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TV-Tipp: SOMOS CUBA – ES lebe die Revolution des Kommunismus

Was Venezuela gerade zeigt, wird auf diese Karibikinsel erst noch zukommen – weil die starren Machthungrigen ihre Plätze nicht räumen und nicht entscheidungskräftig sind, ihrem Volk ein echtes Leben verbieten, hat die Fidel Castro-Riege wirtschaftlich eine ganze Insel gegen die Wand gefahren. Auch 2019 bleibt der Lieblings-Urlaubsort vieler Europäer eine Diktatur und in der Staatsform sozialistisch. Blechhütten, rationiertes Essen, Reiseverbote – sieben Jahre lang gedrehtes Filmmaterial wurde 2015 herausgeschmuggelt, aus einem Land, welches heute äußerlich nicht mehr ganz so schlimm zu sein scheint, wie es Nord-Korea noch ist – CUBA.
Trotzdem – diese Doku wurde auch in den USA gesehen:

MDR zeigte mutige DOKU, die unter die Haut geht:

https://www.mdr.de/mediathek/mdr-videos/a/video-273250.html

Annett Ilijew traut sich mit der Veröffentlichung dieser Doku etwas wahnsinnig großes und wird damit eine Horde an LINKEN und Kommunisten gegen sich gebracht haben.

Häuser verrotten, werden nicht renoviert, die Einrichtung ist so schäbig, dass man sie als solche nicht bezeichnen kann. Ein Schwein rennt verirrt im „Wohnzimmer“ rum. Die Matratzen, auf denen sie schlafen, sind alt, kaputt und müssten, so, wie sie aussehen, erbärmlich stinken. Frust wird mit Alkohol ertränkt. Die eifersüchtigen Frauen haben wegen teilweisen „Berufsverboten“ sonst nichts zu tun, als bei den Nachbarn herumzulungern oder sie versuchen ihren Männern zu „folgen“, indem diese mit spontanen „Besuchen“ auf eine Zigarette überrascht werden. In Wahrheit kontrollieren sie sie, damit die Streuner „keinen Mist“ machen…

In einem armen Arbeiterviertel Havannas filmt Andres sich, seine Freunde und seine Familie. Was dabei rauskam, war eine große, immer noch aktuelle Story.

Wenn die PNR (Staatspolizei) doppelt abkassiert

Alltag. Um das illegale Miami-TV FUTURA empfangen, und sich so ein besseres Bild über die politische Lage in der wirklichen Welt machen zu können, NICHT auf die tägliche Staatspropaganda der Castro-Clans hereinfallen zu müssen, flicken sich viele Einheimische nicht erlaubte Antennen in ihren Mauern ein. Den Zoll zu schmieren ist notwendig, um Kabel und alles mögliche Material zu bekommen, um diesen Sender empfangen zu können. Mit einem nachgebauten Empfänger in jedem Haus, kann, nach einer zuvor getätigten Bezahlung, auch der Nachbar vom West-TV profitieren und es endlich genießen. Wenn sie von der PNR (Staatspolizei) erwischt werden, kann´s brenzlich, teuer und gefährlich werden. Denn sie selbst machen Geschäfte mit dem Klassenfeind, indem sie erst alles beschlagnahmen, dann Bestohlenen alles zurück verkaufen.

SOMOS Cuba: Doku zeigt Unzufriedenheit der Bevölkerung auf.

Andersdenkende sind Gift…

…und darum müssen sie bekämpft werden. Ein Nicht-Kommunist der Opposition brutzelt Zuhause Kringel, damit er ein paar Pfennige einnehmen kann, um sich was zu essen zu leisten. Angeblich jedoch, werde er von den Amerikanern bezahlt, um SEINE Revolution führen zu können, so behauptet es die PNR. Die Polizei achtet deshalb darauf, dass keiner aus dem Viertel mehr seine „Ware“ kauft, weil sie vergiftet sei. Wer es doch tut, muss mit erneuten Repressalien rechnen…

Der Aktivist Cocorio und seine Frau Sonja sind politische Akteure im Viertel, die systematisch von der Staatsmacht ausgeblutet werden. Er verschärft mit seiner Aussprache und seinen Aktionen die Situation. Sonja ist wieder einmal festgenommen worden, weil sie eine von den Damen in Weiß ist. Beide werden immer wieder von Andres mit der Sony-Kamera gefilmt, die er aus Deutschland eingeschmuggelt hat. So entsteht ein vielleicht ungewolltes Portrait von den berühmten Weißen Frauen, die sich für die kubanische Freiheit einsetzen.

