PLEASURE: FSK 18-Berufskarriere als „gefühlvolles“ Erotik-Drama im ZDF
PLEASURE: Das ist echtes und großes WELTKINO, nicht nur das Comeback vom Zeigen nackter Haut, sondern sogar des Porno im Spielfilm: Bondidge, Hardcore, Ruhm! An Pfingstmontag nachts gelaufen und kostenlos in der ZDF-Mediathek…
Entschuldigt es das, wenn eine junge Regisseurin Ninja Thyberg mit Sofia Kappel als HauptdarstellerIn ein, lieb ausgedrückt, „mitfühlendes Erotik-Drama“ dreht, welches sich voll gewaschen hat und nur nachts laufen darf, weil es um Überwindung, Leiden, Druck geht und die Unterhaltungs-Branche nicht nur ihre Gemüter ausbeutet?
Verstehen Sie mich nicht falsch, wenn ICH mich jetzt schon für meine Tat in diesem Lande rechtfertigen muss, weil ich totale Gewissensbissen habe. Denn es ist verdammt gefährlich über diese Sauerei hier zu schreiben. Und, wie immer, wird mir die Schuld dafür gegeben werden, für das, was das Öffentlich Rechtliche uns hier vorsetzt, und andere schon verzapft haben!!
Als Vergleich könnte ich hier anbringen, dass es angeblich zwar gewisse Kodexe gäbe, die es untersagen würden, Tatsachenberichte von springenden Menschen vom Grünen Bunkerdach lieber zu verheimlichen oder die Todesfällen auf einigen Festivals zu ignorieren, weil es zu unangenehm wäre, diese zu erwähnen!
Ausstoßung wegen Berichterstattung?
Während Ikkimel mit ihrem „Fotzenstyle“ in die Welt hinausposaunt, dass sie gerne „Sex“ will, kennt man in der Musikindustrie wegen ihrer vermuteten Doppelmoral keinen Spaß, wenn man darüber schreibt. Stellungnahmen auf Nachfragen werden per Mail „aus Zeitgründen“ abgelehnt. Diese Freiheit über das zu reden, scheint man nämlich nicht zu kennen. Was wir schon zu Ost-Zonen Zeiten gelebt, ohne Angst gesehen haben und uns bewegt hat, ist heute nicht der Rede wert. Denn es sind in PLEASURE wirklich überraschend nah am echten Sex Szenen entstanden, von denen man nicht wegschauen kann und sich fragt, wieso nur!?
Sex-Filme in der Vergangenheit
Saralisa Volm, die unteranderem nach ihrer Karriere das Buch MamaBeat schrieb, im Zusammenhang mit dem Begriff „Erotik“ vor allem wegen eines ganz bestimmten Projekts namentlich genannt wird, und zwar wegen des mittellangen Spielfilms „Hotel Desire“ aus dem Jahr 2011. Danach war Funkstille, was diese Branche angeht und es war verpönt, sowas in Deutschland zu zeigen.
Und so hat es die letzten zehn Jahre keine nackte Haut im ausgerufenen Film-Sozialismus mehr gegeben. Gespielter Sex war verdammt nochmal ausgestorben, nicht gedreht, geschweige denn gezeigt. Und wenn, dann nur mit Doubles und einem Erotic-Coach begleitet, was man natürlich gemerkt hat.
Warum ist das Thema Porno heute so gefährlich?
Warum kommen also erneut die daher, die schon die dunkelsten und härtesten Krimis produzieren, die Skandinavier! Die Schweden, die all diese Regeln in 2021 über Bord werfen und das zeigen, was wir alle erwarten – harten Sex im TV. Sie geben uns so einen Einblick in die Porno-Industrie, wie sie sein kann!

PLEASURE: Linnéa unterschreibt, nachdem sie aus ihrem Dorf in die Stadt kommt, Agenturvertrag in Porno-Agentur…
Gibt es Porno-Industrie heute noch?
Und ja, die Pornoindustrie gibt es heute noch. Sie hat sich nur in die digitale Welt verlagert, macht die Produktion einfacher und stellt den Kontakt zum Publikum schneller her.
Warum erregt PLEASURE?
Jedenfalls reiht sich PLEASURE ein, in die Lust-Liste der Werke von The Model, NEON Demon, LOVE oder IRREVERSIBEL oder weitere frühere Liebeskanäle wie Paradiese Liebe, in dem es um weiblichen Sextourismus nach Afrika geht, und lassen uns mit Gewalt, Demütigungen und einem Haufen an Schlaflosigkeit zurück!
Lob der HauptdarstellerIn
In den höchsten Tönen wird daher die Schauspielerin Sofia Kappel gelobt, die in der Story unter dem ganzen Druck komplett zusammenbricht, ihre Mutter anruft und um die Rückkehr in ihr Zuhause bittet…
PLEASURE: zur Story
Die 19-jährige Linnéa verlässt zuvor ihre schwedische Kleinstadt und zieht nach Los Angeles, um als „Bella Cherry“ der nächste große Pornostar zu werden. Doch der Weg dahin ist steiniger als erwartet. Zwar erhält sie schnell erste Aufträge, aber das Business ist gnadenlos. Bella erkennt, dass sie nur eine Chance hat, wenn sie ausnahmslos alles tut, was von ihr verlangt wird – selbst wenn dies Erniedrigung und Schmerz bedeutet. Doch wie weit kann sie gehen, um ihr Ziel zu erreichen?
Ein Fazit: PLEASURE
Und was bleibt nach der Sichtung? Respekt vor diesem Thema!! Denn (fast) kein/e RedakteurIn traut sich hier ran. Entweder wird man in Hamburg gleich als Sexist abgestempelt, aus allen Agentur-Verteilern gestrichen, wenn diese Sache hier verarbeitet, oder es eine gesellschaftliche Ausstoßung organisiert wird, die staunend zu beobachten ist.
GOOGLE, dessen Suchmaschine in den Anfangsjahren ebenso auf Sex-Seiten setzte, je mehr, je besser, um Geld zu machen, ist heute ebenso konservativ und schaltet lieber die Netzpolizei ein.
Eines darf man nicht vergessen; Prag galt Ende der Neunziger als das neue „Silicon Valley“ der Sex-Industrie. Tschechien entwickelte sich rasant, und zwar wegen der „guten Bedingungen“, zur Porno-Hauptstadt Europas. Der Grund waren die niedrigen Kosten und die Bereitschaft vieler Darstellerinnen für einen Bruchteil, was es in Deutschland gab, zu arbeiten…
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