Bunker Eröffnung Hamburg

Bunker-Eröffnung: „Dröge Gästeliste“ zum Opening – Flakgeschütz-Design meets Garten-Look

„Grüner Bunker“-Eröffnung Hamburg: Ein Erlebnisbericht: Flakgeschütz-Design meets Garten-Look und kalte Gastroeinrichtungen im Kantinen-Style – ein ernüchternd persönlicher und schockierender Eindruck, der ohne Erwartungen noch runterzog…

Bunker Hamburg: Blick auf das Fußball-Fanfest vom Erlebnispfade von oben…

100 Millionen Baukosten für Blick durch Gitterzäune und Bäume auf den Heiligengeistfeld mit Fußball-Fan-Areal, dazu kalte Architektur. Die Eröffnungs-Party solle dann mit einer ausgedünnten, also „drögen Gästeliste“ versehen worden sein. Von Glamour irgendwie keine Spur, wie Moin.de zu erzählen weiß… Also, bekam selbst das Veranstaltungs-Team irgendwie nicht hin, so ein Objekt groß feiern zu lassen? Was WIR an diesem Bunker dröge finden, das weiß ich hier einmal zu schildern:

RIMC Hotels & Resorts Group und Hard Rock International eröffnen REVERB by Hard Rock® Hamburg, Gastro-Outlets und Dachgarten auf dem Hamburg BUNKER…

Wir (Mehrzahl) waren dort, gleich am zweiten Tag nach der Eröffnung und sahen das, was der NDR schon in seiner Doku mit einer Redakteurin aufnahm, wir bemängelten. Denn steifes Flakgeschütz-Design trifft auf lauten Garten-Look…

Bunker-Eröffnung: Bei Karo & Paul by frank rosin standen wir vor verschlossenen Türen…

Nach „Grüner Bunker“ Hamburg Eröffnung: Erlebnisbericht über Enttäuschung Gastro-Design

Während wir den frühen Vogel wählten und so die Massen ausstachen, mussten alle anderen schon am frühen Nachmittag stundenlang warten, bis sich die Drehtür erneut bewegen lässt, grünes Licht den Durchgang freimacht. Wenn man es denn geschafft hat, hineinzukommen und den sogenannten Bergpfad geht, ist mir eines klar geworden: Für die nächsten Jahre ist das, neben der Elbphilharmonie und das stille Grab Elb-Tower, also genau DAS hier das neue Touri-Massen-Anzugs-Magnet der nächsten Jahre.

Bunker: Blick von der Müll-Verbrennungsanlage…

Bunker-Eröffnung Hamburg: Ein ernüchternder Erlebnisbericht

Als wir es dann zu Fuß in das erste Constant Grind Café, mit echt kaltem und platten Kantinen-Charme schafften, möchte ich zum Drink einladen: „Nur Kartenzahlung!“ Wat!? Die Leader-Kellnerin versucht sich still und leise dafür zu entschuldigen und spricht mit gesenktem Kopf: „Damit haben wir hier nichts zu tun und ich hätte das nicht so gemacht, aber naja…“ Die Aussage bringt uns nicht weiter. Meiner Nachbarin fiel unabhängig davon noch der „Schrumpelkuchen“ in der Vitrine auf, wie sie ihn nannte, den ich schon gar nicht mehr registrieren konnte. Der koste in kleinster Version mehr als 5,-€. „Den haben wir lieber liegen gelassen…!“, meint die noch so zu mir, nachdem wir ein paar Tage später telefonierten.

Dazu sehen wir, als wir es uns dann gemütlich machen wollten, genau das, was schon der NDR in seiner Nordreportage feststellte und wir kopfschüttelnd bemängeln – die Schaukeln an den Fenster-Tischen.

Bunker-Eröffnung Hamburg: Mit Überraschung-Graffitis an den Stütz-Trägern…

Nächster Versuch am neuen Restaurant von Frank Rosin – NOCH geschlossen. Macht erst später am Nachmittag auf. Apropos: Da werden wir in den nächsten Tagen mal undercover einfliegen und den Food und Service ordentlich unter die Lupe nehmen. Da bin ich richtig gespannt drauf…

Bunker-Design trifft auf Garten-Look…

Bunker-Eröffnung: Der (schöne) Ausblick

Der Ausblick ist gigantisch gut und ich kann weit schauen. Was meine Begleitung dann sagt, spricht mir aus dem Herzen: „Nun sieht man erst so richtig, wie hässlich diese Stadt ist!“ Das stimmt. Selbst Budapest, betrachtet von der Burg heraus oder Bergamo, ebenso vom Castle nach unten betrachtet, hat eine unglaubliche Schönheit zu bieten!!

Ich bilde mir außerdem ein, sogar aus dieser Höhe und durch die Hamburger Luft genau die Drogen riechen zu können, die noch in kilometerweiter Entfernung in den Agenturen täglich geschluckt oder durch die Nase gezogen werden und sogar schon 2018 durch das Grundwasser nachgewiesen worden sind!! Koks, Hasch und was weiß ich nicht alles, machen die Menschen hier total gaga.

Bunker Hamburg: Blick aus dem Constant Café und zahlen nur mit Karte…

Und so feiert sich die PR-Abteilung in einem Auszug selbst:

„Es ist das spektakulärste Bauprojekt in Hamburg seit der Elbphilharmonie: die Aufstockung des Bunkers am Hamburger Heiligengeistfeld. Mit einem neuen Hotel – dem REVERB by Hard Rock® Hamburg –, vielfältiger Gastronomie, einem Dachgarten und einem Bergpfad hat der Hamburg BUNKER am 5. Juli nun seine Pforten geöffnet und wird zu einem kreativen, urbanen Erlebnisort für Hamburger:innen und Tourist:innen aus aller Welt. Betrieben wird der gesamte Hotel- und gastronomische Bereich des Bunkeraufbaus von der Hamburger RIMC Hotels & Resorts Gruppe…“

Fazit

Narrative Floskeln, wie „Hamburg ist die schönste Stadt der WELT“ heben sich nun endgültig und endlich auf!! Wenn ein Gemütszustand, der mich ohne Erwartungen vor dem ersten Betreten des Bunkers noch nach unten gezogen wird und gleichzeitig zwei Tage sprachlos macht, stimmt doch was nicht. Selbst in Tel Aviv hat man architektonisch mehr aus solchen Mauern gemacht, als es Hamburg kann. Eine unperfekte Fabrica de Arte in Havanna (Cuba) hat mehr zu bieten, als dieser Beton-Klotz hier…