Kuba: Wird „Patria, Socialismo o Muerte“ nun die Wahrheit?

Kuba: „Patria, Socialismo o Muerte“ – „Wenn sie angreifen, kämpfen wir!“

Kuba 2026: Steht die Insel jetzt vor der Übernahme? Wir haben uns die Lage angeschaut, trotz der Warnung des dringenden Abraten des Auswärtigen Amtes, die Kommunisten-Insel zu besuchen. 

Kennt Diáz sein eigenes Volk nicht?

Was für eine Märchenrede, jedenfalls für mich! Es wundert, nach dem Lesen der GRANMA echt, wie wenig Diáz sein eigenes Volk zu kennen scheint. Die Kubaner sind hinterlistig, urteilen schlecht über Reisende, die sich dem karibischen Leben öffnen und Banden haben sich auf ihrer Brust geschworen, sie mit List auszunehmen! So jedenfalls unsere Erfahrung auf den brandgefährlichen Straßen Havannas! Trotzdem bettelt er in der Zeitung um amerikanische Besucher.

Die geopolitische Lage in der Karibik und die durch Trump gesteuerte Öl-Politik hat sich der Zustand der Lebensqualität im Jahr 2026 drastisch zugespitzt. Wir waren dort und haben uns ein Bild gemacht, vom Dreck der Straßen, der heute noch, Wochen nach der Rückkehr in der Nase liegt, der kubanischen Mentalität, die durch den jetzigen Besitz von Handys und das Internet allen erlaubt, alles besser zu wissen und des wirtschaftlichen Niedergangs, der einen irren Wechselkurs durch die Freigabe des Geldes vorantreibt.

Die Kubaner haben weniger Stolz, als gedacht

Die harte Ansage, das dringende Abraten das Land zu betreten, weil die Lage noch einmal beurteilt und verschärft wurde, bekamen auch wir im April dieses Jahres zu spüren, als unser Reiseziel Havanna und Guanabo war. Teilweise scheinen Touristen von den Einheimischen sogar nicht besonders beliebt zu sein, wenn sogar die Polizei gegen sie arbeitet. Ein Urlauber erzählte zum Beispiel von seinem gestohlenen Reisepass, den er ein paar Tage später von der örtlichen Station gegen eine „Gebühr“ von 200,-€ wieder abholen konnte. „Die sind doch alle korrupt, hier…“, berichtet der Chinese enttäuscht. „Touris sind hier nichts wert, werden nur abgezogen…“, ergänzt der noch wütend.

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Die GRANMA auf den Straßen von Havanna – zertifizierter Online-Redakteur Jörn Ehrenheim ließt sozialistische Nachrichten… Als ich die Einheimischen auf dem Boulevard mit der Zeitung konfrontiere, kriegen alle schlechte Laune, drehen sich weg, strecken mir ihren Po zu und zeigen symbolisch mit den Händen, dass sie sich damit den Hintern abwischen würden!!

GRANMA: „Wenn sie angreifen, kommt es zum Kampf!“

Naja, das ist der Erziehung von Fidel Castro, der zwar im Adidas-Anzug herumlief und seinem Volke die Schul-Uniformen aufzwang, gleichzeitig falschen Stolz in seinem Volk verbreitete, zu verdanken. Deshalb sagen viele heute noch, dass sie ihn zwar mochten, jedoch den Sozialismus nicht…

Das, wiederum, hängt klar mit den jahrzehntelangen, durch ein starres Handelsembargo und den von der kubanischen Regierung gleichzeitig erteilten Verboten und festgefahrenen Regeln zusammen. Unter der zweiten Amtszeit von US-Präsident Donald Trump laufen die Folgen der Sanktionen auf ein historisches Endspiel zu. Experten sprechen zunehmend von einer „stillen“ oder „freundlichen“ Übernahme Kubas durch die USA. Getrieben, nicht durch militärische Invasion der Insel selbst, sondern durch eine radikale, strangulierende Energie– und Sanktionspolitik, die das kubanische Regime gerade in die Knie zu zwingen scheint.

Kuba 2026: „Sozialismus oder Tod“ – Wird diese Forderung wahr?

