Stromberg: Warum ich über diese Figur mit seinen „Witzen“ nicht lachen kann
STROMBERG – WIEDER ALLES WIE IMMER: JETZT schon auf Platz Eins der Deutschen Kino-Charts! Für mich zählt das zur Flach-Witz-Kategorie, die sich komplett abgeleiert hat.
„Es ist alles wie immer, Zukunft wird überschätzt“! Ich musste mich am Premieren-Tag in Hamburg zwischen Night of the Proms und dieser Red Carpet Sache entscheiden, weil sich Termine zeitlich überschnitten hat. Schließlich ist das ja hier kein „Bully-Film“, der erste Priorität gehabt hätte. Am Ende hatte ich alles richtig gemacht! Diese „Komödie“ ist kaum einen Pfifferling wert…
Kritik: Flach-Witz ohne Höhen und Tiefen
Denn: Das hier ist echt son Ding zwischen Dinner for One und Mario Barth!! Über letzteren kann ich genauso wenig lachen, wie über diese Filmfigur hier. „Der Jäger geht ja auch nicht in den Wald, weil er was gegen den Hirsch persönlich hat, wenn er den abschießt!“ Nur eine Frau, schräg hinter mir, lässt in meinem Kinosaal dreimal ihre schrille Stimme erschreckend laut vibrieren. Und das ist viel! Alle anderen folgen dem Verlauf stumm!
Vom Joker haben die auch ein wenig geklaut, bin ich der Meinung. Am Ende will sich Stromberg umbringen und spielt nach seinem Überleben, weil er auf drei Frauen fiel, als er von der Brücke sprang, den King in einer Talk-Show, die Opdenhöfel moderiert…
Hab‘ ich hier den Stock im Arsch oder keine Ahnung !? Trotzdem hat es der Papa wieder geschafft: Nach der großen deutschlandweiten Weltpremiere mit knapp 20.000 Besuchern am Montag und der Fan-Premiere in Köln mit 1700 Besuchern in ausverkauften acht Sälen ist STROMBERG – DER FILM am gestrigen Donnerstag, 4. Dezember, mit 47.000 Besuchern auf Platz 1 der deutschen Kinocharts gestartet.
Kann man darüber noch lachen? Darf man, nach Me Too, heute das alles noch sagen, was damals kein Ding war, Frauen wegen ihrer Klamotte und Mitarbeiter vor- und hinterrücks beleidigen? Christoph Maria scheint auf dem Red Carpet in Berlin der Meinung zu sein, dass vieles immer noch gehen würde…

Stromberg auf der Welt-Premiere Berlin: Darf man das alles noch sagen, was damals kein Ding war…!?
Stromberg: Darf man heute noch alles sagen?
BILD hat hier schonmal ein paar Sprüche zusammengestellt, auf die wir uns einstellen müssen, wenn wir diesen Klopfer besuchen!!
Ein richtiger Marathon-Run auf die Kinos passiert: Nach der Welt-Premiere im ZOO in Berlin gab der Papa in ganz Deutschland Vollgas und geht auf Kinotour! Vom 4. bis 14. Dezember wird das Team um Christoph Maria Herbst den Film in zahlreichen Städten persönlich dem Publikum vorstellen. Und das sollten sie auch genauso tun. Denn wer weiß schon, ob diese Machart ohne Präsentation heute noch was reißen würde.
In Hamburg lief es gleich in drei verschiedenen Spielhäusern auf. Neuerdings ist auch das KINOPOLIS vorne mit dabei, wenn es um solche Sachen geht. Weitere Informationen dazu auch hier: www.stromberg-film.
Diese Vorgehensweise finde ich clever. Denn ob der neue Film die Resonanz der alten Geschichten von 2014, die damals durch Crowdfunding finanziert wurden, bei den Leuten erneut hervorkitzeln kann, darauf bin ich sehr gespannt.
Fünf Millionen Zuseher, die zum Beispiel wegen des „Kanu des Manitu“ wieder in die Säle rannten oder ganz aktuell alle Altersgruppen bei ZOOMANIA 2 die Kinos vollmachen, gibt’s bestimmt nicht. Allerdings wird der Film danach zu streamen sein. Und da denke ich, kann es noch einmal ordentlich Einschaltquote geben.

STROMBERG: Wieder alles wie immer kommt ins Kino, danach in den Stream…
Stromberg: Zeiten ändern sich!!
Außerdem haben sich die Zeiten geändert. Mitarbeiter beschimpfen, weil er den Hund mitgebracht hat und stumpfe Büro-Sex-Witze dürften daher doch der Vergangenheit angehören. Ist das wirklich so? Zwar hat Bully, wenn ich mal bei diesen heutigen Vergleichen blieben darf, in seinem „Indianer-Film“ MeToo-Verknüpfungen bewusst nicht ausgelassen, jedoch kann das auch, besonders in diesem konservativen Hamburg, mal voll in die Hose gehen.
Stromberg: Zum Film
Naja, mal sehen, wenn knapp 20 Jahre nach Start der 1. Staffel auf ProSieben und annähernd 10 Jahre nach dem letzten STROMBERG-Film und Christoph Maria Herbst wieder in eine seiner berühmtesten Rollen schlüpfen, wie die das heute händeln.
An seiner Seite als Chef-Prototyp Bernd Stromberg sind wie gewohnt Bjarne Mädel (als Ernie), Oliver Wnuk (als Ulf), Milena Dreissig (als Jennifer), Diana Staehly (als Tanja) u.a.. Das Drehbuch stammt von Ralf Husmann. Regie führt Arne Feldhusen.





