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Verrückte Boots – Hamburg sah einen ganzen Abend ROT!

Hamburg, 03.12.2017. Red Carpet KINKY BOOTS.

VIP-Shuttle-Service, KINKY Outfits und lockere Zungen – Tja, plötzlich hatte auch ICH, nach lang erfahrenem Widerstand der letzten Jahre, eine Einladung für den Red Carpet von KINKY BOOTS für Sonntagabend in meinem „Briefkasten“! Wow. So konnte ich hautnah, und das im wahrsten Sinne des Wortes, an den B-C-D-Promis der Stadt und des Landes, wie Kalle Schwensen oder einige andere Namen, wie Jenny Elvers sein, die ich schon längst wieder vergessen hatte. Cindy Lauper selbst kam ohne rote Schuhe zu ihrer Premiere, dafür viele andere, wie die Crew um Olivia Jones.

Als wenn die Schuhfabrik Price & Son die knielang-glitzernden Leder-Lack-Stars (ich habe das Musical in der Medien-Premiere gesehen) wie Deiwel komm´ raus produziert hätte, war gefühlt jeder zweite Promi damit posend auf dem Laufsteg unterwegs. Normalerweise führe ICH die Interviews, aber: „Warum trägst Du eigentlich keine KINKY BOOTS, heute?“, fragt mich doch allen Ernstes Cale Kalay, einer der witzigsten VIP´s des Abends. Weil ich direkt und greifbar da stand, wo die Türen der anrollenden VIP-Shuttles aufgingen, war ein schneller Smalltalk vom Veranstalter nicht erwünscht, aber trotzdem unbeobachtet machbar. Ich leicht verwirrt: „Weil ich NUR Größe 42 habe. Er: „Ich habe 44!“ Huh, das hat gesessen. Aber ich war ja nicht für den Roten Teppich gebucht, sondern er.
Herr Schwensen schaute auch vorbei, der im November einen Tag vor stattfinden sein teures Fight-Event am Flughafen absagen ließ, weil, so wurde getuschelt, gemunkelt und gerüchteweise gemeint, zu wenig Tickets verkauft worden sein sollen. Die Gelegenheit nutzte ich, um direkt mal nachzufragen. Wann wird also dieses Event nachgeholt? Er zu mir: “Voraussichtlich im Februar.“ Ob das wirklich was wird? Ich bleibe da dran…

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Ein Handkuss von Cindy Lauper auf ihrer VIP-Premiere am Operettenhaus.

Kinky wird in einigen Verbindungen ins Deutsche so übersetzt: versaut-verrückt. Am auffällig-schrillsten stöckelten daher Olivia Jones und die Crew um sie, wie Eddy Kante, Eve Champagne oder Vanity Trash in hochhackigen Schuhen und Red-Dress an. Nur wegen ihnen passt das Musical KINKY BOOTS tatsächlich hier her, auf den Kiez. Alles andere wäre unglaubwürdig. Schließlich geht es im Stück um Transen, die mit der Entwicklung der Fußfesseln eine große Rolle spielen. Wie darf ich denn dein Outfit deuten?: „Das sind schwule Fische, die sich aufeinander zubewegen. Die habe ich extra anfertigen lassen. Wer heute hinter mir sitzt, der wird wahrscheinlich wegen meinem hohen Kopfschmuck nicht viel sehen können…“, so die Drag-Queen zu mir.

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Kann den Look auch Olivia Jones tragen? Dieses versaut-verrückte Outfit incl. Pose nenne ich mal: KINKY…

Und dann kam sie – Cindy Lauper, eine Pop-Ikone der 80-er. Ihre Hits kann ich immer noch mitpfeifen. Mit einem Handkuss begrüßte sie uns, als wolle sie sagen, dass sie froh sei, in Hamburg zu sein. „Hier stehen zu können, wo auch alles für die Beatles begann, ist großartig.“ Fans dagegen hatten es sehr schwierig, an sie heranzukommen. Schreiend baten sie die Erfinderin des Musicals um Selfies und Unterschriften. Sie aber: „Nicht jetzt, ich muss rein. Aber ich komme später zurück.“ Daran glaubte nur keiner und enttäuscht löste sich die kleine Gemeinde auf.

Zusammenfassend möchte ich zugeben, dass ich diesen kleinen Hype um das WE nicht erwartet hätte. Aber Hamburg hat nun wieder ein Musical, welches wirklich Spaß macht, zu bejubeln. Quasi aus der Unbekanntheit zu einer kleinen Sensation – eine rührende Geschichte um eine Schuhfabrik, die aus der Krise kommen will…