Kuba: Die Pizza beim Italiener für 3,-€

Kuba: Von „Mangel oder Krise keine Spur“ – Erlebnisbericht eines Deutsch-Kubaners

Kuba: „Von Krise ist hier keine Spur..!“ – mit einer großen Einschränkung! Ein Deutsch-Kubaner checkte wochenlang die aktuelle Lage auf der Kommunisten-Insel ab und schildert das Für und Wider.

Wegen der furchtbar gestiegenen Lebenshaltungskosten würden viele Deutsche, auch reiche, nicht mehr in und um Havanna bleiben wollen. Sie wollen langsam das Verlassen ihrer Häuser planen, die sie noch vor wenigen Jahren erst gekauft oder zur Miete bezogen hätten.

Auf der Suche nach anderen Kontinenten und ein günstigeres Leben, treffen sich nun gegensätzliche Aussagen, die (m)ein „Informant“, der bis jetzt vor Ort war, spiegeln kann!!!

Kuba, Havanna: „Sonst alles OK hier…!“

Ist das der große Widerspruch!?
Entgegen aller Meldungen von Mangel an Reisenden und kein Strom, der seit Monaten geplanten Ünernahme der Amis, die niemanden zu interessieren scheint, würden hier die E-Mini-Busse auf und ab fahren, gleich neben den Straßenkreuzern, die die Einwohner wie eh und je von A nach B bringen. Für kleines Geld. Sprit würde privat verkauft, sei ausreichend vorhanden und von zehn auf zwei,-€ der Liter im Preis gesunken.

Außerdem: Drogenkonsum gehe durch eigene Billigproduktionen und Panschereien stark durch die Decke, was sich durch die Dieler bei den Frauen auf der Straße bemerkbar mache und der Umtauschkurs sei so gut wie nie: Fast 1:900!! Allerdings sind die Preise am Beach nun verdoppelt worden – Cocktails jetzt nicht mehr 50Cent, sondern jeweils so an den Einen €!!

Kuba: „Von Krise jedoch keine Spur“ – Erlebnisbericht

Alfredo (Name des Einheimischen geändert) hat sich schon vor einem Jahr Cellular-Platten auf sein Dach legen lassen, von einem Österreicher, der sein Geschäft bei Havanna kontinuierlich ausbauen dürfe. Die nutzen, laut jetztigem Stand der Technik nur was, wenn die Sonne tatsächlich brennt. Wenn, wie es gerade der Fall ist, überwiegend Wolken wegen der Regenzeit dominieren, bringt die Stromproduktion verdammt wenig. Dann wackelt auch das Internet…

Keinen kümmert das Wetter. Es sei, wie es sei. Gestern noch, da hing der Himmel über Guanabo tiefgrau wie nasser Zement über der Provinz und eine feuchte Brise peitschte immer mal wieder die Gischt über die Avenida Primera. Es schüttete zuvor also wie aus Eimern. Heute jedoch, da gehe es an den Strand, weil die Sonne Vollgas geben müsste.

Kuba: Es bleibt (eigentlich) alles, wie es ist

Ein Erlebnisbericht, nach bestem Wissen und Gewissen aufgrund Informationen wiedergegeben, eines Deutsch-Kubaners, den ich täglich per WhatsApp erreiche, macht die Lage deutlich. Er schildert Anfang Oktober 2026, wie easy und spannend es gerade dort ist. Von April habe sich bis jetzt gar nichts geändert, meint er.

Kuba:.Von Mangel auf den Straßen nicht nur im April, auch im Oktober keine Spur…

Erlebnisbericht eines Deutsch-Kubaners: „Alles cool hier…“ – Ehrlich?

In den Tag hinein lebend, doch immer noch an die „Große Liebe“ der Karibik-Frauen glaubend, gibt er die Hoffnung nicht auf, ne Perle zu finden. Doch die meisten derer dürften nur an aggressive Abzocke denken und Moral spiele schon lange keine Rolle mehr. Die sei aus den Fidel-Köpfen der Achtziger, als sogar noch Geld, Graffiti und Kontakt zu Touris verboten waren, also die sozialistische Mentalität noch was wert war, längst aus den Genen herausgewachsen sein.

Havanna: Stadt der Angst, so wie New York der Siebziger? Sind Billig-Crack und Pansch-Koks nun ein wichtiger Bestandteil auf Kuba?

Dreck, Müll, Gestank – Dazu komme der immer mehr und einfach erkennbare (schwere) Alkohol- und Drogenmissbrauch, der sich in dem Stadt- und Straßenbild der letzten zwei Jahre deutlich sichtbar mache. Wenn man glaubt, dass „disziplinarische Maßnahmen“ dagegen was bringen, der täuscht sich gewaltig. Direkt auf dem Boulevard wird dieser Shit an jeder Ecke lauthals und aggressiv aufgedrängt. So habe ich es selbst auf meinem letzten Trip in diesem Jahr erleben müssen.

Nun, erst und wahrscheinlich aufgrund dieser Umstände, soll eine der jungen Street-Girls, die auffällig in den letzten Monaten immer dünner wurde, vor kurzer Zeit nun doch festgenommen worden sein, weil es unkontrollierten Stress gegeben habe. Jedoch dauert dieser Sicherheitszustand nur kurz an. Einen Tag später laufen sie alle erneut die Meile ab, als wenn nichts gewesen wäre…

Kuba: ist Havanna in 2026 die Stadt der Angst?

