SLEEPEROO-Hotel Cube in der Europa Passage.

Zwischen Zelten und Hotel – Eine Nacht im SLEEP(EROO)-Würfel

Dieser Hotel-Würfel ist wirklich ein Ding der Unabhängigkeit. Sicher, es gab schon andere Ideen, wie man sich in einem Einkaufzentrum oder einer Lagerhalle unterbringen kann, jedoch ist diese Übernachtungsmöglichkeit in diesem großzügig gehaltenem CUBE schon eine außergewöhnliche Nummer, die ich ausprobiert habe.

SLEEPEROO-Nacht im Einkaufszentrum. Zwischen Indianer und Traveler fühlen. 

Denn eines ist doch klar – den Tag und gleich die Nacht in der Europa-Passage zu (er)schoppen und zu (über)nächtigen – das ist schon abenteuerlich und in meinen Augen ganz großes Kino, auch für mich neu. Es ist der Mix zwischen Abenteuer und Erlebnis-Lust, die so einen Trip außerhalb des eigenen Zuhauses so interessant macht.
Ist das also daher nur was für irre Rucksack-Touris oder z. B. auch für frisch verliebte Pärchen? Fakt ist, wer nach einem neuen und harmlosen Nervenkitzel sucht, kann das machen.

Im Sleep-Hotel, inmitten der EUROPA-PASSAGE richte ich es mir ein wenig wohnlich ein. Für einen Tag und eine Nacht verweile ich an diesem Platz. 

Die Außen-Hülle besteht aus Kunststoff, die Größe ist ordentlich, sodass man drinnen herumspringen kann und die Seiten-Planen sind wie beim Zelt angebracht – fertig ist der Schlaf-Cube. Ein Wohn- und Schlafzimmer, welches sogar für Zwei ausreichen kann.

Der Ort ist schon ein echter Volltreffer, weil es ja nun an diesem Platz an nichts mangelt. Hunger? Kein Problem, oberster Stock sitzt der Food-Sky. Kunst und Kultur? Gleich um die Ecke sind Bilder-Shops und so weiter und so fort. Kleiner Nachteil für Einige: Nach 23 Uhr sind alle Läden dicht, auch die Food-Restaurants. Ich dagegen überlege, gleich für ein paar Tage einzuziehen, weil dieses Feeling ja auch was mit Reisen zu tun hat.
Viele fragen sich – ist der Preis von 210,-€ das Wert?

Ein König in der Europa-Passage – In meiner VIP-LOUNGE trinke ich erst einmal das Wasser von Flensburger und sauge den Ausblick auf.

Zu Zweit sieht die Sache schon

…anders und wesentlich entspannter aus, zumindest dann, wenn sich der Preis geteilt wird, denn genug Platz hat der Hotel-Würfel. Ein wenig Inventar sorgt sogar dafür, dass es wohnlich gemacht werden kann. Die Couch-Lehnen lassen sich zurückklappen, auch abnehmen und dann wird eine Art Regal sichtbar, das wir mit Blumen oder Klamotten und anderen Dingen verzieren könn(t)en. Die „Fenster“ lassen sich mit Sicht-„Gardinen“ verschließen und Neugierige können so von außen nicht mehr schauen, was innen passiert und sorgt für Privatsphäre.

IM SLEEPEROO-BAD habe ich für einen Tag und eine Nacht alleinigen Zutritt.

In meiner extra mit Kordeln

…abgesperrten persönlichen VIP-Lounge mit grünem Leder-Sofa mache ich es mir erstmal gemütlich, will chillen und packe dazu die Lunch-Box aus. Drinnen sind Snacks und Getränke. Mein Favorit ist sogleich das Wasser von Flensburger, in der bekannten Bierflasche, zum aufploppen. Ich lehne mich für Jeden sichtbar zurück, strecke meine Beine, damit ist doch die Aussicht vom Etagen-„Balkon“ noch viel mehr genießbar.

SLEEPEROO – An den Tischen sind USB dran, damit der Saft niemals ausgeht.

Der Hammer ist außerdem das

…separate und mega große Super- Bad, welches eine Etage tiefer und extra nur ich benutzen darf, weil es zum Service der EROPAPASSAGE HAMBURG gehört. Es zu finden, ist wie eine kleine Challenge, gut erklärt und gar nicht zu weit vom Geschehen entfernt! Hier ist stylisch von der Zahnbürste, über die Handcreme bis zum Shampoo alles da. Nur sein eigenes Handtuch muss mitgebracht werden. Duschen? Kein Ding.

Träumend genieße ich den Ausblick und das Feeling aus meinem Hotel-Würfel heraus.

Aber Achtung: den richtigen Ausgang finden! Wer den falschen erwischt, wie mir es passierte, landet im Treppenhaus, aus dem dann nur noch der Notausgang aus der Misere retten kann…! Für diese Fälle ist die Security per Handy erreichbar, die ganze Nacht und öffnet eine der Center-Tür.

Morgens, in der EUROPA PASSAGE: Glasreiniger interessieren sich, neben ihrem Job, für den Hotel-Cube von SLEEPEROO und interviewen mich dazu.

Mit sowas möchte ich am Strand, irgendwo auf Cuba leben…“, meint ein Glas-Reiniger der mich zunächst fragt, wie die Nacht denn gewesen sei. Als ab halb sechs morgens die Putz-Kolonnen durch das Haus laufen, konnte er mit unserem Gespräch seine Neugierde stillen, als nebenbei die Glasgeländer gesäubert wurden. Die Geräusche der Wasser-Maschinen, die sich jetzt durch die Passage schieben, mich zuvor wach machten, sind nicht zu überhören. Insgesamt konnte ich also drei volle Stunden schlafen. Als kleiner Tipp sollte man daher Stöpsel in die Ohren stecken, schließlich ist eine Gewöhnungsphase unumgänglich.

Zum Frühstück ist die Auswahl echt groß, auch hier gibt’s normalerweise ein Goodie von der EUROPAPASSAGE HAMBURG, nen Kaffee und Franzosen-Brötchen, bei einem der Bäcker um die Ecke.

Fazit – Würde ich es wieder tun?

Ein ganz klares JA! Wer ist nicht schon gerne in der Weltgeschichte unterwegs, auch wenn es in der Stadt ist, in der er wohnt.

Es ist halt bloß nur so, dass mich der Preis von 210,-€ pro Nacht ein wenig zu sehr abschreckt, als dass ich sofort zuschlagen würde. Zu Zweit ist das eher und sicher gemütlicher machbar.

Viele sagen dazu, dass sie dafür lieber in ein wirkliches Hotel einziehen würden. Ich nicht, denn das ist genau der Punkt. Wer ein wenig Nervenkitzel und das neue Abenteuer mag, der ist bei so einer Aktion genau richtig!