Lohmeyer über „Lieber Thomas“ Brasch und 12 Nominierungen Deutscher Filmpreis

Peter Lohmeyer über „Lieber Thomas“ Brasch auf Hamburg-Premiere im ZEISE und irre viele Nominierungen für Deutscher Filmpreis.

LIEBER THOMAS, eine Produktion von ZEITSPRUNG PICTURES, geht mit 12 Nominierungen als Favorit ins Rennen um den Deutschen Filmpreis. Soeben wurde der Film über das Leben des deutschen Autoren Thomas Brasch von den Mitgliedern der Deutschen Filmakademie in den wichtigsten Kategorien Bester Film (die Produzenten Michael Souvignier & Till Derenbach), Beste Regie (Andreas Kleinert) und Bestes Drehbuch (Thomas Wendrich) nominiert. Gleich vier Schauspieler:innen wurden nominiert: Albrecht Schuch für die Beste männliche Hauptrolle sowie Jella Haase, Anja Schneider und Jörg Schüttauf in den Nebenrollen. Dazu kommen Nominierungen für Johann Feindt (Kamera), Myrna Drews (Szenenbild), Gisela Zick (Schnitt), Anne-Gret Oehme (Kostümbild) sowie Uta Spikermann und Grit Kosse (Maskenbild).

LIEBER THOMAS von Andreas Kleinert, geschrieben von Thomas Wendrich, ist einer der meistbeachteten deutschen Filme des Kinojahres 2021. In den folgenden Kategorien geht er ins Rennen bei der Lola-Verleihung am 24. Juni in Berlin:

Peter Lohmeyer über „Lieber Thomas“ Brasch auf Hamburg-Premiere im ZEISE

Bei der „Lieber Thomas“-Premiere, am 10. November 2021 in Hamburg, tauchte auch Peter Lohmeyer als Gast auf, der sich den Film anschaute. Auch er wurde nach der Vorstellung interviewt und zu Brasch befragt. Denn der Schauspieler hatte mit dem Sozialismus-Kritiker zu tun, als der seinen letzten Film „Passagier“ drehte.

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Lieber Thomas“ – HH-Premiere mit Regisseur Andreas Kleinert, Drehbuchautor Thomas Wendrich, Jella Haase und Albrecht Schuch. Jetzt ist das Werk für 12 Mal für den Deutschen Filmpreis nominiert. 

Im Talk mit Peter Lohmeyer über „Lieber Thomas“ Brasch

Irgendwann geht der Moderator, während der Podiums-Diskussion nach der Vorstellung, zu Peter Lohmeyer, der überraschenderweise gekommen war, um den Film zu sehen. Plötzlich plaudert er über seine Erlebnisse mit Thomas Brasch, weil der große Fußballfan in seinem letzten Film mitgespielt hat: „Ich lernte Thomas kennen, als er im WESTEN von Berlin lebte und er den „Passagier“ drehte. Der Film heute hat mir gezeigt, mehr von Brasch zu verstehen. Die Unruhe, die Thomas immer hatte, war sehr besonders.

Es gab eine Stelle bei dem Dreh, in der Katharina eine Maske aufsetzen musste, die nach zwei Stunden aber das ganze Gesicht zerschrumpelt. Heute macht man das besser. Ich drehte ja damals mit Tony Curtis, der hatte weiße Klamotten an, die er gerne mit nach Hause nehmen wollte. Alle warteten am Set… und ich dachte, Thomas rastet jetzt völlig aus… Das irre war eben, er brauchte Menschen um sich herum, die akzeptierten, was er war… Ich bin echt dankbar für diesen Film!“
Seine Erzählweise presste herzhafte Lacher bei dem Publikum heraus.

„Lieber Thomas“ – Dieser Film blieb nachhaltig

…bei mir in Erinnerung. Nicht nur, weil Jella Haase die Katharina Thalbach so gut und glaubwürdig spielt, als wenn sie ihre Tochter oder Seelenverwandte gewesen wäre: „Dies hier ist in allen Belangen das Beste, was ich je im Filmbereich gemacht habe!“ Sondern auch, weil hier Themen wie KARL MARX und die persönliche Zerrissenheit zwischen Thomas und seinem Vater mehr als deutlich wird. Der eine ist harter Kommunist und der andere will seine Freiheit.

Lieber Thomas Hamburg Premiere im Zeise Kino… Nach dem Film wurde noch eine halbe Stunde getalkt und Fragen beantwortet. 

Zu „Lieber Thomas“ – Brasch Film-Premiere in Hamburg – Nominierungen Deutscher Filmpreis

Das Leben von Thomas Brasch ist eng mit der Geschichte des 20. Jahrhunderts verknüpft. In der DDR konnte der Künstler nicht bleiben und im Westen wollte er nicht sein. Inspiriert von Braschs Werk erzählt LIEBER THOMAS von den umkämpften Welten im Leben eines radikal Unangepassten: von Braschs Hassliebe zu seinem Vater, von der tiefen Zuneigung zu seinen Geschwistern und seinem ruhelosen Begehren zu den Frauen seines Lebens. Dabei wechselt der in schwarz-weiß gedrehte Film atemlos zwischen Traum und Wirklichkeit, zwischen Wahrheit und Fiktion. Denn vor allem erzählt LIEBER THOMAS von einer grenzenlosen Leidenschaft für das Schreiben, von Braschs betörenden Gedichten, seiner magischen Prosa und seinen originellen Filmen. So entsteht ein Porträt aus Surrealem und Tatsächlichem über einen Mann, der zu gewaltig für die Konventionen seines Jahrhunderts war – in aller Zartheit und kraftvollen Härte.

Fazit

In Lieber Thomas auf der Brasch Film Premiere in Hamburg. In 150 Minuten, die wie im Fluge vergehen, wird eine Tragödie und eine erzieherische und doppelte Staats-Affäre abgeleuchtet, die ihre Folgen hinterlässt. Dieser Film ist einfach großartig, sodass sogar Peter Lohmeyer, der persönlich anwesend war, das Ding in den höchsten Tönen lobte! Ganz großes Kino.