Test: Lenovo Idea Tab Pro Gen 2: Tastatur-Stift-Bundle, mit Stärken und Schwächen
Testbericht: Lenovo Idea Tab Pro Gen 2 – im Bundle mit Tastatur und Stift. Das Für und Wider mit hellem Desktop, schönem 13″-Bildschirm, schmalem Design und ein echtes Fliegengewicht, wie ich finde, mit ebenso einigermaßen guter Performance im Sound, in Deutschland hat es allerdings wenig Speicher.
Kommt da nach zwei Wochen täglichem Test allerdings auch ein wenig ernüchternde Ernüchterung rein…?

Lenovo Idea Tab Pro Gen 2: Dieses Bundle ist eigentlich großartig…
Was nervt und mich hadern lässt
Wenn das die Gegenwart ist, auf der wir arbeiten, bin ich erst einmal zufrieden. Ich hatte nämlich noch nie so einen Großformat-Bildschirm, der so hell ist, echt gute Farbtiefe hat und gestochen scharf gezielt die Lücke zwischen produktivem Lernen, Medienkonsum und Flaggschiff-Leistung, wie die von Samsung, schließen soll, sondern eine Art an Leichtigkeit mitbringt, die verdammt cool ist.
Andererseits bin ich begeistert, wegen großem Desktop, der trotzdem leichten und guten Tastatur und der allgemeinen Performance, die sich sehen lassen kann, hat.

Lenovo Idea Tab Pro Gen 2 im Einsatz. Man sieht einfach, wie stark der Bildschirm auch von der Seite spiegelt. Das Case auf der Rückseite lässt das Tab in verschiedenen Stufen kippen…
Mit der Dicke von lediglich 6,2 mm, die bemerkenswert schlank ist und dem Gewicht von 598 Gramm, ist das Tab in dieser Größenordnung gut ausbalanciert. Trotzdem sind da vier Lautsprecher, auf jeder Seite zwei, die ordentlich krachen machen. Allerdings fehlt da leider der Bass. Ansonsten ist die Lautstärke schon gut, und es klirrt auch nichts, wenn aufgedreht wird.
Was ich im Nachgang als hilfreiche Spielerei durch Zufall entdeckte, dass die Schutzhülle, die ja per Magnet an die Rückseite angeklickt ist, abgenommen so als Stufenhalter einsetzbar ist. Naja, das sind Kleinigkeiten.

Lenovo Idea Tab Pro Gen 2: Dieses Bundle ist mit der Tastatur und dem Stift gut…
Große Performance, kleine Nachteile
Wirklich schade: Lenovo gibt nur zwei Systemupdates, bis Android 18. Dann ist Schluss. Immerhin werden bis 2030 Sicherheitsupdates geliefert. Wenn man bis dahin Windows gewohnt war, dauert die Umstellung auf Android so ca. zwei Tage, in denen ich mich mit dem Menü beschäftigen muss. Dann läuft’s gut.
Dabei hilft die Tastatur ungemein, die, jedenfalls anfangs, exakt und präzise auf den Druck reagiert und deshalb zum Schreiben hervorragend geeignet ist. Der Hub ist Premium. Das kriegten ältere Laptops, wie zum Beispiel die 14″er von Medion, nicht so toll hin. Da hatte ich so das Gefühl Trabant zu fahren.
Design, Haptik: Schlankes Leichtgewicht
Das hochauflösende 13-Zoll-Display, welches mit 600 Nits, womit man schon verdammt gut arbeiten kann, daherkommt, ist echt klar und scharf. Auch bei viel Gegenlicht. Außerdem regelt das Penel die Helligkeit alleine, und zwar nach Bedarf! Mal in einem meiner Liebling-Restaurants das Pokalspiel Dortmund- Bremen geschaut. Die Colors sind so schön warm, natürlich und frisch, dass man da nichts nachregeln möchte.
Besonderer Fokus liegt auf der Software. Mit Lenovo AI Notes & Smarter Reader und seiner integrierten KI-Funktionen lassen sich handschriftliche oder getippte Notizen zusammenfassen, strukturieren und wieder durchsuchen. Funktionen wie AI Explain machen das schnelle Erklären markierter Textstellen oder Skizzen spielend möglich…
Was nervt, sind die Programme, die teilweise durch das System Android anders zu bedienen sind. Es stört mittlerweile echt, wenn kein wirkliches PDF zu finden ist, welches meine Dokumente umwandeln soll. Davon mal abzusehen, fühlt sich die Umstellung von Windows auf Lenovo wie ein besserer Aldi-Laptop an, der träge und unvollendet scheint. Der Blick auf die mitgelieferten Apps lohnt trotzdem. Ein Notizblock macht da auf den ersten Versuch echt Spaß. Zwar habe ich den Stift noch nicht angeschmissen, das Malen und Zeichnen geht auch mit dem Finger! Und das ist schon irgendwie Porno!
Das Gehäuse fasst sich wertig an, die Aluminiumlegierung und ist nach IP52 gegen Staub und allfälliges Spritzwasser geschützt und das Ding gibt’s, jedenfalls laut Hersteller, in den Farbvarianten Luna Grey, Cloud Grey und Jelly Mint.
Lenovo Tab: Kleine Besonderheiten und Optionen
Die Besonderheit, eines der ausgewählten Varianten, in denen Lenovo ein mattes Display Anti-Glare-Display verbaut, das Reflexionen stark reduziert und beim Schreiben mit dem Stylus ein angenehm papierähnliches Gefühl macht, gibt es in Deutschland, jedenfalls mit dem Gen 2 nicht.

Lenovo Idea Tab Pro Gen 2: Dieses Bundle ist gut, aber der Bildschirm nicht matt, sondern er spiegelt. Das ist wirklich ein wenig schade, Jammern auf höherem Niveau…
Ich habe die Optionen mit 8 GB LPDDR5X RAM erwischt. Damit laufen Filme, Videos und Social Media wunderbar flüssig. Mein Fußball-Manager dagegen, der ruckelt nach ein paar Mal Benutzung kräftig im Bild, wenn ich die Spiele laufen lasse. Da kommt die Power schon echt ins Straucheln. Der interne Speicher hat nur 128 GB. Das ist natürlich viel zu wenig. Der lässt sich per microSD-Karte um bis zu 2 TB erweitern. Und genau das ist ein irrer Pluspunkt!
Smart Connect: Das Zusammenspiel zwischen Android, Windows und iOS wurde optimiert und ist eine echte Erleichterung. Dateien, Zwischenablagen und App-Inhalte können nahtlos zwischen Tablet, Smartphone und PC hin und hergeschoben werden. Das merke ich an meinen Kalender-Benachrichtigungen, welche, wenn ich mich mit meinem Google Konto angemeldet habe, schon synchronisiert sind.
Fazit mit Lenovo Tab Gen 2
Das ist ein Büro, was Spaß macht, Stärken und auch Schwächen hat. Manchmal frage ich mich, warum das so lange gedauert hat, sowas zu bauen: Leicht, schnell, hell, scharf und so kompakt wie leicht – Dieses Tab ist echt mein neues Büro, nicht nur für Zuhause, sondern für zu Hause!!! Wer Abstriche bei Performance und Programmen machen kann, sollte zugreifen. Für High-End Anwender ist das hier nichts.
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