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VENEDIG – wie es mit Miniatur Wunderland weiter geht

Wieder saßen die Brüder Braun, die als ehemalige Discobetreiber in Hamburg mit einer mega Idee über mittlerweile Jahrzehnte die Welt beeindrucken, im ZDF, bei Ingo Nommsen und seiner Volle(n) Kanne. Das hatte den Grund, dass VENEDIG nach einer monatelangen Bauzeit endlich fertig geworden ist. Der Clou ist jedoch, dass das gegenüberliegende Gebäude des Kaffeespeicherviertels nun mit einer Neubaubrücke in den nächsten 2 Jahren geentert werden soll, um neue „Bauflächen“ für weitere Städte zu bekommen. Denn die zwei Etagen sind mehr als voll. Nichts geht mehr.

Am 21. Februar 2018 wird nach mehr als einem Jahr Bauzeit der Venedig-Abschnitt eröffnet

Mit seinen 9 m² stellt Venedig als neuer Teilabschnitt des Miniatur Wunderlandes zwar keine neue Rekordmarke in Sachen Modellfläche auf, jedoch bemüht der bislang kleinste Abschnitt in ganz anderer Hinsicht Superlative. Denn die Liebe zum Detail, die unseren Modellbauern ohnehin seit Jahren attestiert wird, hat beim Bau der italienischen Lagunenstadt noch einmal ein völlig neues Niveau erreicht. Nicht umsonst wurde Venedig kurzerhand zum eigenen Teilabschnitt auf einer separaten Insel auserkoren, als klar wurde, dass der Arbeitsaufwand bis zur geplanten Eröffnung Italiens niemals zu stemmen sein würde. Über 35.000 Stunden wurde seither an der Kulisse des italienischen Weltkulturerbes mit seinen verwinkelten Gassen, Kanälen, Gondeln und Palazzi gearbeitet und dabei mit mehr Präzision denn je daran getüftelt dem Original möglichst nahe zu kommen.

Den beginnenden Verfall der Gebäude durch das regelmäßige Hochwasser – das sogenannte Acqua alta – realitätsgetreu abzubilden war eine echte Herausforderung für unsere Wunderland-Architekten. Aber auch die opulenten Verzierungen an den Fassaden taten ihr Übriges die Bauzeit und -kosten in die Höhe zu treiben. „Mit einem rekordverdächtigen Quadratmeterpreis von weit mehr als 100.000 Euro war Venedig wahrlich kein Schnäppchen. Aber das sagenhafte Ergebnis zeigt, dass es diese Investition auf jeden Fall wert war. In jedem Winkel unseres Miniatur-Venedigs steckt so viel Liebe – das lässt sich in Zahlen gar nicht bemessen“, so Frederik Braun.

Wenn man es dennoch versuchen will, klingt das ungefähr so: In den vergangenen 19 Monaten waren bis zu 60 Wunderland-Mitarbeiter in den Bau des neuen Abschnitts involviert. Sie haben mehr als 280 Häuser und Brücken von Hand gefertigt, 4.000 LEDs installiert, ca. 5.000 Meter Kabel verlegt und 160 Straßenlaternen einzeln angefertigt. Für Geschäftigkeit auf den Kanälen sorgen 150 venezianische Gondeln, die in mühevoller Handarbeit einzeln gefertigt, verziert und ausgestattet wurden. Die 4.000-teiligen Prokuratien unterstreichen dabei ebenso das ganz besondere venezianische Flair wie der aus 2.700 Einzelteilen gefertigte Dogenpalast oder der berühmte Markusplatz, auf dem sich unzählige Wunderländer dem bunten Karnevalstreiben widmen.

Karneval in Venedig.

Neben den bekannten Sehenswürdigkeiten hat das Venedig des Wunderlandes aber noch viel mehr zu bieten. „Bei der Planung von Venedig war es uns besonders wichtig, nicht nur das ‚Venedig der Touristen‘ abzubilden, sondern auch abseits der überlaufenen Touristenmagnete einen Einblick in das echte venezianische Leben und die Kultur der charmanten Norditaliener zu geben. Hierfür lohnt sich ein genauer Blick in die schmalen Gassen und kleinen Innenhöfe“, verrät Gerrit Braun.

Mit Venedig wächst das Miniatur Wunderland, das schon zum zweiten Mal in Folge von ausländischen Gästen zur beliebtesten Sehenswürdigkeit Deutschlands gewählt wurde, auf 1.499 m² reine Anlagenfläche. Bislang wurden schon ca. 21 Mio. Euro und knapp 800.000 Arbeitsstunden in den Bau der mittlerweile neun Themenwelten investiert, ca. 35.000 Stunden davon allein in den neuen Venedig-Abschnitt. Nun muss neue Baufläche her. Darum soll das gegenüberliegende Gebäude des Kaffeespeicherviertels mit einer Neubaubrücke in den nächsten 2 Jahren geentert werden, um neue „Bauflächen“ für weitere Städte zu bekommen. Denn die zwei Etagen sind mehr als voll. Nichts geht mehr. Außerdem gab es Anfragen aus anderen Länder, für viel Geld noch mehr bauen zu lassen, und zwar nicht in Deutschland. Aber die Brüder haben „nein“ gesagt, weil sie in Hamburg bleiben wollen.