DEATHPRESSO – Rösterei in der Schanze

BIO oder Kaffee? Schnell-Schulung im DEATHPRESSO Schanze

BIO oder nicht – Im Kaffee-Talk mit Deathpresso– und Rösterei-Besitzer Thomas Haack in der Schanze. Schnell-Schulung: Wenn es um die Bohne geht.

Ob EARLY BYRD oder VIVACE – MEINE tägliche legale „Droge“ ist ein dunkelbraunes und warmes Getränk, mit Koffein versetzt, aus gemahlenen und gerösteten Kaffeebohnen genießbar gemacht, welches ich täglich zu mir nehme (Anmerkung des Redakteurs).

Bei der Herstellung gibt es Qualitäts-Unterschiede, bei der Verarbeitung und Zubereitung ist deshalb Obacht geboten. Ist Brasilianischer der Beste oder eher der aus Ecuador? 

Der Wachmacher jeden Morgens ist immerhin erlaubt und kann sogar Kopfschmerzen auf- oder auslösen, wenn man es übertreibt. Er kann gute Laune machen oder die Stimmung, bei zu viel Genuss, in Müdigkeit umkippen. 

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Deathpresso, der echte Kaffee-Röster in der Schanze – im Talk mit Thomas Haack, um zu erfahren, wie die Bohne altbewährt zum Genussmittel verarbeitet wird. 

BIO oder nicht – Im Kaffee-Talk mit Deathpresso-Besitzer Thomas Haack

Wenn  es um die BOHNE geht:
HIER erfuhr ich, woher der Kaffee kommt und warum man welchen woher beziehen sollte. Ehe wir uns versahen, waren wir im Gespräch. Und ich bekam eine echte Schnell-Schulung um die schwarze Bohne, dass es sie in zwei Sorten, nämlich in
Robusta und Arabica gäbe, die zusammen 90% des Marktes ausmachten. Dazu kämen Jumbo-Bohnen, sie seien die größten, die es gibt, auf der Welt. Und Columbia, zum Beispiel, ist ein guter BIO-Kaffee…

Es kommt alles wieder zurück, wie es einmal früher war

„Bei uns kommen die Liebhaber mit einem Gefäß hier her und wir kippen eine Tüte in das hinein. Es kommt grade alles wieder zurück, wie es schonmal früher war.
Mir geht es nicht um ein Café, sondern um das
Rösten. Das ist ein Industrie-Laden.“, sagt Thomas Haack, der kein Shop-Architekt, sondern in seinem Viertel mit seinem Café am längsten vor Ort ist. Über Umwege kam er 1998 in das Kaffeegeschäft und machte 2009 seine Rösterei in der Schanze auf. Im Talk erklärt der Hamburger Kaffee, Produktion, die Wahl des richtigen Einkaufes und wie man gutes Pulver riechen kann. 

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BIO oder nicht – Im Kaffee-Talk mit Deathpresso-Besitzer Thomas Haack in der Schanze…

Um ein wenig hinter die Kulissen des Röstens zu schauen,

…besuchte TouchYou.de eines der letzten Röst-Cafés in der Schanze, um zu erfahren, wie die Bohne mit herkömmlichen Methoden bearbeitet wird, um sie dann mit Wasserdampf so zu behandeln, dass das schwarze Gold später abholbereit zu verpacken ist. Dabei ist es zuvor wichtig, Fremdprodukte, ´Defekte` und abgebrochene Teile oder getrocknete Kaffeekirschen zu erkennen und die sortierte Ware röstklar zu machen.
Habe ich das richtig verstanden?

Kaffee Rösterei Deathpresso Thomas Haack Schanze

Wie erkennt man, ob die Bohne „sauber“ ist?
„Sie riecht nach Gras. Man kann es sehen, und tatsächlich erst nach der Probe-Röstung riechen. Ein Projekt-Kaffee aus Nikaragua sieht anders aus, als zum Beispiel ein ungewaschener
Arabica. Die Bohne darf nicht nach Säure schmecken. Die „Kirsche“ wird daher im Ursprung gewaschen, das Fruchtfleisch muss weg vom Kern, sonst schmecken die nicht. Der Prozess des Erntens und des Waschens geschieht immer im Ursprung. Was hier dann zu meiner Verarbeitung ankommt, also eingekauft wird, ist der Roh-Kaffee. Viele kleine Kerne.“

Was darf Kaffee kosten?
„Der Espresso ist die erfolgreichste Geschichte, die jemals entstanden ist. Der Hintergrund ist ganz einfach: Wenn Du einen Nespresso kaufst, zahlst du das Dreifache und hast keine Nachhaltigkeit. Wenn Konzepte so perfektioniert werden, geht es ums Geldverdienen und George Clooney steht dahinter. Und die Leute wollen das so. Das ist ein Vielfaches mehr des Discounter-Preises. Bei uns kostet das Kilo des teuersten Bio-Kaffees, den wir hier haben, 22,-€.“

Gibt es sowas wie Saison-Kaffee?
„Jetzt war zu
Weihnachten 2021 eine ganz besondere Sorte da, die unter den Tannenbaum gelegt werden konnte. Allerdings ist die Wahl in diesem Jahr, wegen Corona nicht einfach, weil Kaffee schwieriger handelbar ist… Vor ein paar Jahren hatte ich mal einen richtig guten aus Kolumbien. Schade, den gibt es jetzt nicht mehr.“

Kaffee zu verstehen, ist eine Wissenschaft für sich

Zur INTERNORGA, die sich seriös zur mittlerweile größten Kaffee-Messe Europas umgewandelt hat, lernte ich, wie alte Techniken neu angewandt werden, um neuen Milchschaum zu kreieren, wenn ich einen Milch-Kaffee bestelle.
HIER, bei Thomas Haack hatte ich am Ende des Tages verstanden, dass es auf
Füllstoffe und auch auf Geschmacksmerkmale ankommt, um guten und hochwertigen Kaffee zum Endverbraucher zu bringen und dass das Centrum des vielfältigen Kaffees, jedenfalls, wenn es um die verschiedenen Sorten geht, in Hamburg liegt. Nur in New York gäbe es mehr, und das nur psychisch. Weil der dort an der Börse gehandelt wird.

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