Kuba: Ches Idee bröckelt nicht nur an den Häuserwänden

Kuba hautnah: Drogen, Jineteros, Polizei – Wem gehört die Straße wirklich?

Jetzt ist klar, warum es auf Kuba 2026 und in Havanna so gefährlich ist, wenn man im April diesen Jahres vor Ort war, um sich ein eigenes Bild machen können, um genau das zu erfahren, was Touristen nicht hören sollen! Würden Che und Fidel Castro eigentlich ebenso das Kotzen kriegen, wie es mir erging? Der Vorzeige-Sozialismus erdrückt auch von seiner schlechten Seite!

Denn die Reisewarnungen„, also ein „dringendes Abraten von Aufenthalten auf Kuba“, die derzeit durch das Auswärtige Amt ausgesprochen wurden, sind einerseits tatsächlich gerechtfertigt. Zwar war von einem „Versorgungsmangel“ nichts zu spüren, jedenfalls was Havanna und Guanabo betreffen, jedoch von einer Steigerung an Bettel-Konzepten und Festhalten auf der Straße, schon.

Es ist wie in einem Mafia-Krimi oder einer zu erfüllenden Mission am Rechner in GTA 5/6. Diese Kontraste, das kriminelle Karma und der Geruch des Centrums der Hauptstadt, was uns völlig crazy macht, sind das Kurioseste, was ich je auf der Welt sah.

Lest dazu meine Geschichte:

Wem gehören die stinkenden Straßen Havannas?

Stinkende Straßen durch widerliche Müllberge, die bei 30°C Hitze brodeln, weil sie nicht weggeschafft werden, an denen Jineteros wie verlorene Jungs in China-Klamotten stehen und gefälschte Zigarren, Chicas aus der Nachbarschaft, billiges Koks, Taxen und Hasch verkaufen. Der neu freigegebene Tauschkurs, von 1:600 im April, der uns das Leben magisch versüßte, wirkt dagegen wie ein kleiner Trostpreis, der gegenüber einem aggressiven Bauern-Nepp steht, den sogar die Polizei nicht stoppen kann!

Kuba: Die Spritkrise erreichte Havanna ebenso. Die Tankstellen sind leer…

Kuba 2026: Abzocke und Raub, von dem Touristen nichts wissen sollen?

DIE präsentierte sich sogar am späten Abend mit Hausdurchsuchungen, flogen in vermummten Gesichtern und mit Maschinenpistolen im Anschlag, gleich neben meinem Casa Particular ein, um zu zeigen, wer hier die Macht ist. Bilder davon zu machen traute ich mich nicht. Eher stand ich wie erstarrt minutenlang daneben und schaute mir die Verhaftungswelle an.

Zuvor gingen nämlich diese Mordnachrichten durch die Calle von Amistad und der Industria, die schockten: Eine dreiköpfige kubanische Familie soll von Einheimischen wegen ein paar CUP gekillt worden sein. Auf meine Nachfrage, woher man sowas wissen will: „Die Mordkommission war da!“ Von denen will meine erste und beste deutsche Quelle es haben, die es live zu berichten wusste.

Kuba: Diese wilden Warnungen machten vor Ort die Runde

Außerdem sei es nachts brandgefährlich, wenn ab Mitternacht die PNR schlafen gehe, weil kriminelle Banden auf Betrunkene warten würden, die gnadenlos mit Waffen überfallen und ausgeraubt werden könnten.

Gewarnt wird außerdem vor Chicas, die ihre Dienste ohne Gummi in ihrem eigenen Haus anböten, um auch die Miete für das Zimmer zu kassieren. Dazu kämen dann KO-Tropfen, welche in Form von Pulver verabreicht würden, um Geld, Pässe und die Telefone abzuzocken. Wer Pech habe, und sich wehren würde, werde aufgeschlitzt, berichtet mir ein Österreicher, den ich beim Kaffeetrinken auf dem Boulevard kennenlernte und dazu sogleich interviewte. Der lebe schon seit Jahren hier und installiere E-Fahrräder, meint der noch…

Kuba hob „sinnlose Verbote“ auf

Das ist nach dem Aufheben von den Bicycle-, Farbe-, Kontakt- und Handy- + Internet-Verboten jetzt alles möglich, umzusetzen.

