Tim Mälzer bei „Böhmi brutzelt“ über Verachtung in der Branche
Warum ich im Leben nicht Koch wurde und die Bestätigung dessen in den Aussagen von Tim Mälzer bei Böhmermanns „Böhmi brutzelt“ gefunden habe, brösele ich auf! Es erstaunt mich seine Ehrlichkeit, die Traute klare Sätze über „menschliche Wichser“ zu lassen. „Physis, Erniedrigung, Brechen von Menschen und militärischer Drill“ sei in der La Cocina an der Tagesordnung gewesen!
Wie (s)ein „Küchenheld“ zum „menschlichen Wichser“ wurde
Ist das schon Rassismus, was ich jetzt beschreibe? Genau das, und auch eine Art an Erniedrigung kann ich ebenso bestätigen. Ob bekannte Einkaufshäuser Hamburgs, das eine oder andere Restaurant oder zum Beispiel die PR-Agentur, die uns schon in den Zweitausendern mit dem Argument NICHT an den Red Carpet ließ, weil wir aus der ehemaligen DDR stammen würden. Mal damals bei einer Promi-Köchin direkt nachgefragt, was da los ist – keine Antwort.
In der Gastro, in der ich seit 30 Jahren meine Erfahrungen sammelte, ist es, wie auf dem Bau. Der Ton ist hart, es wird gemobbt und dadurch geheuert, gefeiert und gefeuert, bis das sich die Balken biegen. Dazu kommen die Arbeitszeiten und die Schnelligkeit, mit der agiert werden muss und nicht nur dann, wenn Fehler auszubaden sind. Warum dajer kaum einer mehr hin will, ist deshalb glasklar, wie Klosbrühe.
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Deshalb liebe ich das Show-Entertainment, welches Hennsler, Böhmi und eben auch Mälzer abfeiern, letzterer sogar das Putzen und den Kühlschrank saubermachen so sehr liebt.
Es gehe auch um die Energie, die in der Küche aufkommt, wenn Stressbewältigung thematisiert wird. Mit der kann nur nicht jeder umgehen und sie richtig leiten. „Mein damaliger Küchen-Chef fand nicht immer meine eingeführte Gleitzeit gut…“ Weil der damit nicht klar käme, musste er oftmals Kühlhäuser putzen. „Seither sorge ich dafür, dass die Oberflächen immer sauber sind…“, Tim Mälzer.
„Meine Schwäche ist das Labern…“. Tim Mälzer
In der jetzigen Folge brutzelt also Böhmi mit dem Hamburger Star-Koch, der mit 17 schon seine eigene Wohnung hatte, weil ihn seine „Mutter rausgeschmissen“ habe. Irgendwann, während der Lehrzeit, wollte er bei Marco Pierre White was lernen, bei dem er es exakt eine dreiviertel Stunde ausgehalten wolle, wegen dem „militärischen Drill“, und keine zwei Monate, wie es geplant war. „Ich habe gesehen, wie der neben mir jemanden bearbeitet hat…“
Ich habe gesehen, wie der neben mir jemanden bearbeitet hat…, und ich kann schon viel einstecken…
Tim Mälzer.
Aus dieser Kombi „enstprang und resultierte auch ein zweiter Koch heraus, nämlich Gordon Ramsey, für mich menschliche Wichser, verachtenswert!“ , sagt Tim Mälzer.
Böhmi brutzelt – Fazit: Ich stimme Tim Mälzer zu, der sogar Prominamen nennt
Ich selbst habe als meinen ersten Beruf das Bäckerhandwerk gelernt und mit diesem Wissen die Spühle eines Schanzen-Restaurantes zu Weihnachten geschmissen. Sogar vom Chef-Koch habe ich für meine Arbeitsweise Komplimente bekommen.
Und ja, schon in den Neunzigern sah man, nach Erzählungen, in berühmten Sterne-Hotels der Stadt, zwischen Frühstücks-Service und Mittagstisch die Steaks, die zuvor auf dem Boden lagen, nicht in die Mülltonne fliegen, sondern zurück auf die Teller gehen, zum Tisch, an den Gast…
Mahlzeit…
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