino im CinemaxX 3 kaputt! Und das 120 Minuten lang. Wenn sich der angebliche Flugkapitän versucht, am besten mit einer Fake-Uniform auf seinen Blind Dates so gut zu verkaufen, dass er damit Träume bei den jungen Mädels weckt, ist diese Masche der Türöffner für Hochstapler. Denn in Wahrheit fährt dieser Mann Straßenbahnen von A nach B…

Für Hamburg zu gewagt und nicht geeignet – die Safari-Sprüche.

Kann ich so ne Partnerin finden?
Auf eine wirklich witzige Art und Weise hält uns dieser Film den Spiegel vors Gesicht, zeigt, wie verzweifelt wir uns doch zum Täter machen und sich andererseits die Mädels genauso einfangen und einlullen lassen wollen. Denn die großen Single-Städte Hamburg, Berlin und München können ein Lied davon singen, warum sie alle auf Partnersuche sind.
Selbst ich habe mich teilweise in der einen oder anderen Rolle wiedergefunden, weil ich nicht nur Tinder, sondern noch einige anderen Sachen ausprobierte, um das Alleinsein endlich beenden zu können. Weil ich immer brav und ehrlich bin, ist dabei, mit wenigen Ausnahmen, sinnloser Schrott rausgekommen, der in Kürze wegen Burn-Out in die Klapse eingewiesen werden soll oder da schon lange untergebracht ist. Die Gesellschaft ist krank. Die Sache ist die, dass ich keine Storys erfinde, um irgend welche Vorteile zu erschleichen. Aber vielleicht sollte ich genau dieses mal tun, um erfolgreicher beim Abschleppen zu sein.
Aber ich habe alle Aktionen abgebrochen und auch Tinder gelöscht!

Hat mir der Film gefallen?
Mit am besten gefiel mir der Schauspieler Max Mauff, den ich schon als Zivi in „Berlin Calling“  (gebrannte DVD läuft in meinem Blu-ray-Player seit Tagen wieder einmal rauf und runter!) mit Paul Kalkbrenner „bewundert“ habe. Dazu echt putzig die Hauptdarstellerin Elisa Schlott, die als Bloggerin Lara verzweifelt auf der Suche nach ihrem Traum ist. Selbst Guest-Manager Robert Bebic, der den ganzen Abend für die VIP-Betreuung gebucht war und sich professionell um die Actors kümmerte, meinte: „Das alles ist echt einmalig!“

Auf der wirklich heißen After Show feierten wir im Hooters, in wirklich kleinem Act und Cast-Kreis, bei Chicken Wings und Mini-Burgern. Hier wurden wir immer wieder mit diesem Film konfrontiert, auch persönlich. So kann einem die Geschichte ja auch nicht mehr aus dem Kopf gehen!

Zum Inhalt:
Ein Klick auf Safari und die Erfüllung der Träume ist greifbar nah… Der umschwärmte Pilot Harry (Justus von Dohnányi) hat Sex mit dem Social-Media-Sternchen Lara (Elisa Schlott), seine Frau Aurelie (Sunnyi
Melles), die nichts von dem Doppelleben ihres Mannes ahnt, therapiert David (Max Mauff) und gibt ihm Ratschläge, wie er seine Jungfräulichkeit verlieren kann. Die 50-jährige Mona (Juliane Köhler), Dauersingle, sehnt sich endlich nach einem Partner. Zunächst verhilft sie David zu seinem wirklich ersten Mal, dann trifft sie jedoch auf den alleinerziehenden Life (Sebastian Bezzel), der ist aber vom gemeinsamen Sex im Volvo überfordert. Fanny (Friederike Kempter), strenge Vegetarierin mit Wunsch nach Familie, trifft den gutaussehenden Arif (Patrick Abozen), ein selbst ernannter Verführungskünstler… Bald schon denken alle nur noch an eines – Flucht oder Liebe?

Manche Menschen gehen auf die Pirsch, wir gehen auf Safari! Mit SAFARI – MATCH ME IF YOU CAN taucht Regisseur Rudi Gaul („Wader Wecker Vater Land“), der zusammen mit Friederike Klingholz auch das Drehbuch geschrieben hat, in die Wunderwelt des Virtual Socializing ein. Facebook, Twitter, Tinder & Co –
Flirten war gestern, Matchen ist heute! Auf die Suche nach dem nächsten Match machen sich die Hauptdarsteller Justus von Dohnányi („Männerherzen“, „Frau Müller muss weg“), Sunnyi Melles („Die Vermessung der Welt“, „Vision – Aus dem Leben der Hildegard von Bingen“), Juliane Köhler („Schoßgebete“,
„Nirgendwo in Afrika“), Elisa Schlott („Fremde Tochter“, „Das Wochenende“), Friederike Kempter („SMS für Dich“, „Tschick“), Max Mauff („Victoria“, „Die Welle“), Sebastian Bezzel („Grießnockerlaffäre“, „Vatertage“), Patrick Abozen („Tatort“), Janina Fautz („Das weiße Band“, „Allein gegen die Zeit“) u.v.a.

Produziert wurde der Film von Martin Richter und Christian Becker, Rat Pack Filmproduktion, sowie den Ko-Produzenten Herbert G. Kloiber, Tele München Gruppe und Holger Fuchs, Concorde Filmverleih. Gefördert vom FFF Bayern (FilmFernsehFonds Bayern), dem DFFF (Deutscher FilmFörderFonds) und dem BBF (Bayerischer Bankenfonds).