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Dirndl meets Lederhose – Andreas Gabalier vor 20 000 Fans

Hamburg, Trabrennbahn Bahrenfeld.
Dirndl meets Lederhose – um die 20 000 Gabalier-Fans feierten das verschobene Konzert, welches, mit erneuter Beobachtung auf das herannahende Unwetter, beim 2. Versuch jedoch stattfinden konnte.

Im Juni musste das Konzert wegen Sturm und Regen kurz vorher abgesagt werden, wir erinnern uns. Der Run auf die Karten begann erneut, denn das war die Chance für die, die im Frühsommer nicht dabei sein konnten, jetzt ein Ticket zu ergattern: „Heute sind wir wirklich da…!“, rief der Volksrock´N´Roller am Mittwochabend in das Micro. Und weiter meinte er: „Wir mussten in all´ den Jahren noch nie einen Gig verschieben…“.

Die Fans von Gabalier in Hamburg.

Die Fans von Gabalier in Hamburg. 20 000 feierten den Schlager-Rocker.

Was für ein Glück, denn das Wetter hielt! Der angekündigte Temperatursturz verschob sich ein paar Stunden nach hinten und bescherte uns noch einmal einen richtig schwülen Sommerabend. „Mir läuft es am ganzen Körper herunter“, scherzte der Profi noch. Kaum war das Konzert zuende, da prasselte erneut ein mega Gewitter in Hamburg nieder.
Wow, das war knapp.

Der Gitarrist legt sich richtig ins Zeug und zupft gekonnt die Saiten!

Der Gitarrist legt sich richtig ins Zeug und zupft gekonnt die Saiten!

Aber zurück zum ausverkauften Gig. In der ersten Reihe drückt sich Seite an Seite ein Dirndl an das andere. Gehängte Banner verraten die Herkunft der Fans. Zur Einstimmung singen sie alle zusammen im Chor „Amoi seg´ ma uns wieder„, um die Wartezeit zu überbrücken. 20:12 geht´s dann tatsächlich und fast überpünktlich los!
Die Bühne ist wirklich gewaltig groß. Pyrotechnik setzt immer mal wieder ein, es schießen während bestimmter Musikpassagen Flammen-Fontänen nach oben. Eine fette LED-Wand, die den ganzen Hintergrund vereinnahmt, zeigt das mitgehende und nicht zu haltende Publikum, welches live von einigen Kameras eingefangen wird. Die berühmte Stage-T-Form sorgt dafür, dass Gabalier immer mal wieder nach vorne, direkt an und in die Fanbase heranwandern kann, um die gefühlt 90%-ig weibliche Schlager-Crowd richtig anzufeuern. „Alle die Hände hoooch…!“ Und ein Meer von diesen strecken sich und klatscht in einem Rhythmus mit. Was für ein Bild.

Später schickt er seinen Gitarristen nach vorne, der sich richtig ins Zeug legt und die Saiten so spielend zupft, als wäre es eine Kleinigkeit, den richtigen Sound aus dem schmal designten Holzkasten zu holen.

Gabalier zeigt seit Jahren, dass Schlager und Rock zusammenzubringen sind. Das Konzert in Hamburg war deshalb ein klasse Highlight. Natürlich freuten sich alle auf Songs, wie „I sing a Liad für di“ und „Hulapalu“, sowie weitere Hits des 3-fachen Echo-Gewinners. Mit „A Meinung Haben„, den er liebend gerne zusammen mit Xavier Naidoo gesungen hätte, machte er deutlich, dass er Kuscher und zu allem Ja-Sager nicht mag. Der Klassiker „So liab hab i di„, den der österreichische Sänger anstimmte, erklärt die Liebe zu einigen Dingen…