Cirque Bouffon: Das musikalische Finale

Cirque Buffon: In „Bohemia“ zeigten die Roma ihre eigene Lebensart

Cirque Buffon: In „Bohemia“ zeigten die Roma ihre eigene Lebensart in Hamburg.
Anlässlich des 15-jährigen Bestehens der europaweit gefeierten Nouveau, Cirque Bouffon, präsentierte der französische Regisseur und künstlerische Leiter Frédéric Zipperlin seine neueste Inszenierung “Bohemia” in Hamburg, auf der Moorwiese. 

Tja, welche Narative soll man zu so einer Show finden, wenn man sie denn als so eine bezeichnen will. Dabei ist es für mich erstaunlich, dass der nicht geschminkte Pausen-Clown, so will ich ihn mal nennen, mit simplen Nummern das Publikum „begeistert“ und zum lachen bringt. Normalerweise würde ich noch nicht einmal aufstehen, für Tricks, die ich schon X-Mal im Roncalli gesehen habe. Denn wie kann es außerdem sein, dass mit einem halben Staubsauger Rap-Tanzeinlagen funktionieren, wie sie auch auf dem Schulhof hätten stattfinden können?

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Cirque Bouffon – Foto: Martin Dittmer…

So war  der Cirque Buffon mit Bohemia in Hamburg

Meine Nachbarin war so begeistert, dass sie mir davon zuvor erzählte. Daher wollte ich das unbedingt mit eigenen Augen sehen. Witzig und schön sind dabei die Song-Einlagen des ganzen Teams, bevor der Mini-Wohnwagen mit seilen an die Decke gezogen wird. Dadurch ist die Manege frei, für Artistik, Ringe werfen und teilweise zweitklassige Performances. Diese Lebensart der Roma scheint so unkompliziert, wie nirgendwo. Wenn da mal irgendwas schiefläuft, wird das eben weggelächelt, wie bei den Ehrlich Brothers. Die nehmen sich ja auch selbst aufs Korn.

Cirque Buffon: In „Bohemia“ tritt auch der Clown auf, der mit nem Staubsauger Spiele macht…

Der Charme jedoch, die für ca. 300 Plätze große Arena, hat eine Nahbarkeit, die familier erscheint. Schon das kleine Vorzelt ist schön dekoriert. Da wird man schon mit Spänen auf dem Boden und Antiquitäten auf eine frühere Zeit eingestimmt. Der im Stile des französischen Nouveau Cirque meisterhaft entworfenes buntes Kaleidoskop an Eindrücken, Bildern und Emotionen des Regisseur Frédéric Zipperlin, immer begleitet von den poetischen, sinnlichen und rauschhaften Kompositionen des ukrainischen Komponisten Sergej Sweschinski, kann sich schon sehen lassen.