Cuba wird falsch verstanden, falsch romantisiert…

Annett Ilijew

Immer wieder hallen Rufe auf die Straße, wie: “ Viva…“, und „Cuba Libre…!“ Das Volk solle doch endlich den Diktator Raul stürzen, um eine neue Ära auf der Insel in Gang zu setzen. Der Betroffene ruft, schreit: „Sie halten sie gefangen und schlagen sie…!“ Gemeint ist Cocorio´s Frau, die als Oppositionelle im Knast sitzt. „Der Diktator will uns alle verhungern lassen…!“, brüllt der Mann auf einem Zwischendach seines Hauses weiter und sorgt so, direkt auf einer Kreuzung des Viertels, für seine große Aufmerksamkeit. Später macht er dort ein großes Feuer, um noch mehr Leute auf sich zu ziehen..: „Nieder, Fiedel, niiieder mit Rrrauuul…!“, schreit der Verzweifelte immer wieder. Die Bilder laufen später sogar im Miami-TV!
Letztendlich wird auch Cocorio verhaftet…

Filmmaterial, was durch verschiedene Hände geht

Aus Angst wegen einer eventuell bevorstehenden Hausdurchsuchung gibt Andres dieses gefilmte Material einem Bekannten. Er ahnt nicht, wozu das noch gut sein wird. Und auch in Deutschland über diese Sache zu schreiben, oder damit zu „provozieren“, ist nicht ungefährlich. Ohne eine Wertung in den Film hineinzulegen, zeigt diese Doku doch genau das, was Diktaturen ausmacht: Zivilpolizisten versuchen die Opposition unter Kontrolle zu halten, sie wegen Meinungsverschiedenheiten einzusperren oder mindestens auszuhungern, indem sie keinerlei Lebensmittelmarken wegen „Allgemeingefährlichkeit“ oder Jobs erhalten sollen, die auch ihr Dasein berechtigen.

Diese Einschüchterungstaktik der Polizisten funktioniert bedingungslos gut, weil die Gehorsamen ihren Arbeitsplatz so behalten können und Seifen + Devisen wegen Staatstreue erhalten. Dieser Anreiz ist so effizient, dass penibel darauf geachtet wird, die Gegenseite sogar mit Verboten zu isolieren und das zu bewachen.

Was ICH selbst auf der Karibik-Insel gesehen, die LINKEN in Deutschland aber immer abgestritten haben, zeigt nun ein Kubaner selbst auf. Und zwar, wie Armut durch Rassismus gegen Andersdenkende als Druckmittel eingesetzt wird. Die Gehirnwäsche beginnt bei den Jüngsten. In der Schule wird die USA als Feind ausgemacht. Wenn die Kinder die Erwachsenen mit ihrem Wissen Zuhause konfrontieren, gibt´s Diskussionen. Sie sind sogar angehalten, ihre eigenen Familienmitglieder bei der Staatsmacht anzuschwärzen. Das aber, ist gegen die illegalen Geschäfte, die getätigt werden, um sich über Wasser zu halten… Spätestens jetzt kippt die Stimmung am System, weil Nahrung nie den ganzen Monat lang ausreicht.

Cuba – eine Straße brennt in einem Arbeiterviertel Havannas.

Die Angst der Kommunisten

Eine „Bekanntmachung“ der Roten Socken, die für sie selbst voll nach hinten losging. 
Zurück in die Gegenwart. Der Staat scheint nach dem Tod von Fidel Castro mehr in Angst zu leben, als zuvor. Yoani Sánchez ist mittlerweile bekannter als Che und eine der Angeprangerten der Regierung, die vor dem öffentlichen Aufhängen im Staats-TV nur im Ausland bekannt war. Nach der versuchten Degradierung der Freiheitskämpferin in einer cubanisch-politischen Sendung, kannte sie jedoch das ganze Land. Nach der Ausstrahlung wurde die junge Mutter, beim Einkaufen in den Straßen Havannas, von den Bewohnern eingeladen, gefeiert und großzügig beschenkt. Damit hatten die Mächtigen nicht gerechnet und waren über ihre eigene Strategie verunsichert.

Das Internet ist immer noch verboten

Die Bloggerin, die sich, mit Hilfe der Spanier, die ihre Seite Generation Y pflegen, nicht unterkriegen lassen hat und den Alltag in Havanna beschreibt, ist heute immer noch präsent. Da das Internet auf Cuba 2019 immer noch untersagt, also verboten ist, ist eine schnelle und weltweite Kommunikation schwierig, kaum möglich. Offiziell heißt es jedoch, dass die Kabel von Venezuela verlegt und in Gebrauch genommen wurden. Die Wahrheit sieht anders aus. Der Staat zögert, die Kontrolle des Netzes dem Volke abzugeben…

Die Visionen von Karl Marx, auch auf Cuba eine bessere Welt zu erschaffen, ist wegen der Starrsinnigkeit und Unterdrückungstaktig der Machthungrigen jämmerlich gescheitert. Die DDR hat sich vom Sozialismus befreien können, hat die Mauern niedergerissen, die uns vom Rest der Welt trennten. Fidel´s Erben müssen sie erst noch bauen, um Millionen an der Flucht vor der Diktatur, Nahrungs-Vorschriften und Armut zu hindern.