Trotzdem, der Deutsch-Kubaner ist also auf der Suche nach ewiger weiblicher Zuneigung, die er wahrscheinlich nur noch hier bekommen könne, meint der. Aufgeben sei deshalb keine Option.

Weil diese Suche jedoch gefährlich ist, unsere Erlebnisse mit den erfolgreich durchgeführten Überfällen gegen Reisende immer noch allgegenwärtig sind, sind die Warnlampen immer an! Zwar sah ich erst im April einige täglich inszenierte Polizeieinsätze mit Masken und Maschinenpistolen, die sich überwiegend in den Abendstunden von Havanna abspielten, ich diese sogar festhalten konnte. Die seien jedoch nur noch ein Tropfen auf den heißen Stein! Wenn Geschichten sogar von Touris selbst verbreitet, die wegen ihrer geklauten Reisepässe allseits die Runde machten, welche sie wieder gegen eine „Gebühr“ von 200,- Dollar in den PNR-Stationen abholen dürften. Ebenso bestätigt vom Deutsch-Kubaner, der diese Machenschaften, diese Gangart seit einigen Jahren als Methode eingestuft habe.

Kuba: Nicht nur in der Fabrica de Arte, wie im April 2026, spielen die Bands auf – auch die Clubs seien im Oktober voll, auch wenn kaum Touris derzeit vor Ort sind…

Kuba: „Volle Clubs und Restaurants – Keine Rede von Stillstand!“

Trotz derzeit echtem Touristenmangel: Wer die internationalen Schlagzeilen über Kuba liest, hat Bilder von Stillstand, endlosen Schlangen und gähnender Leere im Kopf. Doch hier, zwanzig Minuten östlich von Havanna, scheint jemand das Drehbuch einfach umgeschrieben zu haben.

„Die Clubs sind voll, die Restaurants ebenso.“, sagt der Mann am Telefon. Er sitzt unter dem Vordach eines Cafés, als wir WhatsAppen, das Glas voll dunklem Rum, Eiswürfeln und einem Spritzer Limette darin und schaut auf das Treiben der Straße. Aus den offenen Fenstern der vorbeifahrenden Karren dröhnt satter Reparto-Beat, vermischt mit Raeggaton und schallendem Gelächter und dem Klirren dicker Biergläser.

Denn von Krise, Mangel oder Katerstimmung fehlt auf diesem Streifen Asphalt jedenfalls heute jede Spur.

Direkt gegenüber des Cafés, in dem André sitzt, füllt sich der Italiener bis auf den letzten Tisch. Die Jungs hätten ihre Kontakte, um immer an alle Waren zu kommen, die sie bräuchten, will es mein Informierender wissen. Hübsche KellnerInnen balancieren Platten mit fangfrischem Fisch, der allerdings „wie Latschen schmecken“ soll und Paella, fette Teller mit Nudelgerichten, was sie wiederum können würden. Schweinefleisch und Hähnchen schmecke gleichgeschaltet, lohne sich also nicht, beurteilt er das Essen.

Kuba: Das Leben läuft einfach weiter

Ein paar Meter weiter, vor dem Club, der eigentlich erst um Mitternacht voll sein sollte, bildet sich machmal am frühen Abend schon eine Traube aus Leuten in blitzsauberen Fake-Sneakers, kurzen Kleidern und nachgemachten Designer-Caps. Schließlich sind es immer noch über 30°C. Vor der Tür parken manchmal auf Hochglanz polierte Ladas, neben schrottig aussehnde 50er-Jahre-Chevy-Klassiker und ab und an ein erstaunlich moderner SUV. Drinnen, im Club, sitzen Chicas, nippen mit Strohhalmen an ihren Cocktailgläsern. „Ihre Zuhälter sind nie weit weg…“, bemerkt mein Gesprächspartner noch und deutet die sich lange ausgebildete Sex-Industrie an, die sich mittlerweile herumgesprochen habe. Gleichzeitig zucken die LED-Leuchten durch den kleinen Strahl an Kunstnebel, die Bässe drücken bis auf die Straße. Den Laden kann man also nicht überhören.

Fazit: Einfach eine andere Welt

Guanabo lebt in seiner ganz eigenen Zeitzone. Es ist diese surreale kubanische Dualität: Während andernorts das Leben ein täglicher Kraftakt ist, scheint hier noch eine Art an purem Hedonismus zu toben. Die bekannte kubanische Mentalität, die von Heute nicht bis Morgen denken kann, bricht, und das seit Jahrzehnten, voll durch. Als gäbe es kein Morgen mehr, oder zumindest kein Gestern – so wird das Leben Tag für Tag erneut zelebriert.

„Ich nehme noch einen Schluck Rum, während die Bässe aus dem Club die Fensterscheiben vibrieren lassen. Der Himmel mag grau sein, aber die Nacht hier ist gerade erst warmgelaufen…“, sagt der Deutsch-Kubaner und feiert einfach weiter, auf der Kommunisten-Insel…