Kuba 2026. Zurück jedoch zu den Räubergeschichten. Es deckt sich dazu diese Tatsachen-Story: In Guanabo wurde vorletzte Woche, nachts um 2, ein Deutscher überfallen, der betrunken von der Dorf-Disco zu Fuß auf n Heimweg zu seinem Casa war. Ein Fahrrad-Taxi verweigerte er, mit den Worten, dass ihm nichts passiere. Eine schnelle Mitteilung der Chicas per WhatsApp reichte aus, um die Nachricht zu verbreiten. Vier Kubaner verprügelten ihn dann hart und raubten seine Handys und all sein Geld, was er dabei hatte. Mein Kumpel sah sein blau geschlagenes Gesicht einen Tag später, bevor der Verletzte abreisen musste…

Keine Beweise wegen Hören-Sagen

Natürlich ist das immer noch nur Hören-Sagen und diese Behauptungen sind nicht vollständig zu belegen oder zu überprüfen, weil all das normalerweise die Touristen nicht erreichen soll. Deshalb habe ich eine Nachfrage an die kubanische Botschaft geschickt, die dazu mal Stellung beziehen soll. Erfahrungen der letzten Jahre zeigen, dass die nicht antwortet.

Es kann jedoch nicht alles erstunken und erlogen sein, wenn mir einen Tag später ein Chinese berichtet, dass sein Passport auf der Hauptstraße von Havanna geklaut würde, und der dann auf der PNR-Station, also die Filiale der Polizei am Boulevard, gegen eine Gebühr von 200,-€ abgeholt werden könne. „Die sind doch korrupt!“, meint der in einem Gespräch. Ein Kellner der neuen Open-Air Restaurant-Bar an der Einkaufsstraße: „Das ist die böse Seite von Kuba…!“

Kuba 2026: Stinkende Müllhaufen bei 30°C, in Havanna, im April. Ein Einheimischer sitzt erschöpft und resigniert daneben…

Abzocke, Überfälle, Morde? So kriminell ist Havanna

Armut, Billig-Mafia, Polizei – Mittlerweile ist diese Stadt so kriminell verrufen, wie es schon in Scarface mit Al Pacino zu sehen war. Mir passierte nichts. Eine Frage der Zeit? Und wie lange überlebt der Sozialismus das?

Ein Tagebuch des Hinterfragens beginnt.

Mich interessiert erneut, wie sich dieses System halten kann. Diese altbacken Revolution fühlt sich derzeit an, als sei sie komplett aus der Zeit gefallen. Und genau das dürfte den neuen Linken Deutschlands gar nicht schmecken…

Frust macht sich dazu breit. Nach 50 Jahren traute sich sogar meine Casa-Mama zu sagen, dass sie zwar gerne hier seien, jedoch die Regierung schlecht wäre. Sollte Trump kommen, also militärisch einmarschieren, werde es mit der Economy bergauf, und nicht, wie seit 70 Jahren, bergab gehen! „Wir hoffen, dass unser Land bessere Zeiten erleben wird!“ Das wünscht sich ebenso meine neue Freundin, die ich kennenlernte und die NICHT Anfang Mai an Demonstrationen gegen die USA in Havanna teilgenommen hat. „An sowas habe ich mich noch nie beteiligt!“ Eher plane sie nun ihr Haus zu verkaufen, um in naher Zukunft das Land verlassen zu können: „Ich ertrage das hier nicht nicht mehr!“, schreibt sie mir eine Woche nach unserem Kennenlernen auf WhatsApp.

Kuba 2026: Wann ist Trump hier?

Was hier sonst kaum interessiert, ist die Ansage vom USA-Diktator, seine Androhungen wahr zu machen, Kuba in Kürze komplett zu übernehmen, nicht erst, wenn es kollabiert ist. Davon ist hier nichts zu spüren, denn derzeit geht das Leben alltäglich so weiter, als sei nichts gewesen.

