City Wuhlheide

CITY – Termine der „Die letzte Runde“ LIVE: Von Dresden über Hamburg zurück nach Berlin

50 Jahre CITY – „Die letzte Runde“ LIVE ging in der Wuhlheide mit Berliner Symphonie-Orchester unter unsere Haut – ALLE TERMINE bis zum Jahres-ENDE:

CITY startete Live ihre „Die letzte Runde“ in der Wuhlheide Berlin, weil die ehemaligen DDR-Rocker nun langsam aufhören wollen, auf der Bühne zu stehen. In der ausverkauften Open Air Arena stießen wir darauf an:

Coversongs, Hits und Gedenkminute – alles mit dem Berliner Symphonie-Orchester untermalt! Ich hätte mir nur gewünscht, dass die OLDIEs drei Stunden gespielt hätten. Nach zweien war jedoch gnadenlos Schluss…

Poesie, rockig verpackt – mit Klassik-Touch, der durch das Berliner Symphonie-Orchester aufgewertet worden ist. Der erreichte eine dermaßen leichte und besinnliche Qualität, dass es schade war, nach genau 120 Minuten nach Hause gehen zu müssen. Zwar dominierten die Streicher nicht und machten CITY’s Musik nicht zunichte, eher wurde sie gezielt so eingesetzt, dass sie als musikalische Hilfe eine Gesamtunterstützung waren.

Der Sound war allerdings etwas schwach auf der Brust, klang fad und nicht sehr voluminös. Eher so, wie es damals zu DDR-Zeiten und bei der bekanntesten Plattenfirma AMIGA eben gepresst war – etwas pappig, ohne Wumms und gutem Ton. Genauso kam es auch im Trabant Radio an, den meine Mutter fuhr oder durch den Plaste-Stern-Recorder rüber, den ich mir von meinem Jugendweihe-Geld knapp abgespart hatte, mit dem zum Beispiel der „Jugendsender“ DT64 übertragen wurde.

Es schien während des Live-Konzertes außerdem so, als wenn der Bass konkret runtergeregelt worden wäre, um ein dazu passend musikalisches Gebilde zu erzeugen und nicht nur „laut“ zu sein.
Und so flogen wir durch die Wuhlheide, die trotzdem ein echter Stimmungs-Kessel war.

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50 Jahre CITY, Pressebild 2022, Credit: Milan Schmalenbach…

So war Die Letzte Runde CITY Live in der Wuhlheide

20:00 ging es los, mit Casablanca und Co. Den King vom Prenzlauer Berg und viele andere Hits blieb uns Toni Krahl schuldig: „Das wir uns bei all den Streitereien um die derzeitige Songauswahl nicht völlig zerstritten haben, gleicht einem Wunder…!“, witzelte der Frontmann, der vorzüglich entertainte.

Dafür gab es Coverversionen von „Sag mir, wo die Blumen sind“ und weitere. Das Potential, um vier Stunden zu spielen, hat die Band daher locker. Das Ende der letzten Runde wird deshalb auch im Dezember diesen Jahres verdoppelt, um ein weiteres Konzert, nämlich am 30. Dezember in der Mercedes Benz Arena drangehängt.

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CITY Die letzte Runde Live Berlin…

So war CITY LIVE und die erste „Die letzte Runde“ in Wuhlheide Berlin

Und wieder sahen wir Mütter, die bestimmt die Tickets gleich mehrfach gekauft haben, damit all ihre erwachsenen Töchter noch einmal sehen, was ihre Ost-Jugend prägte. Besonders bei „Am Fenster„, die sogenannte Zugabe, auf die alle warteten, tanzten auch die wie verrückt mit, weil das Orchester alles gab, um den Song weicher werden zu lassen.

Der Beliebtheitsgrad des Songs ist jedoch nicht nur aufgrund der Zeit des Eingesperrtseins wieder zu den Musikfreunden zurückgekehrt, nein, man hat sich also auf die lyrischen Texte besonnen, die sonst nur Bands wie Karat und Silly noch ablieferten. Apropos: Uwe Hassbecker, der als Gast am Ende zu „Am Fenster“ die zweite Geige mitspielte, wurde mit dem „begrenzten Budget“ eingekauft, welches angeblich zur Verfügung stand. Diese einmalige Klassik-Live-Version wurde „nur“ auf zehn Minuten gestreckt, sorgte krass für Tränen und Gänsehaut.

Der lyrischen Texte wegen wurde einer da ganz besonders geehrt. Einer, der unter einem Pseudonyme alles aufschrieb und singen ließ, was nicht bei drei auf den Bäumen war: Alfred Rösler-Kleit. „Da wusste keiner, wo er denn suchen sollte, um eine Verhaftung durchzuführen, weil der Klarname ja unbekannt war…“ Und „Alleine für die Zeile ´…dieselben gelben Nelken welken…` würde ich dir einen Preis verleihen. Aber ich habe hier nix zu sagen…!“, sorgte so Toni Krahl für Aufmerksamkeit.

CITY spielte zum Auftakt auf der Parkbühne in der Wuhlheide Berlin mit „Die letzte Runde“ LIVE…

Ja, man hat nun mehrfach die Hamburger Puffgeschichten in der X.-ten Talkshow gehört, in denen die Angestellt:Innen den gesamtdeutschen Hit laufen ließen, weil die 17 Minutenversion einfach die beste sei und man damit am schönsten Orgasmen fabrizieren könne. Das darf heute nicht mehr erwähnt werden, weil uns ME Too eingeholt hat. Trotzdem erzählt Krahl die Story immer wieder gerne…

Und JA, CITY durfte schon zu DDR-Zeiten in den Westen reisen und ihre Mucke da spielen, weil sie, wie in einem der letzten aktuell sozialistischen Staaten, Nord-Korea, Devisen einbrachten. Das Geld „musste dann der SED zur Verfügung stehen.“ Allerdings gab es auch ein Konto mit Tagesverfügung, um mal ab und an Westgeld umzusetzen…

50 Jahre City: Auftakt der Letzten Runde in Berlin…

Toni erzählte dieses Mal noch ganz andere Schoten, über die das Publikum immer wieder lachen musste: „Als das Album „Unter der Haut“ vor ein paar Jahren neu vertont wurde, sind wir mit dem damaligen Gestöhne in heutigen Konflikt mit unserem Genrationsgefühl geraten…“ Oder auch der hier: „Weil wir auch mal hübsche Mädels in der ersten Reihe haben wollten, fingen wir an, die Geige einzusetzen. DAS hat funktioniert!“

Fazit und alle Termine:

50 Jahre CITY – Die erste „Letzte Runde“ Live in Berlin ging echt unter die Haut. Hach, das war schön. Diese komplette und herzhafte Dynamik hatte sich auf uns voll übertragen. Gänsehaut bei „Am Fenster“ und warme Worte, wie: „Ich wünsche uns allen Welt-Frieden…“ nahmen wir mit auf dem Nachhauseweg.

Bis zum Jahresende geht es deutschlandweit von Eldena, über Dresden, Halle, Zinnowitz, Freiberg, Gera… und auch über Hamburg zurück nach Berlin.