Deenesh

Würden Sie sich einen Ghyczy an die Wand hängen?

Das Schönste einer Vernissage ist es für mich immer wirklich die Frage zu stellen: ´Was will uns nun der Künstler mit seinen Werken sagen…?` Irgendwie ein Klassiker, oder?

Bei Deenesh Ghyczy war es am vergangenen Donnerstag so, dass er keine großen Reden schwingen, sondern von seinem Publikum selbst und persönlich erfasst werden wollte: „Sprechen Sie mich an, wenn Sie etwas erfahren wollen!“

Ich tat das gerne und war von seinen Bildern teilweise fasziniert. Diese warmen und frischen Farben, die er einsetzte, in gleichzeitig doch sehr verschiedenen und provokanten Themen, wie Hilflosigkeit durch Bondage…, echt schön! Wer es sich traut, diesen Gesprächsstoff in dieser verschlossenen Gesellschaft wieder salonfähig zu machen, der bekommt meinen höchsten Respekt!

Deenesh Ghyczy bei seiner Vernissage in Hamburg.

Deenesh Ghyczy bei seiner Vernissage in Hamburg.

So ein Bild würde ich mir auch an die Wand hängen! Und Sie?

„Seine angeblichen Kompositionen beschreiben stets den Weg von Balance und Absinken, von Erlassen und Neuorientierung… Die Form ist zerbrochen, die Einheit aber bleibt…“, so Uwe Goldenstein.

In vielen Ländern und Städten, wie Shanghai, Istanbul oder Amsterdam stellte der in den Niederlanden Aufgewachsene aus. Nicht das erste Mal war er in der starren Hansestadt Hamburg unterwegs. Schon vor 5 Jahren hatte er die Ehre, zu präsentieren.

Wer´s verpasst hat – noch einige Zeit lang können die Werke gesehen und beurteilt werden:

Deenesh Ghyczy
ausgestellt in der
greskewitz-kleinitz-galerie
Erdmannstraße 14 – Othmarschen
noch bis 30.08.



  1. Jochen P. Heite

    Die Frage, was uns der Künstler sagen will stammt aus Zeiten, in denen sich Künstler verpflichtet fühlten, oder auch verpflichtet fühlen sollten, mit ihren Bildern an der Veränderung der Gesellschaft (auch agitatorisch) teilzuhaben.- Was will er uns „zeigen“ wäre zeitgemäßer und ließe sich einfacher mit dem was ist beantworten.
    Schwer für den Künstler ist es, immer wieder anders zu sein, als der Betrachter es kennt -. Ist dieses „Anderssein“ nicht offensichtlich beabsichtigt, entsteht NEUES.
    Vor dieser Wahrheit stehen alle, die es ehrlich meinen… täglich-. Nicht nur die Künstler.
    Mit Grüßen und guten Wünschen!


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