FilmFest Hamburg IN wie nie: Stars, Storys und 5% mehr Zuschauer angelockt
Im Rahmen des Abschlussabends des FilmFest Hamburg 2026, mit NDR Kultur-Moderatorin Julia Westlake, sind vor dem Film Ha-Chan, Shake Your Booty! von Josef Kubota Wladyka, welcher ein schwungvolles, lateinamerikanisch angehauchtes Tanz-Drama ist, im CinemaxX Dammtor weitere Preise vergeben worden.
Einen bekam der Regisseur Lav Diaz, der sich in einer 5 Sekunden Video-Botschaft herzlich kurz bedankte, was für Lacher sorgte. Seine Filme gehen schonmal eben so zwischen drei und neun Stunden und es war nicht das erste Mal, dass er dabei war!!
Der Preis der Filmkritik wird seit 2018 in Zusammenarbeit mit dem Verband der deutschen Filmkritik vergeben und ging, wie also erwähnt, an Let Us Through, Dear Ancestors von Lav Diaz (Philippinen 2026).

Helen Mirren bekommt den Douglas Sirk Preis 2026…
FilmFest Hamburg 2026: Viele verdammt gute Filme
Mit rund 65.000 Festivalbesucher*innen, einschließlich des Binnenalster Filmfests und der Gäste der FilmFest Hamburg Industry Days, zieht das Festival eine positive Bilanz und konnte das Vorjahresergebnis um fünf Prozent steigern. Gezogen haben unteranderem die Hamburger Premiere und der Red Carpet von Shaun – Das Schaf mit Thomas D., Helen Mirren bekam Douglas Sirk Preis, Regisseur Lav Diaz gewann ebenso, Fatih Akin oder auch Wolf Biermann machten auch noch Alarm…
Zurück ins Kino: Filme im Saal schauen ist wieder IN
Und das ist genau der Punkt, weil das Kino, zusammen mit dem Film wieder zurück ist, nämlich da, wo er hingehört – in die Säle. Und es wird deshalb derzeit und teilweise gedreht, wie verrückt. Fatih Akin, zum Beispiel, hätte schon fast den Roten Teppich seines aktuell laufenden Streifen vor lauter weiterer Projekte, die er angeschoben hat, vergessen, wie er es auf dem Red Carpet erzählte…

ffh26: Fatih Akin zu seiner Hamburg-Premiere von „Geister“…
Und hier schließt sich ein Kreis: Der Abschluss-Film Ha-Chan, Shake Your Booty! hat übrigens echte Parallelen zu „Geister„, der als ne krasse Charaktestudie aufzeigt, wie sehr Schmerz durch Verlust verkraftet werden muss. Als wenn es zum Trend geworden wäre, Partner zu porträtieren, die durch Unfälle oder den plötzlich eintretenden Tod des Liebsten verarbeiten zu müssen, hat auch diese Geschichte genau dieses Thema aufgegriffen. Zwar ist Erzählweise in diesem Falle lustig, die Brisanz jedoch wird klar und deutlich…
Fazit
Im Großen und Ganzen hat mich das Aus-dem-Haus-gehen tatsächlich angefixt, weil wir erneut Newcomer und Old-Stars direkt zum Anfassen in der Stadt serviert bekamen. Es waren erneut zehn spannende und coole Tage, die unteranderem auch durch den ExDDR–Liedermacher Wolf „Biermann“ aufwarten konnten, der seine politische Doku präsentierte. Gerade jetzt, weil das Comeback der LINKEN erneut für echt fette Schlagzeilen sorgt, ist diese Story sehr, sehr wichtig!!
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