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Rolling Stones Zusatz-Konzert in Berliner Waldbühne: Back to the Roots

4.2
Bitte nicht nochmal!

2022: Schlechte Stimmung um den Karten Skandal um das Rolling Stones Konzert in Hamburg hallt nach: Gerichtsprozesse gehen, fast vier Jahre nach diesem Miese-Stimmungs-Gig und dem „FreikartenSkandal“ um den Veranstalter FKP Scorpio im Hamburger Stadtpark, immer weiter. Die sollen Freitickets vergeben haben, welche sogar als „Bestechung“ gewertet werden. 

JETZT mussten die Rolling Stones ihr geplantes Konzert in AMSTERDAM kurzfristig absagen. Wegen Corona. Mick Jagger wurde positiv getestet. Wann es weiter geht, weiß keiner. Kommen die Jungs noch nach Gelsenkirchen? Hier soll ja am  27. Juli das zweite Konzert der Deutschlandtour stattfinden. Wir bleiben da mal dran…

ZUSATZ-KONZERT in der Berliner Waldbühne. Und zwar dort, wo alles in den 60-er Jahren mit Skandalen begann. Am 03.07.2022 wird es über die Bühne gehen, im wahrsten Sinne des Wortes.

Nach Tod von Watts – SO kommen STONES nie mehr nach Hamburg

Nach dem Tod von CHARLIE WATTS werden die Rolling Stones nie mehr in dieser Besetzung nach Hamburg zu einem Konzert kommen. Geschweige denn, ob sie es nach diesem Skandal überhaupt noch wollen würden…

Zweite Gerichtsrunde um „Karten-Skandal“ und Stones Konzert

Prozesse um Rolling Stones Hamburg-Konzert und FKP Scorpio „DEAL“ um vergebene „Freitickets“  gehen weiter – Nach den Bestechungs-Skandalen, die die MOPO aufdeckte, und den Razzien beim, durch diese Vorkommnisse nicht gerade sehr seriös wirkenden „Veranstalter“ FKP Scorpio und dem Bezirksamt Nord, wollen die Stones erneut in Deutschland spielen! Normalerweise müsste man doch so langsam nach so einem Schlechte-Laune- bis eher Mittelklasse-Erlebnis die Nase voll haben, dachte ich. Aber nein, es scheint einfach noch einmal von vorne los zu gehen. WOW…

Und so berichtete ich, als die Rockerband Anfang September 2017 in Hamburg spielte:

Stones-„Muppets“ in Hamburg und echt lahme Stimmung im Stadtpark!

September 2017, Stadtpark in Hamburg.
Bestes Wetter, pünktlich zum Start des Gig´s kein Regen in Sicht, dafür kaum Stimmung unter den „Fans“, unerklärliche Kunstpausen auf der Bühne, Unzufriedenheit und schlechte Kifferluft um uns rum – so war mein STONES-KONZERT (k)eine Sensation im Stadtpark in Hamburg.

Was für Menschen gehen heute eigentlich zu den Stones?

Es sind nicht nur alte Männer, die sich die „Rentner-Band“ geben und sich sagen mögen; bevor einer von uns/denen abtritt, noch einmal live erleben, was für eine Show Jagger und co. zu bieten haben, noch einmal bekannte Songs, wie „gimme shelter“ mitsingen. Generationen hat´s zusammengeführt. Für einen Abend lang wollten die jetzigen Oldies der Sechziger die Rocker sehen, die ihre damalige Jugend geprägt haben, von denen sie ihren Kindern nicht nur erzählen müssen, sondern sie mitbringen, um zu zeigen, welche Mucke auch heute noch gehört wird, weil sie teilweise zeitlos war oder wieder salonfähig gemacht wurde. Schließlich sind es lebende Legenden, die mehr als ein halbes Jahrhundert Musik-Geschichte und Skandale geschrieben haben! Dabei sein ist darum sicher alles.

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Eine Karte und ´nen Becher – zur Erinnerung an einen (un)vergesslichen Abend bei den Stones.

Wie war das Rolling Stones Konzert in Hamburg?

Scheiß auf den Hunderter, den ich für die Karte bezahlte. Schließlich ist es nicht irgendein Konzert, sondern nach 10 Jahren sind The Rolling Stones wieder da. Ich bin noch ein Stückchen davon entfernt, zu sagen; ´das war nix`. Aber in Havanna, als die Alt-Rocker in diesem Jahr vor ungelogen einer halben Millionen Leute, davon hauptsächlich Cubanern spielte, versprühte Mick so eine mega Energie (alles war im ZDF zu sehen), von in Hamburg kaum etwas übrig geblieben zu sein schien. Dazu kam die Gänsehaut, die ich während des eiernden Gesanges von Keith Richards bekam, so schlecht war´s. Der übernahm zweit Titel, während sich Mick ein wenig Pause zu gönnen schien. „Der trifft ja noch nicht mal ´nen Ton…!„, stellte eine Frau neben mir erschüttert fest. Ich empfand das noch ein wenig schlimmer und stand wie erstarrt auf dem Fleck, mit offenem Mund.

