Davit Garrett mit neuer Geige:: „Gehe gerne in den KitKat Club!“

David Garrett: „Ich gehe oft in den KitKat Club, weil da Handyverbot ist…“

ARTE-DOKU und Live in Concert in der Mediathek abzurufen: David Garrett spricht über schwere Zeit und mehr: „Ich war zu naiv…“ Er kam außerdem für einen Tag zu SAT.1, um dort zu geigen. Im ZDF MOMA sprach das Klassik-Genie jetzt über ein kleines Geheimnis, was viele schon wussten: „ICH gehe gerne in den KitKat Club Berlin, weil da Handyverbot ist.“ Außerdem kenne er die Betreiber sehr gut. Nun hat der Musiker eine neue Geige für 3,4 Millionen € gekauft. Die Kohle hat er von der Bank…

Grandmas (Alp)Traum oder Genie? Das beantworte ich hier:

Pyrotechnik, Licht und Rauch – David Garretts Konzept, Klassik und Pop-Hits mit modernster Bühnen-Technik aufeinander treffen zu lassen und den Titeln mit seinem Streich-Orchester einen Touch an Eleganz zu verpassen, ist ungebrochen erfolgreich. Das zeigt auch seine derzeitige Tour „Classic Revolution“, mit der er gestern auch in HH halt machte.

David Garrett spielt in den Arenen sein neues Klassik-Album…

Sex-Skandale, Schlabber-Look und (Un)-Sympathie – will den noch jemand sehen? Er war einer, der seinem strengen Vater folgte, später (heimlich) ein Studium, vier Jahre lang in New York absolvierte und dort „Falschen Freunden“ begegnete, die ihn nach einer gewissen Zeit der „Begleitung“ finanziell und Material ausbeuten wollten, ja, Ansprüche stellten, die nicht gerechtfertigt waren. „Ich war damals sehr naiv und bin blind vertrauend in Situationen geschlittert, sodass ich erst einmal schlucken musste…“ Es ging also nie um Liebe oder Vertrauen, sondern nur um berechnende Abzocke.

Ich möchte jetzt nicht mit Patti Smith und Geigerszene-Vergleichen kommen, jedoch habe ich schon manchesmal das Gefühl, dass hier irgendwelche ungehobelte Kräfte am Holz sägen. Wer nämlich heute keinen Dreck am Stecken hat, dem nimmt man seine Musik gar nicht mehr ab…

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Davit Garrett: Doku auf ARTE zeigt private Einblicke seiner Kindheit, Jugend, Studium in New York…

Ob Oktober 2014, 2015 oder 2016 – David Garrett habe ich, live in Hamburg, mehrfach in Concert erlebt. Was meine Oma zu seinen Klamotten in der Jetzt-Zeit gesagt hätte, würde mich unglaublich interessieren. Denn ich denke kaum, dass die darüber hätte reden wollen.

Seitdem uns das Management nicht mehr als Beurteiler auf seinen Gigs haben will, macht es nichts, ehrlich mit dem „Künstler“ umzugehen. Schließlich ist es ihm egal und könne mit Kritik umgehen, meint er.

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Wie ein Magier schwebt der Violinist in die Halle ein...

Wie ein Magier schwebt der Violinist in die Halle ein…

Zerfetzte Kleiderordnung – Grandmas (Alp)Traum?

Nachsingen ist ja erlaubt, nachgeigen und nachsehen auf ARTE ebenso. Der Schönling der Klassik-Szene ist mit seinem Aussehen und Junge-Von-Nebenan-Image sehr beliebt. Die jugendliche Kombination aus Schlabber-T-Shirt, zerfetztem Jeans-Look und Designer-Mütze zieht heutzutage. Meine Großmutter jedoch, hätte mir damals, zu meinen Teenie-Zeiten, eine links und rechts geschossen, ja, richtig die LÖFFEL LANGGEZOGEN, wenn ich es auch nur ansatzweise gewagt hätte, so zu einem Violine-Konzert gehen zu wollen. Ich musste ja schon zum Sand buddeln in der Kiesgrube einen Anzug tragen (sry, Grandma! Aber das war shit). Einer seiner Doktoren in NY fiel ebenso seine durchlöcherte Hose auf: Sag´ mal, hast Du kein Geld…?“ Er: „Ist das  Dein Ernst? Die war eben wegen der Löcher so teuer…!“

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...dann geht's los, mit Pop-Klassikern und dem Fernsehballett.

…dann geht’s los, mit Pop-Klassikern und dem Fernsehballett.

ARTE-DOKU und Live in Concert: David Garrett – Grandmas (Alp)Traum?

Und weil sich die Zeiten zum Glück jeh gewandelt haben, man moderner denkt, werden die Gigs des Entertainers auch problemlos mit der ganzen Familie besucht, ohne Kleiderordnung. Denn sein musikalischer Mix aus den Hits von Abba, Elton John und Co ist mit Sicherheit ohne Altersbeschränkung zu erleben. Ob ich jedoch Arm in Arm mit Oma zu diesem Musiktalent hätte einschweben können, wird sich nie mehr klären.

My Grandma hätte mir damals links und rechts eine gepfeffert, wäre ich so zu einem Konzert gegangen…

zertifizierter Online-Redakteur Jörn Ehrenheim

Da wir gerade beim einschweben sind – der angeblich „schnellste Geiger der Welt“ ließ sich fürstlich und ganz langsam vom hinteren Ende der O2-World, über die Köpfe der Zuschauer auf die Bühne ziehen. Das hatte was. Für die bildliche Note wurde ebenso vorzüglich gesorgt. Eine große Light- und mega LED-Show sprühte ein Dauerfeuer an bunten Farben, Lasern und Videos ab.

Eine mega Licht- und LED-Show erwartete die Zuschauer.

Eine mega Licht- und LED-Show erwartete die Zuschauer.

Für die Tanzeinlagen bat er sogar das Fernsehballett auf die Bühne, welches sich in roten Outfits zu seinem Rhythmus streckte, reckte und drehte. Klasse.

Zwischen den Songs brachte David immer mal wieder Anekdoten aus der Rubrik „Fangeschichten“. Dabei wird deutlich, dass er Ernie und Bert aus der Muppet-Show mag…

So startet die Show. Ein Halbmomd geht auf, der Star schwebt kurz darauf in die Halle ein.

So startet die Show. Ein Halbmomd geht auf, der Star schwebt kurz darauf in die Halle ein.

Erwähnt werden darf, dass ich seine Musik immer mal wieder gerne höre. Habe die ein oder andere CD, zugegeben, nicht immer gekauft, aber von der Nachbarin mal eben ausgeliehen. Deshalb freute ich mich auf diese Begegnung ganz besonders. Denn live ist David Garrett ein wirklicher Genuss…