Aldi Notebook im Focus

Wie gut ist der 13″er Aldi-Billig-Laptop wirklich?

6.1

Aldi haute zum Nicolaus wieder einmal einen 13,3 Zoller mit Touch-HD, den MD63150 für unter 300,-€ und 3 Jahren Garantie raus. Wir haben das Ding gekauft und beim täglichen Gebrauch unter bestimmten Kriterien, die uns wichtig sind, genauestens unter die Lupe genommen, gecheckt ob sich das Geld gelohnt hat, auszugeben, die „Werbe“angaben wirklich so gut sind, wie sie geklungen haben. 

Die Bildbearbeitung

Fangen wir gleich mit der Bildbearbeitung an. Die ist natürlich für uns sehr interessant, weil das zum guten Blogger-Ton gehört. Da kommt das Billig-Einsteiger-Modell in der Tat schon an seine Grenzen. Gegenüber „normalen“ Notebooks hat der E3222 schon damit zu tun, ein Bild mit mehr als 5 Mill Pixel innerhalb einer Sec aufzuschlagen. Zu sehen ist dann währenddessen so ein Gitterraster. Für jeden weiteren oder z. B. Speicherschritt vergeht eine weitere unendliche Sekunde, die gefühlt einfach ein wenig nervt.
Für den Test diente das kostenfreie Programm Gimp2, welches ausreichende Funktionen bietet und sehr beliebter Photoshop-Ersatz ist.

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Videos schauen

Filme oder YouTube-Videos zu schauen ist dagegen gar kein Problem und gelingt sogar sehr gut. Das Laden geht verblüffenderweise flüssig und auch das Umschalten von kleiner zu ganzer Bildgröße macht der Neue schnell. Die Lautsprecher geben einen guten Ton ab und das Bild ist ok… Wobei wir schon beim nächsten Thema wären.

Der Bildschirm

Für unseren Geschmack ist die Helligkeit ein wenig zu knapp bemessen. Mindestens zwei Stufen mehr dürfte das Bild schon hergeben, um es bei grellem Tages- oder Sonnenlicht nutzen zu können. Das ist verdammt schade und gibt Hauptpunkte Abzug in der A-Note. Die HD-Quali ist ok und die Farben kommen schon natürlich rüber, was für Befriedigung sorgt. Der Touch funktioniert einigermaßen ok und ist ebenso nicht immer flüssig, manchesmal eher träge bedienbar. Da macht der Einsteiger-Prozessor doch ein wenig schlapp, ist nicht so perfekt, wie es beworben worden ist.

Die Tastatur

Die ist wesentlich besser, als ich es vom 11,6″-er behaupten konnte, der von vor zwei Jahren bis jetzt seine Dienste tun durfte und den ich am liebsten mehrfach gegen die Wand gehauen hätte. Denn Geduld ist eine Tugend, die man ebenso beim E3222 mitbringen sollte. Wer die nicht hat, verliert! Denn die Tastatur schlägt zwar (fast) wunderbar und eigentlich sehr gut an, jedoch friert der komplette Rechner für einige wenige Sekunden ab und an, während des Schreibens und im Akkubetrieb ein, ohne erkennbaren Grund.

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Das Mouse-Pad

Auch hier haben wir einen gravierenden Fehler feststellen können und sind über die teilweise Schwerfälligkeit der Bedienungsfläche überrascht. Denn ab und an reagiert das Ding auf gegebene Befehle nur mit andeutender Gewalt oder härterem Druck mit dem Finger. Das nervt ebenso ein wenig.

Mein Fazit

Bleibt noch der Akku, der keine vier Stunden bei normalem Betrieb durchhält und genauso lange Zeit braucht, um komplett durchzuladen. Der Arbeitsspeicher war verdächtig lahm. Nach abgelaufener Probezeit von 4 Wochen habe ich das von Hause aus installierte Virenprogramm ausgetauscht, durch´s kostenlose ESET aus der Computerbild ersetzt. Die Unterschiede sind Planeten! Ab nun läuft der Rechner wie federleicht und hat keinerlei Einfrier-Probleme mehr.
Als bekennender Apple-Hasser sieht es so aus, dass ich diese unschlagbare 3 Jahres Garantie gegen unsere Fehlerbenennungen dagegen halte, und so auf hohem Niveau gejammert wird. Weil der Preis von 299,-€ dazu (noch) stimmt. Außerdem braucht niemand mehr Leistung als so einen 13,3″-er, der zwar ein wenig langsamer als teurere Notebooks ist, andererseits ein Jahr lang das volle Windows Office-Paket beinhaltet. Und das wertet das Ganze ein wenig auf.

Unser Fazit


Handling/Performance
6.4
Tastatur
7.2
Touch/Bildschirm
5.2
Gewicht
7.3
Akku
4.6
Preis/Leistung
5.9