Kuba, April 2026: in den Straßen von Havanna werden täglich Preise verglichen…. (Gesicht mit KI wegen der Persönlichkeitsrechte verformt, verändert)

Es brennt in den Straßen – neben einem Müllberg verkaufen Jineteros

Und jeden Tag immer wieder dieselbe aggressive Laier: Ein Mafia-Jünger, der alles zu haben scheint, was du brauchest und wenn nicht, er es besorgen könne, steht mit Bomberjacke, inmitten einer von Havannas brutal miefenden Ecken, neben einem Mix aus Cerosin, Pisse und Fäkalien aller Art, der sich durch die Straßen verbreitet und spricht Touris, auch mich an. Sie und ich sollen nur bei ihm Geld wechseln, KubanerInnen bestellen und Rauchware kaufen. Dabei ist er so aggressiv und laut und ohne Androhung jetzt die Polizei anzurufen, nicht abzuschütteln…

Als ich ihn ermahne, er solle doch mal zwei Schaufeln besorgen und wir machen dann die Kehrseite, fühlt der sich nicht zuständig und wiegelt ab: „Nicht mein Bereich.“ Während nämlich eine Straße weiter der Mist abgebrannt wird und der Rauch uns vernebelt, können Hustenprobleme an der Tagesordnung sein.

Kuba 2026: Ich nehme diese dreckige Mentalität an mich

Auch ich erwische mich bei der Versuchung, meine leer getrunkene Cola-Büchse, die ich für um die 80 Cent nach meinem (illegal) getauschten Billig-Kurs auf einen der Haufen zu schmeissen! Weil es alle tun. In Deutschland wäre sowas unmöglich gewesen, währe ich belehrt worden, mit Sprüchen, ob ich das Zuhause auch so machen würde. Da hätte ich vielleicht Scham verspürt! Hier ist das alles scheißegal. Eine Mentalitäts– oder Erziehungs-Frage, die die Castro-Brüder nicht geliefert haben!

Havanna macht neben offenen Aggressionen auch Kunst in etwas sauberen Straßen…

Kuba: Wie gefährlich ist Havanna wirklich?

Zurück zu den Straßen, auf denen es derweil so gefährlich ist, wie seit ungefähr 50 Jahren nicht. Erneut werde ich belehrt, vorsichtig zu sein. Wer im Dunkeln eine nicht beleuchtete Ecke erwischt, würde sich wohl warm anziehen müssen. Immer wieder werden diese Texte gepredigt.

Selbst das ungarische Pärchen, welches in meinem Haus Particular gastiert, ist von den mafiösen Strukturen geschockt und genervt. Sie wollen nicht mehr nach Havanna kommen, weil diese einzeln, sogar auf den öffentlichen Toiletten, beim Strullern um Geld angebettelt wurden.

Hunger? Ein fettes Fazit über Kuba in 2026

Drogen, Geld umtauschen, aggressive Bettler, die sich wie Kletten anketten, Chicas, vor denen ich weglaufen muss, weil sie so aggressiv vorgehen – all diese spontanen „Überfälle“ überraschen mich total und solche Dinge passieren, wenn ich nach Mitternacht an den Plätzen mein Handy zücke. „Was meinst du, wie viele derzeit mit Hunger ins Bett gehen. Und ich meine Hunger. Das heißt nur mit Wasser und Zucker leben, das den ganzen Tag lang…“, sagt mein neuer deutsch-kubanischer Freund aus Dresden. Sozialismus würde sich gut anhören, nur gäbe es ihn nicht.

Dagegen ist das Spritproblem eines, für das auch eine Lösung da ist – ein E-Bike. Ein Dresdner, der wegen seines cubanischen Vaters nach Havanna zurückgekommen ist und seit sieben Jahren hier lebt, erklärt, dass diese alle aus Miami geschickt werden.

Reihenweise stellen die Fluggesellschaften nun die Anflüge auf die kommunistische Insel ein. Auch IBERIA, über die ich einen der letzten günstigen Plätze bekommen habe, um noch einmal zu sehen, was es bedeutet, im Sozialismus zu sein, will nicht mehr und streicht. Mindestens bis Ende Oktober. Und ja, der Flieger war zwar nur zu zwei Drittel voll, trotzdem hatten wir nicht das Gefühl, dass das ein Untergang sein könnte. Schließlich geht das Leben, wie in geordneten Reihen, wie immer weiter.

Mal im Ernst: War das die Mission und der Wille von Che!? Ich hake noch einmal nach, da es doch wenigstens Obdachlosigkeit, die in der Propaganda von Fidel Castros Erbe totgeschwiegen wird und keinen Platz haben solle, offiziell also nicht gibt: „Mach Deine Augen auf!“, sagt mein neuer Body…

„Mach die auf „.