Tram – Das Markenzeichen Portugals

Trip des Jahres: Lissabon – Drogenrausch und Abriss mit Künstler-Feeling

Lissabon – Märkte, Drogenrausch auf der Touri-Meile Pink Street und Abriss- Künstler-Feeling. Christmasstimmung bei Frühlingstemperaturen, aggressivem Drogenverkauf und Künstler-Abriss-Feeling. 2021 checkte ich diesen Touri-Müllhaufen ab und fragte sogar bei der Botschaft nach, um Antworten zu erhalten…

Diese Stadt war schon Jahre auf meiner To Do-List angekreuzt. Das mein Besuch einmal im November sein würde, in dem es sich temperarisch wie Frühling, mit 20 Grad im Schatten anfühlt, ist natürlich ein Bon Bon. In diesen Temperaturen Weihnachtsmärkte zu besuchen, fühlt sich irgendwie surreal an.

Natürlich kann man sich jetzt hauptsächlich und nur um den Fisch kümmern und auf ihn konzentrieren. Schließlich sind die Portugiesen die am zweitmeist verzehrenden Wassertiere auf der Welt. Ich schaue eher abseits und direkt in die tourilastigen Straßen, in denen nicht nur gute Überraschungen auf mich warten.

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Nach LISSABON geht man, um Fisch zu essen. In der TV. dos Pescadores liegt das ACASO. Hier preist der Betreiber seine Calamaris besonders laut an…

Lissabon: Drogenrausch, Märkte, Künstler-Feeling –

Der Geschmack der Portugiesen. Ich muss gestehen, dass die Lissaboner wirklich Geschmack haben. Die grell leuchtende Deko, die zum Weihnachtsgeschäft in den Hauptstraßen vom Himmel auf uns herabstrahlt, habe ich so wirklich noch nie gesehen. Als wenn sich schwebende Quallen, die, wie in einem Science-Fiction-Film auf oder über uns hinabzugleiten scheinen und sogar ein Innenleben haben. Denn wenn der Wind weht, krachen die fetten Lametta-Fäden hin und her.

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Lissabon – Auf der Drogenmeile in der Pink Street geht der aggressivste Stoff-Verkauf der Welt über die Bühne.

Dazu spielen auf den Street-Hot Spots drittklassige Bands

…ihren viele zu lauten Shit mit völlig überdrehten Lautsprechern auf uns herab oder zeigen viertklassige, vollgedröhnt zu scheinende „Feuerkünstler“ ihre billigen Tricks. Damit wollen sie Kohle einsammeln. Eine davon ist Magdalena, die ich einen Tag später zu einem kleinen Interview treffe. Mit ihrer freundlichen Performance beeindruckte sie mich sehr. Daher sammelte die gebürtige Polin gut Geld ein: „Ich habe drei Monate hier mit einem Kunst Projekt verbracht. Jetzt bleibe ich noch ein wenig…“

Harte Drogen in der Pink Street und Innenstadt Lissabons!

Lissabon im Drogenrausch, Weihnachtsmärkte und Künstler-Feeling. Es kommen die nervig-aggressiven Familienbanden, die auch noch ihren gepanschten DrogenMüll an den Touris abladen wollen, dazu. Übel. Nach meinem Trip, der aus einer Reise bestand und nicht vom Missbrauch von Stoff, der durch die Nase gezogen wird, in der Portugiesischen Botschaft von Hamburg nachgefragt, was da los ist und warum das alles so unbeobachtet erlaubt ist. Wie erwartet – keine Antwort: „Kauf‘ da bloß nix, dass ist alles Dreck…“, warnt mein Herbergsvater, der mich wegen meines Bartes gleich ins Herz geschlossen hat und mit mir die halbe Nacht an der Hostel-Bar quatscht. Er gibt großzügig einen Kaffee-Cacao (Mix aus Kaffee und Kakao) nach dem anderen aus. Polizei zu rufen, das bringe nichts, denn alles würde vor zehn Jahren legalisiert worden sein. Mein Hostel liegt übrigens inmitten des Centrums. Von hier aus kann ich meine privaten Touren zu Fuß starten…

Lissabon: Magdalena aus Polen performt und sammelt Geld ein. Zu Frühlingstemperaturen von 17 Grad im Herbst lassen sich die Touris unterhalten… 

Lissabon – Drogenrausch, Weihnachtsmärkte, Künstler-Feeling

Abseits der Touri-Meilen öffnet sich mein Interesse für das echte Leben der Einheimischen. Auf dem Weg dahin stolpere ich wieder einmal durch ein Künstler- oder Hafen-Abriss-Viertel, indem sich sogar trendige Restaurants angesiedelt haben. Von The Sky hängen bunte Sonnenschirme, die mit Licht angestrahlt sogar die Ruinen mit einbeziehen. Dieser Stilbruch-Scharm packt mich. Ich bleibe und will genießen…