Undone: Was der Messi-Look aussagt

Messy-Look: Warum dieser Schmuddel-Trend langsam durchbricht

Messy-Look als Mode-Trend: Negativer Mundgeruch, stinkende Klamotten durch ein echtes Schmuddel-Outfit – Ich möchte den kompletten Stilbruch für den Herbst, den sich immer noch keiner so richtig traut – ENDLICH, bitte!

PRADA hat gerade mit seiner Spring/Summer womanswear Show minimal mit den teilweise zerzausten Haircuts in Paris angerissen, was aus meinen eigenen Erfahrungen noch ein wenig ausbaufähig ist! Jedenfalls, wenn es an die Zerrissenheit geht. Und das im wahrsten Sinne des Wortes.

Obwohl die aktuelle Vorführung des Labels in Frankreich echt ein perfekter Outfit Kracher war – es geht um den Rock, der viel Beinfreiheit erlaubt – ist mein Kopfkino jetzt erst recht angeknipst worden.

Mode: Messy- oder Undone-Look

Von vorne: Zu meiner Nachbarin gehe ich nicht mehr, weil die sagt, ich würde wie ein Schwein fressen, wenn ich mir mein Brötchen aus dem Marmaladenglas kleckernd und dann noch doppelt mit Käse belegend aufbauen würde.

Zu der anderen gehe ich auch nicht mehr, weil die wieder meint, irgendwie würde irgendwas nicht richtig bei mir riechen! Und hier möchte ich beim sogenannten Undone-Look ansetzen, den wir doch gleich von den auf den Straßen Lebenden übernehmen könnten. Schließlich ist das das echte Leben.

Perfektion langweilt mich schon bei meinem Bart zu Tode. Der darf unsymmetrisch und farblich ungleich sein! Ich bin außerdem seit Jahrzehnten einer, der sich gegen jede Sauber-Regel stellt. Zwei verschiedene Schuh, dreckiges Hemd, UNGEBÜGELT oder ne süffende Cap, die auch farblich schon vergilbt ist, zu einer Art an Street-Style passt. Die Bluse aus den Achtzigern, die unbedingt Weiß sein musste, tragen heute noch die ewig gestrigen, ehemaligen Bürofrauen. Noch am Boxring, vor zehn Jahren schon, da protzte die erste Reihe der Weiblichkeit mit Fo-Ku-Hi-La-Lockenpracht und Schulterpolstern!

Warum der Trend umkippt

Dieser nun als neu erfundene Lodder-Trend, der übrigens nichts mit dem berühmten Fußballer Messi zu tun hat, kommt tatsächlich durch die Ermüdung, immer wieder Höchstleistungen zu erbringen, weil es andererseits schon alles gibt. Er wurde damals vom Ukrainer Jean Gritzfeldt im Rahmen eines anderen Themas angerissen, als der Krieg im Osten begann. Nur, hier wurde noch einen gehörig draufgesetzt, was Dramatik betrifft!

Mode-Fazit: Messy-Look

Als ich vor Jahrzehnten noch als Erster in Hamburg mit ner zerrissenen Jeans durch die Straßen lief, lachten und kicherten die Mädels hinter mir. Später trugen genau sie dann DIE mit den langweilig einheitlichen Rissen an der Kniescheibe – monatelang.

Früher hieß es noch, wer zwei verschiedene, also sich mindestens farblich unterscheidende Socken trägt, hat sein Leben nicht im Griff. Lagerfeld setzte da mit der Trainingshose an. Und von den Tretern ganz zu schweigen!