Könnte die Sturheit der Hardcore-Kommunisten zu Todesopfern führen? Ich habe ja gerade in Havanna mal nachgefragt, wie die Stromlage aussieht: „Mach dir keine Sorgen, Amigo, hier haben wir keine Probleme in diese Richtung…“, sagt mein erster Kontakt, den ich im April diesen Jahres kennenlernte. Auch, was die Versorgung betrifft, sei an Mehl für Pizza, Zutaten für Pasta und andere Lebensmittel gesorgt…

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Echt irre: In der GRANMA wird behauptet, dass Kuba die USA noch nie gehasst habe. Dabei können wir es heute noch nachlesen, das es so war…

Castro trug ADIDAS, sein Volk die Schul-Uniform

Was passiert jedoch, wenn auch diese Situation noch zusammenbricht, also kein Touri mehr kommen kann? Denn kaum Wasser, kein Strom in vielen anderen Provinzen des Landes, können gerade bei Kindern und Älteren für Probleme sorgen. Wie lange halten es die bei diesen Hitzetemperaturen ohne Lüfter und Ventilatoren aus? Wird der, wie ein als Cousin Castros aufgebauter Nachfolger, der charismalose Miguel Diaz-Canel, das Land in seiner Verantwortung aufgeben? Zwar fordere er die Amis nicht offiziell auf, zu handeln, wolle eher nach „Lösungen“ suchen, hat man so das Gefühl.

Kuba 2026: DIE GRANMA und ein „Notfall-Handbuch“

In der GRANMA, dem bekanntesten Sozialisten-Blatt des Landes, wird ordentlich geflunkert, um nicht zu sagen, gelogen, dass sich die Balken biegen. Dort lässt Diáz doch tatsächlich unter einem Punkt verlauten, dass es noch nie Hass gegen die USA gegeben habe. Dabei ist noch einmal nachzulesen, dass nicht nur eine Art an „Kritikpunkten“ schon seit den Achtzigern in den Schulen gelehrt und gepredigt, sondern der „imperialistische Hauptfeind“ klar ausgemacht und definiert wurde!!! Trotzdem begann ab da an eine irre Massenflucht nach Miami, die sogar der Film SCARFACE mit Al Pacino aufzeigte.

In Wahrheit ist diese Papier-„Zeitung“ bei den Einheimischen nicht gerne gesehen und genau das, was die Führung nicht will – sie ist „verhasst„. Das schildern mir KubanerInnen, einige auch als ehemalige LehrerInnen tätig! Während sie sich symbolisch umdrehen, mir den Hintern entgegenstrecken, gestisch und pantomimisch mit ihren Handzeichen vorgeführt zeigen, dass sie es zum „Hintern abwischen“ benutzen würden, schwört der neue Comandante en Jefe sein Volk in dieser an: „Wenn sie uns angreifen, kommt es zum Kampf!“ Und in der Tat werden von unseren Kontakten „militärische Bewegungen“ beobachtet, die sie uns per Handy mitteilen!! Es sollen sogar 300 Drohnen geliefert worden sein, um die einsetzen zu können.

Nur, wie soll ein Widerstand aussehen, wenn, spekulativ, völlig entkräftete Soldaten auf der Lauer liegen, weil kaum was zu essen da ist…? Dazu wird noch über ein veröffentlichtes „Notfall-Handbuchgespottet, indem zu lesen ist, wie man sich im Falle der Invasion zu verhalten habe…

Falls es doch eine Einigung zwischen beiden geben würde, die für die Karibik noch hinnehmbar wäre, könnte die wie aussehen? Was kann der Chef also noch tun, um das Volk nicht vor die Hunde gehen zu lassen…?

Wo sind JETZT Yoani Sánchez und all die anderen AktivistInnen, die das Land veränderten? Jedenfalls wird es nun darauf ankommen, wird es sich jetzt zeigen, ob sich das vorletzte sozialistische Land auf der Welt retten kann oder es TRUMP schlucken wird und Kuba der neue Bundesstaat der USA wird. Wir sind gespannt und bleiben dran!