Wir befanden uns so ziemlich im Mittelfeld

…und konnten die klitzekleinen Figuren stehen und den Jagger herumtanzen sehen. Mit meiner hineingeschmuggelten Kamera (eine dabei zu haben war offiziell verboten, interessierte und kontrollierte jedoch keine Sau!) zoomte ich einige Motive heran und schoss  Bilder. Das Bühnenkonstrukt war ein gigantisch und großes, aus vier versetzten Teilen bestehendes Säulengerüst, welches nicht nur das Anhören, sondern auch bedingt das Ansehen des Gigs erlaubte, (fast) egal, wo man stand. Fast, denn selbst die vier ca. 30 Meter hohen LED-Wände, die mit fünf Kameras das komplette Konzert in teilweise gleichzeitig mehreren Perspektiven in verschiedenen Farb-Stilen übertragen haben, konnten optisch nie alle erreichen. Die hinteren Tribünen dürften mit Sicherheit zu weit weg gewesen sein, um annähernd eine Art an Feeling, geschweige denn gute Sicht gehabt zu haben. Da war sicher ein wenig Geldgier mit im Spiel, die andererseits wieder die Ticketknappheit entspannte…

Darum gingen die Meinungen, die ich vor Ort aufschnappte, von: „Das war doch niemals LIVE gespielt!“, über: „Waren das Muppets da auf der Stage? Die haben sich ja nicht einmal vom Fleck bewegt!“, bis hin zu: „Oh, wie geil beschissen ist das denn“ und: „Die hätten doch noch Zugaben geben können“, auseinander. Aber nein, um 23:00 war pünktlich Schluss. Nach jeweils drei Songs gab es immer mal wieder komische Kunstpausen, die keiner verstehen konnte, der Sound war teilweise bedenklich und das Micro schien ab und zu ebenso bessere Zeiten gehabt zu haben. Zweieinhalb Stunden wurden so locker gestreckt und gaben doch einen musikalischen Querschnitt aller Jahrzehnte wieder, die, wie ich finde, trotzdem ein Muss und eine Pflichtveranstaltung vor dem wahrscheinlichen Abtreten der Band war…

Die Stimmung im Stadtpark?

Eher voll lahm und wie ´ne tote Flunder. 84 000 verkaufte Tickets vom „Bestechlichkeits-Veranstalter“ und eine Party, wie bei einem Kindergeburtstag mit weniger als 10 Kids. Ziehen diese schlechten Vibrationen der Hansestadt die Massen nach unten oder war´s dann doch das Gras, was wir stundenlang um uns herum riechen mussten und welches die Leute wahrscheinlich so betäubte? Kaum einer jubelte, geschweige denn klatschte. So aber war´s bestimmt das Beste, denn dadurch verlief alles überwiegend friedlich und ruhig ab. Mick Jagger ermahnte zuvor noch auf Deutsch: „Bitte, seid heute nicht so brutal, wie auf dem Pink Floyd-Konzert!“ Vor erneuten Ausschreitungen hatten bestimmt viele Angst. Darum war dieses Großereignis auch erst einmal, wie immer, eine mega Ausnahme.

Eine Panik und Total-Chaos blieben in Hamburg bei der Abreise nach dem Konzert aus, weil der Nahverkehr von einigen Verkehrspunkten Busse einsetzte, die unter anderem die U-Bahnen entlasteten. In Berlin sah es zeitnah nach dem Lola Palazzo ganz anders aus. Hier entging die Hauptstadt gefühlt nur knapp einer Katastrophe…

Bewertung -Mein Fazit:

Rolling Stones Hamburg Konzert und der FKP Scorpio Skandal. Schlechteste Bewertung ever für dieses Rolling Stones Hamburg Konzert! Es war mein viertes Stones-Erlebnis und alles in allem das schlechteste, nur ein Mittelklasse-Event, was gerade mal eben noch in Ordnung ging. Machen muss man das nicht. Aber – dabei ist hier alles! Das war es, was mich zu diesem Konzert gebeamt hatte. Perfektion und eine Sensation ist was anderes. Dieses Event war eher von einer Meisterleistung weit entfernt und ein wenig enttäuschend. Wären da nicht die vier ca. dreißig Meter hohen LED Säulen, über die die teilweise coolen Live-Video-Sequenzen gezeigt wurden, hätte man auch komplett Zuhause bleiben und den TV anmachen können.

Das die sich nicht schämen! Die mit einhergehenden Kartenskandale des „Veranstalters“ (so nennt er sich), gaben wirklich vielen den Rest! Unterstützen möchte ich das nicht weiter, wenn ich ehrlich bin! Denn Seriosität klingt wirklich anders. Schock, lass´ nach

Unser Fazit


Sound
4.3
Feeling
4
Organisation
4.2
Stimmung
3.9
Konzert
4.7