Udo

Udo, diese knallbunte Show war eine mega Party!

Bunt, panisch, extraverrückt – mit dicker Zigarre am Anschlag und knallgrünen Socken auf der Bühne rocken. Udo, Du bist galaktisch! Und das in diesem Alter. An deinem 70. Geburtstag stieß ich auf Dich, direkt im Atlantik Hotel an. Auf Dein Wohl, Prost! Und jetzt legtest Du ein Konzert hin, was sich gewaschen hatte. U. a. mit dabei und im Verlaufe des Abends einsatzbereit: Helge Schneider (Saxophone), Otto Waalkes (Gesang), Stefan Raab (Schlagzeug)…
Außerdem startete das Musical HINTERM HORIZONT in der Hansestadt. Die Tränen konnte ich nicht zurückhalten.

„Es haben sich noch nicht alle Zuschauer auf ihren Rängen und unten eingefunden. Darum fangen wir 10 Minuten später an…“. Der Stadionsprecher ließ keine Zweifel offen, dass dem Altmeister etwas daran liegt, allen gerecht zu werden. Dann ließ sich Udo Lindenberg vom hinteren Ende der Arena in einer Gondel einfliegen und rockte ganze 3 Stunden, und das ohne Pause.
Tine Acke, seine gute Freundin, durfte sogar die mega Bühnenkulisse von der Sicht der Musiker aus, mit dem Publikum im Hintergrund fotografieren. Beneidenswert. Aber auch für mich blieb durch die Freundlichkeit des Managements noch eine ganze Menge an Bildermaterial übrig. Denn ich stand günstig, als der Panik-Rocker plötzlich und spontan die Seitentreppe der Bühne hinunterkommt und einige Fans auf die Wange küsst. Fast hatte ich nen Selfie mit ihm. Aber wirklich nur fast.
Trostpreis? Dafür erzählte mir eine Bekannte später, dass ich mit dieser Szene live auf der Leinwand zu sehen war. Wie genial.

Sexy, schrill, bunt - dieses Konzert war ein echter Hammer!

Sexy, schrill, bunt – dieses Konzert war ein echter Hammer!

Dieses Konzert war eine einzige Party, die wie ein Rausch an mir vorüberzog!
Die Panikfamilie kam, dieses Mal nach Hamburg und machte ihrem Namen wieder einmal alle Ehre. Wie in einer riesen Circus-Manege wurde zu jedem einzelnen Stück eine richtig unterhaltsame Tanz-Orgie inszeniert. An die weißnicht wie viele Dancer und Akteure machten die Bühne zu einem grandiosen und bunt kostümierten Catwalk. Immer wieder und wieder bewegten sich die Musiker spielend und tanzend auf das Publikum zu und sorgten so für hautnahes Feeling. On Stage spielten sich Szenen ab, die choreografisch perfekt eingespielt waren. 

Ich hatte Glück: Während des Konzertes erhaschte ich fast n Selfie mit dem Rockermeister!

Ich hatte Glück: Während des Konzertes erhaschte ich fast n Selfie mit dem Rockermeister!

Das Volksparkstadion war ausverkauft. Genau über uns flogen die Airbusse in 10 Minuten Abständen vorbei, als wenn sie sagen mögen; Wir wollen auch einen Blick werfen! „Das ich hier heute stehe, hätte ich auch nie für möglich gehalten. Aber es gibt nur eine Alternative, hier nicht zu stehen!“, so scherzte der Hutträger, der sich immer mal wieder im Verlaufe der Show umzog, um die passende Klamotten zu den richtigen Titeln tragen zu können. Selbst knallgrüne Socken stehen im grandios!

Mega LED-Wand. Die Videosequenzen, zum Beispiel zum „Sonderzug nach Pankow“, „Wozu sind Kriege da?“ oder beliebig anderen Songs, wurden überwältigend gut eingesetzt. Irgendwann schwebte, an einem Kran befestigt, ein Ufo über die Bühne, aus dem sich Tänzer an Seilen herabließen und so eine galaktische Atmosphäre erzeugten. Auch hier war also immer was los, immer alles in Bewegung.
Und apropos DDR-Zeiten! Zu denen war ja nie klar, ob wir diesen Musiker jeh einmal live hätten sehen können/dürfen. Nun stellt sich diese Frage überhaupt nicht mehr. Denn das war eines der schönsten und ausgiebigsten, spannendsten und freundlichsten Konzerte, die ich jeh gesehen habe…

Udo, diese knallbunte Show war eine mega Party. DANKE

Udo Lindenberg ist einer der besten, größten und loyalsten Musiker des Landes, der es versteht, alle Parteien zu bedienen und zufrieden zu stellen. Nicht nur, dass er eine Showbühne bespielt, die zeitlich mehr als zwei Kinofilmlängen reicht, nein, er erlaubt es auch, dass die Fotografen, Pressevertreter und Künstler seine Konzerte unbedingt besuchen. Außerdem berichten viele darüber, die einmal bei seinen Proben am Timmendorfer Strand dabei (ich durfte leider noch nicht) waren, dass der Panik-Rocker eine richtige Vaterfigur ist, die sich um alle „Mitarbeiter“ oder Actor´s und deren Belange kümmert! Von ihm können sich daher einige andere, ob Organisatoren oder Bands, mal ordentlich ne Scheibe an Sympathie und Menschlichkeit abschneiden und sich überlegen, was sie anders machen sollten. Ich möchte diesen Mann als unseren nächsten Bundeskanzler sehen!